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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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4020 Vogel.

log von winkler nennt von den gestochenen Bild-nissen schön: Das Knieestück Z. N. Buirette'svon Oehlfeld zu Nürnberg; und bemerkt, in Ab-sicht auf die geschobenen: Daß z. B. ChristophWeigel's seines beweise, daß Vogel ein weitgeschickterer Meister in dieser Kunstgattung, alsjener sein Lehrer, war. Dann nennt er von ihmnoch einige Kostumestücke: Preußische Husaren,welche Mönche zum Rausch zwingen; Halbfigu-ren von Bettlern, u. a. Basan und Gandellimist der Nnsrige unbekannt.

Vogel (Carl Christian, gewöhnlich Carl), derSohn des nachfolgenden Christian Lebrechk,daher auch bisweilen Vogel der jüngere be-nannt, geboren zu Dresden 1788. Seit i8>o,studierte er die Malerey der Geschichte, vorzüglichaber das Bildniß unter seinem Vater, zeigte aufder Dresdner - Ausstellung i8o/j. ein nach derNatur gezeichnetes Bildniß; i 8 v 5 . einen Kopfnach Raphael, und einen Reuter nach le Brun inKreide, nebst einem Bildniß in Miniatur; in 1806.«inen Christuskopf nach Annib. Carracci in Kreide;1807. den keuschen Joseph nach Cignani und ei-nen Christuskopf nach Guido in Kreide; dann einjunges Frauenzimmer (Bildniß einer DemoiselleSchmidt) was ein Gewand über den Kopf hält,«in Bild, das viel zu versprechen schien, so wienoch einige andere Bildnisse; 1808. ein wohl aus-gearbeitetes MännerbildnißinOel. In diesemJahrenoch gieng er nach St. Petersburg, wo er sowohlin Oel als in Miniatur malte. Einen Vortheil-haften Einfluß auf seine Ausbildung hatte dieConcurrenz, in die er mit dortigen Künstlern trat;«r nahm sehr an Geschicklichkeit zu, und seineBildnisse wurden ihm wohl bezahlt. In 1812.kehrte er nach Dresden zurück, reiste aber, nacheinem kurzen Aufenthalte, von hier nach Rom,wo er sich noch 1814. befand und sich der Historievorzüglich befliß. (Er ist derjenige Vogel ohneTaufnamen, welcher bey Meusel II. erscheint.Dons. Meusel's Archiv II. (Z.) 8. und ( 4 .)i 44 . — Berruch Zourn. d. Luxus u. d.Mode 1808. Jun. S. 407. Von ihm heißt es inDer Allgemeinen Zerrung 1817. Beyl. N°. n6.„Mit Recht bedauert man, daß ein BildnißPapst Pius VII. in Lebensgröße, welches dervon hier pensionirte Vogel in Rom gemalt, durchUmstände in seiner Ankunft verspätet, auf derdiesjährigen Ausstellung nicht mehr erscheinenkonnte. Nach seiner Zeichnung hat Klauber 1811.(sie befanden sich damals wahrscheinlich beyde zuSt. Petersburg), den Apollo Citharoedus, alsTitelblatt zu des Spanischen Gesandten in Ruß-land, Generals Pardo de Figueroa griechischenmetrischen Übersetzung etlicher Horazischer Odengestochen, welche in ermeldteiw Jahr dort präch-tig in Großoktav erschienen waren.

— — (Carl Friedrich), ein Architekt zu Dres-den, wo er 1793. 3» I. alt, als ChurfürstlicherHofbaukondukteur starb. D resdner-Anzeig.Jahrg. 1795. N°. 43 .

* — — — — ein Maler zu Wenigerodeam Harze. In 1801. und 1804. erscheint seinName unter den Besuchern der berühmten Bau-mannshöhle in: Jahrbücher der Baumanns-höhle. Quedlinburg 1809. S. 29. 127. Wirdenken daß er derjenige Vogel sey, welcher der Sohneines Malers zu Wernigerode war, und von sei-nem Landesherr» dem Grafen von Stollberg um1794 - in noch jungen Jahren nach Dresden ge-sandt wurde, um unter dem Theatermaler Theilzu lernen. Bey diesem blieb er auch bis 1797.und befliß sich vorzüglich der architektonischenTheatermalerey. Er soll nachher, und als ihmder gedachte Graf — Vogels Lebensart wegen,wie es heißt — sesn? Unterstützung entzog, in

») Welch Gewäsche!

Vogel.

Teutschland für einige Zeit umhergereist, und um1808. noch am Leben gewesen seyn.

Vogel (Christian), ein von Dresden gebür-tiger Drechsler, der dort seit 1668. bey JohannEngelbrecher lernte, und in 1673. als Geselle er-scheint. Er muß sich aber außerhalb Dresdenniedergelassen haben, da er unter den dortige»Meistern nicht vorkommt.

* — — (Christian Lebrecht), Pensionär derKönigs Sächsischen Akademie der bildenden Kün-ste, Geschichts- und Bildnißmaler in Oel, Pastellund Miniatur (derselbe, welcher im Lex. ohneTaufnamen, bloß als Schönau's Schüler erscheint)-geboren zu Dresden 1729. und noch lebend 1809.Er führt dabey den Titel: 8enior, um ihn vo»seinem vorstehnden Sohne Carl Christian zu un-terscheiden. «Ein geborner Künstler" (heißt esbey Meusel III.) »dessen Talente Schönau aus-bildete. Durch dessen Kunstbibliokhek und durchVorlesungen über Anatomie und Architektur, inso ferne sie der Historienmaler braucht, wurde erauch ein gelehrter Künstler. Zugleich zeichnete ersehr fleißig nach dem akademischen Modelle, undverband mit seinem Studium der Mythologiedas Zeichnen nach den Antiken in der königlichenAntikensammlung. Ferner arbeitete er, unter An-leitung seines Lehrers, nach den Gemälden dergrößten Künstler auf der Gallerie." Alsdannwerden dort von ihm angeführt: »Eine Vestalinin Pastell, halbe Figur; die Gräfin von Solms,als Vestalin, in Oel und Pastell; zwey Mädchenals Nymphen, in Oel; eine Maria mit Händen;eine schlafende Dacchante, in Oel; zwey Kindernach der Natur, in Oel; Ganymed, in Oel undPastell; eine Psyche, in Oel; dieselbe auch inPastell; viele Zeichnungen und Erfindungen fürLiebhaber, und vorzüglich zu Kupferstichen undVignetten; eine Menge Porträte in Oel und Pa-stell, worunter sein eigenes Porträt in Pastell, ehrmals im Kabinet Winkler zu Leipzig besonders schönseyn soll." Alle dies schon vor 1789. Dann inneuern Tagen z. B. auf dem Dresdner - Salon1794. ein: Werdet, wie die Kinder, Scizze zueinem Altarblatt in Oel, wovon es indessen inMeusel's A. Museum S.261.heißt: »Wasdie Composition anbelangt, so war Hr. Vogelgezwungen, des Formats halber, seine Gruppesehr auszudehnen. Man wird durch die gutenund feinen Charaktere der Köpfe einig, rmaaßenfür die schlechte Behandlung des Pinsels, undschülermäßige Zeichnung entschädigt; sonst ist dasBild weder ausgeführt noch Skizze." Jetzt fan-den wir Vogel zuerst wieder in den deutschenLunstbl. (8°. Pirna 1800.) bey der Beschreibungdes Dresdner-Salons desselben Jahrs mit vierKindergemälden in Oel, wo (l. S. 52 — 53 .) vonihm geurtheilt wird: » Er gehört zu den Künstlern,die in den Propyläen den Namen der Jmaginansren erhalten. Ueber alle Gestalten zieht er einendünnen Schleier um sie gleich übersinnlichen fei-nern Wesen erscheinen zu lassen. Das Angenehmeseiner Manier ist indeß wohl nicht zu läugnen.Am glücklichsten äußert sich das Genie dieses Mei-sters in Kindergestalten, und seine vier ausgestell-ten Bilder können diesem Urtheile nicht wider-sprechen. Es sind Porträts, aber man könnte sieeben so gut für idealische Kindergestalien anse-hen. Die Nothwendigkeit und die Grazie schei-nen die vereinigten Schöpferinnen dieser Zügegewesen zu seyn, und keine blinde Nakurgewaltsich in ihr schönes Wirken gemischt zu haben *).Auch den Charakter der Jahre hat der Künstlerartig angedeutet. Das sichtbar ältere Mädchenscheint die Blumen in der Hand zu ihrem Putz,für einen Blumenstrauß zu bestimmen. Ein klei-neres Mädchen hingegen ruht mit seinem Händ-chen auf einem Rosenkorbe, und schaut mit sei-