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ger, I. Penzel und Endner etzten solche. Fastsind wir überzeugt, daß hier der obige Chri-stian Lebreche (v.) zu verstehen sey.
Vogel (I. I.), Maler und Kupferstecher.Nach ihm, von C. Romstedt gestochen, kenntman das Bildniß G. Wends, Rektors zu Thorn,und von oder nach ihm, ohne andern Namenals den seinigen, dasjenige des Theologen ChristianDreyer's. Uebrigens halten wir ihn mit demoben angeführten Joh. Jakob Vogel für Einenund denselben.
— — (I. M), ein Maler, der um 1760.vermuthlich zu Leipzig oder dasiger Gegend ar-beitete- Die I. D. Sysang hat den Gottesge-lehrten C. L. Stieglietz nach ihm kl. Fol. ge-stochen.
— — (I T ), in Gtto's Lexikon derGberlausttzer-Schrifrsteller und Runstler B.III. Abthl. 2. G. 5 oo. heißt es, daß Ch. Ram-stedt (Druckfehler für Romstedt) nach diesem Ma-ler (der in der letztem Hälfte des XVII. Jahr-hunderts gelebt haben müßte) ein Bildniß desRektors und Professors Georg Wend gestochenhabe. Wir denken jedoch, daß auch der Vorna-me I. T. Druckfehler für I. (oh.) I. (oachim)seyn mögte.
* — — (Marc), s. den Art. seines SohnesJohann im Lex.
— — (Ludwig), geboren zu Zürich in derSchweiz 1788. Von seinem dritten Jahr an zeich-nete er nach kindischer Weise, und zog diesenZeitvertrieb jedem andern vor. Seinen Vater,dessen einziger Sohn er ist, erfreute diese seineNeigung, und er suchte fortdauernd sie bey ihmzu erhalten. Allein, weit entfernt, ihn deswegensofort zum Künstler zu bestimmen, gab er ihmbis in sein sechszehnkes Jahr, vorzüglich in derdamals neu errichteten, mit trefflichen Lehrernversehenen Cantonsschule zu Aaraü eine wissen-schaftliche Erziehung, und riech ihm nebenbey,seinen väterlichen Beruf eines Zuckerbeckers zuergreifen , was ihm noch den Anlaß geben würde,sich mit Landschafksarbeiten in Hautrclief zu beschäf-tigen, welche sein Vater zu Tafelverzierungen fer-tigte *). Mit Lust erlernte ^r im Laufe von zweyJahren das erwähnte Handwerk **). Allein zuAnfang des Jahrs 1806. faßte er, mit Einstim-mung seines guten Vaters, den Entschluß, sich,so gut als ausschließend, einem ernsten Studiumder bildenden Kunst zu wiedmen; dessen ungeach-tet schien dieselbe ihm schon damals in unsermZeitalter mit so viel Schwierigkeiten verbunden,daß er (aus Furcht, sich nicht über die so zahl-reiche und doch so entbehrliche Klasse mittelmäßi-ger Künstler erheben zu können) diese Wahl, ohnedie väterliche Ermunterung, schwerlich aus sichselbst getroffen hätte. Mittlerweile zeichnete er,ohne weitere Anleitung, nach Abgüssen von Anti-ken , welche damals einige Freunde der Kunst zuöffentlichem Gebrauch aufgestellt hatten — stusdirte, so wie sich der Anlaß ergab, etwas Ana-tomie — eben so Perspektiv — erlernte die An-fangsgründe im Oelmalen bey Conrad Geßner —zeichnete, zwar noch ohne bestimmten Plan, Bild-nisse, Landschaften, Thiere, was ihm vorkam;besonders aber versuchte er auf mehrern kleinenReisen in die Gebirgs-Cantone, Charaktere undländliche Gruppen zu Berg und Thal nach derNatur aufzufassen. Sein erstes Oelgemälde (1807.)nach eigener Composition war: Ein Gemsjäger;
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sein Pfeifchen schmauchend rastet derselbe auf ei-nem Felsen des Hochgebirgs; zu seinen Füßenliegt ein todtes Thier, und schon sieht er wiederzu den Firnen empor, ob er kein neues Wild ent-decke; im Hintergrund liegt ein Gletscher. DerKopf des Jägers hat den Ausdruck der gemüth-lichsten Zufriedenheit. Sein zweytes Bild wareine Gruppe von sechs Figuren; den Gedankendazu gab ihm ein Greis mit grauem Bart,, dener im Aargau, unter dem Strohdach feiner ärm-lichen Hütte, freudig unter seinen Enkeln sitzend,an Ort und Stelle gezeichnet hatte. Diese bey-den Gemälde nähern sich in etwas dem Nieder-ländischen Styl, ohne daß er bisher jemals einBild aus dieser Schule gesehen hatte. So zeigtesich bey ihm, wie schon bey Mehrern, daß derjunge Künstler nicht selten durch Selbstentwicke-lung, noch sicherer als durch geregelte Studien,wenigstens zu Einem wichtigen Kunsttheil, näm-lich zu einem anspruchlosen Ausdrucke der Wahr-heit gelangt. Im April 1808. reis'te Vogel, mitguten Empfehlungen versehen, »ach Wien, undsuchte dort Zutritt, auf der Akademie nach derAntike und nach Modellen zu zeichnen; allein dieProfessoren wiesen ihn auf die Maurersche Zeich-nungsschule, wo er erst einige Jahre nach soge-nannten Originalien kopiren sollte. Dieß machteihn ein wenig muthlos; dennoch glaubte er, demAnsinnen so ausgezeichneter Männer unbedingtentsprechen zu müßen. Mittlerweile gerieth er invertrauten Umgang mit zwey trefflichen, jungendeutschen Künstlern, dem nunmeh/ rühmlichst be-kannten Friedrich Overbeck aus Lübeck, und demseither zu früh für die Kunst verstorbenen Sohndes geschickten Pferdmalers Pforr aus Frankfurtam Main. Dieser Verbindung hat er es haupt-sächlich zu danken, daß sein Aufenthalt zu Wiennicht gänzlich für ihn verloren gieng; noch mehraber, daß durch solchen Verein sein Streben nachdem Wesentlichen der Kunst eine bestimmte Rich-tung erhielt. Ihnen allen fehlte zwar die Auf-munterung ihrer Lehrer; der akademische Gangsollte nun einmal durch jahrelanges Nachzeichnenund Nachpinseln von Altem und Neuem, undzwar nicht immer nach den beßten Mustern, vor-züglich nach modernen Arbeiten der Professoren,ohne Unterschied individueller Gemüthsart undAnlagen durchgemacht werden;, und erst nach die-fem, wenn der Geist der jungen Künstler noth-wendig erschlafft und ungenährt geblieben wäre,möchte ihnen das Wagestück vergönnt seyn, etwaszu erfinden, und das Erfundene auszuführen.Von Effekt, Farben, Weichheit, Toccirung u. s. f.wurde ein Vieles, von Wahl und Gehalt derIdeen hingegen, von Eigenthümlichkeit der Cha-raktere, von richtigem und lebendigem Ausdrucke,kurz von der Seele der Kunst desto weniger ge-sprochen. Jetzt schlössen sich an jene dreye nocheinige andere an. Vereint entzogen sie sich, zwarnicht ohne Unannehmlichkeit zu erfahren (da ih-nen z. B. das Zeichnen nach Modellen in der Aka-demie am End förmlich abgeschlagen, und sie ge-nöthigt wurden, dergleichen besonders für sich zuhalten) immer mehr dem akademischen Schlen-drian, weil (so unbedingt sie auch anfangs daseigne, aber noch dunkle Gefühl unter den Ge-horsam gefangen nahmen) es ihnen immer klarerwurde, daß jener auf der Akademie gepredigteGlaube denn doch nicht selig mache; dagegensuchten sie (zwar nicht, ohne das Mühevolle undGewagte ihres Entschlusses zu fühlen) für sichselbst den Weg wieder aufzufinden, welchen einstjene alten großen Meister eingeschlagen, in derenArbeiten die einfache Wahrheit, der ungeschminkte
*) Dieselben fanden in Deutschland »nd Frankreich bedeutenden Absatz. Meusel erwähnt derselben; und einsgestochene Abbildung von Lips s. im Moöen.Iouipml von 179 . .
«») Sein Vater, Großvater und Urgroßvater trieben diesen Beruf, seit einem vollen Jahrhundert in dem glei-chen Hause; jeder derselbe» verband damit Handel-geschäfte, und alle standen zugleich iu öffentliche»Aemrern.