Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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402g Vogler.

Früchten umgeben ist ( 4 < 8 fr" hoch, 3 ^ 5 br.).

Das Bildniß selbst ist von Maratti. — Schlei«-heim zwey Blumen in steinernen, mit Basreliefsgezierten Gefäßen (der ältere Catalog spricht vonvieren). Die Gallerie Licheenstein zu Wien end-lich vollends sechs dergleichen Bilder. In einemsitzt nnten ein Kaninchen.

Vogler (Heinrich). Ein solcher soll verfaßthaben: Unterricht und Ordnung Teutscher,Lateinischer und Romanischer, auch Texrur-Schriften. Dresden 1666. Fol. Und: Vorschrif-ten vor die Zugend. Dresden 1667. Fol. Beydediese seltnen Vorschriftbücher wären von Nicl- Weiß-hun nach ihm gestochen.

— — ( ). Aus der Schweiz. Von einem

solchen hieß es i 8 o 3 . in der Allgem. Bunstzei-eung 8°. 198. er und Lollenrveider (Vollen-weider) illuminiren zu Mannheim Naturprospektemit der den Schweizern eignen Reinlichkeit undGewandtheit.

vogondi (Robert de), ein Landkartenzeich-ner, s. oben Robert de vogondy.

* Vogt. Der Bequemlichkeit des Nachschlasgens wegen sind die Künstler dieses Namens so-wohl, als vogd, veAhr, Vsir, voigrs, undvoogd , bald unten sämtlich unter Voigt (dochjeder mit Beysetzung seines üblichsten Geschlechts)rubrizirt.

* Vogtherr (Heinrich), von StettenS. 279. giebt ihn als von Augsburg gebürtigan, der sich von dort nach Straßburg gesetzt habe.Daselbst gab er ein Tbierbüchlein in Holz geschnit-ten ans Licht. In demselben findet man auf demTitelblatt die beyden Bildnisse von Heinrichvogtherr dem altern und Heinrich vogtherxdem jüngern (also wohl dem Unsrigen, und fei-nem Bruder) in Medaillen-Form'at. Gleiche Tauf-namen von zwey Brudern waren damals nichtsSeltenes. Als Heinrich den ältern betiteltMalpö wirklich den Unsrigen, bemerkt dann noch,neben jenem Zeichenbuche, mehrere (doch unge-nannte) Holzschnitte von ihm, mit 102h — 46.datirt, und führt sein Monogramm V. in einem». an.

*vogzelaer (Carl van), s. voglar im Lex.und Oben.

vohlsteen(A-) So nennt einer unsererFreunde einen uns sonst ganz Unbekannten, wel-cher Landschaften nach eigener Erfindung geetzt habe.

* vojer auch voies, vielleicht vouer(Wilhelm), von Männlich nennt ihn einen gu-ten Seemaler, welcher aber unbekannt geblieben.Von ihm besitzt in Deutschland unsers Wissenseinzig die Königi. Bayerische Gallerie zu Lust-heim s. v. voies zwey kleine Seestürme. Ge-stochen indessen hat nach ihm (s. v. vojer) Fau-bonne einen Europenraub durch den in einen Stierverwandelten Jupiter.

voigt oder voir (Andreas), Zeichner undNachbildner der Natur in Papiermache zu Rodachrm Sachsen-Coburgischen, geboren daselbst. Ir-gendwo heißt er: Bildhauer aus Gera. Men-sel III. (1809.) führt ihn unter den Lebenden auf,und nennt von ihm: Büsten, Thiere u. a. Figu-ren, die er (besonders die Thiere) äußerst treuund täuschend darzustellen wisse. In einem Schrei-ben vom 26. Jun. 1804. im Meuselschen Arch.I. ( 3 .) 149- u. folgenden, wird er ein sehr würdi-ger/ talentvoller und unermüdet thätiger Manngenannt, der 14 arme Jungens in seiner Fabrikehielt, und unentgeldlich in seiner Kunst unterrich-tete. Von seinen Arbeiten werden I. c. die un-gemein ähnlichen Büsten des Kaisers Napoleonund des Herzogs von Sachsen-Meinungen ge-nannt, wovon Exemplare an mehrere reur-

Voigt.

sche Höfe gesandt wurden (l). Diesen solltenandere berühmte Personen folgen: König Fried-rich Wilhelm III., der Minister von Hardenberg,Herder, Wieland, Goethe, Chodowiecki. In1808. wo er sich zu Gera aufhielt, sah' manvon ihm eine solche Büste Luthers (12" hoch)nach dem Gemälde L von Cranach, welche 1 Tblr.18 Gr. kostete. Seine Thiere dann werden hierbesonders gelobt, und hinzugefügt: »Er begnügtsich nicht bloß damit, nach Zeichnungen zu bossi-ren, sondern er kopirt die Natur selbst und beob-achtet sie in ihren interessantesten Erscheinungen.So begleitet er z. B. Jäger auf die Jagd, undzeichnet die Thiere sogleich, nachdem sie geschossensind, um den Ausdruck des Schmerzeus, dendas sterbende oder verwundete Thier äußert, treuaufzufassen; so, sah man bey ihm die Figur einessterbenden Hirsches, den er auf diese Art gezeich-net hatte, und wo die Natur sehr gut kopirt war."Auch andere menschliche Figuren hatte er schongeliefert; wie z. B. den ganzen Türkischen Hofstaat(22 Figuren), Nonnen, Tyroler, nackende Kin-der u. s. f. Dann verschiedene Puppenköpfe undArme, die sich durch ihre gute Form, feine Ma-lerey und schönen Lack, vor andern ähnlichenArbeiten sehr ousnahmen. Und eben beschäftigt«er sich mit Gegenständen aus der HeidnischenMythologie. Am Ende wird er von dem Berichtserstatten sehr zur Unterstützung empfohlen, damiter in seinem Fleiß nicht ermatte, u. s. w. InHeinse's Reisen d. d. südliche Deutschlandund die Schweiz (II. 220 ) heißt unter Künst-ler: Autodidaktos, und sein Bildniß Buonaparste's besser getroffen, als alle bisher bekannten.(Pr. i Louisd'or.)

voigt (A. S.) Nach der schlechten Zeich-nung eines solchen hat M. Bodenehr eine An-sicht des Königi. Sächsischen Städtchens Frauen-steins, zu Bahn's Chronick dieses Städtchens(1/48«) eben so schlecht geetzt.

— — eigentlich Vogt (Carl Friedrich), stusdirte i8os. auf der Kunstakademie zu Kopenhagen,und erhielt damals «ine Preißmedaille im Zeich-nen nach dem Modelle. Weinwich's Au»strHistorie i Danmark.

— — — — (Carl Ludwig), ein Landbausmeister zu Augsburg, wo er i 8 i 3 . alt 37 I. lebte,verzeichniß der zu der Mutter-Loge zu dendrey Weltkugeln gehörigen Brüder Frey-maurer für i 8 i 5 . S. 174.

— — (Caspar) oder Caspar von Wierandsonst voigt genannt, war Herzog Augusts vonSachsen Oberfeldzeug- und Baumeister. Er legteunter andern die ersten Festungswerke von Neu-und Alt-Dresden i 545 - und 1549. zu Dresden eineWasserleitung an, uud scheint um r 555 . gestorbenzu seyn. Michael. Frauenk. S. 91.

— — (Christian), vielleicht ein Sohn desfolgenden Wolfgang. Er erscheint in des I. G.Olearii Loemltsrium 8axo-6sIleuse.JVlttenb.1674. 4 ". S. 102. als Maler zu Halle im Mag-deburgifchen, geboren 1612. und dort — mit Hin-terlassung eines Sohnes — ihög. gestorben.

— — eigentlich Vogt (Christian Carl), einjunger Mauer - und Baumeister zu Wittenbcrsin Sachsen 1811. Er gab sich auch mit dem Stuskaturen ab, und ist der Sohn eines dasigcn Mau-ermeisters.

— — (Christian Matthäus), f. oben Sieg-mund Riede!, wo aber statt I. C. I. zu lese»ist I. L. F- Dauche.

— — (Christoph), ein Jubelier (und Gold-schmied) zu Naumburg ib2». S. die Leichenpre-digt seiner Tochter Elisab. verheirath. Krügclsteinvon C. Bertram. Braunschw. 1679. 4°. Auchvon unserm Christoph soll man eine gedruckte