Vollevens.
berg, Lieutnant Admiral von Holland um 1704.(dasselbe soll auch P. Lanjö gestochen haben);und (dies plnx. »736.) der Rathspensionar Jsaakvan Hoornbeek.
Volleven« (Johann), der Sohn. DasBildniß des Gottesgelehrten Lud. Tim. Pielathat D. Coster nach ihm (A jun. x.)
in Fol. gestochen.
v 0 1 limhaus (David Andreas), kömmt 1788.als Schreib - Rechen- und Zeichenmeister bey derlateinischen Schule in der Altstadt, zu Hannovervor. Und eben hier, in gleicher Eigenschaft 1802.ein David Anron vollimhaus, vielleicht seinSohn.
— — (David Anton), s. vorstehnden Dav.Andreas vollimhaus.
voll mann (Johann Loren;, gewöhnlich Lo-ren;), der Sohn eines Haarkräuslers, geboren zuMsihlhausen in Thüringen 1767. Während derZeit, daß er die Theologie zu Halle studierte, er-lernte er unter Prange die Zeichenkunst, zu derer viel Neigung in sich spürte, und der er sich,nachdem er ausstudirt und 1792. eine Hauslehrer-stelle zu Dolckenrode erlangt hatte, immer mehrbefliß. Ohne weitere Anleitung fleug er hierselbst auch an, sich mit dem Malen sowohl inAquarell als in Gouache und in Oel vertraut zumachen, Als er in seine Geburtsstadt zurückkehrte,trug ihm der dasige Magistrat ,800. auf, eineZeichenschule einzurichten, der er ,8,6. auch nochvorstand. Obwohl vollmann eine Zeitlang da-bey zugleich Prediger an einer dortigen Kirchewar, so gab er jedoch, verschiedener Verdrieß-lichkeiten wegen, diese Stelle 18,1. wieder auf.Vorzüglich beschäftigte er sich mit Landschaften,die er in Aaberlis Manier mit Wasserfarben aus-fertigte. Einige der schönsten Gegenden Müll-hausens, die er für den Preußischen General vonPellet, nach der ersten Preußischen Besitznahmedieser Stadt, in Oel malte, wurden der hochse-ligen Königin von Preußen geschenkt.
vollmar (Friedrich Wilhelm Heinrich), Her-zoglicher Obergartncr zu Schwerin 1798. Viel-leicht war er ein Anverwandter von JohannLonrad vollmar, der in gleichem Lande, damalsals Hofgarteninspektor zu Güstrow erscheint.
— — (Johann Conrad), s. vorstehendenFriedrich kvilh. Heinrich vollmar.
— —- wird 1271. und 1284. als Münzmei-fier zu Gotha genannt. Auch ein vollmar derjüngere kommt hier is 85 . als Münzmeister vor.Beyträge zur Geschichte der Stadt Gotha.das. 1767. 4°. S- 90. l2o.
— — f. auch bald nachstehend volmar.
Vollrveiler( ) aus Offenbach, begab sich ge-gen 1808. (s. k>. 1807.) nach London, wohin er dieKunst brachte, ZeichnungenundNote» mit Steinplat-ten abzudrucken. Er ließ sich dort ein Patent dar-über geben und nannte seine Kunst Parenr-Po-lyaurography. Andern Nachrichten zufolge, wares einer der Gebrüder Andre von Offenbach(dem der erste Erfinder dieser Kunst, A. Sennfel-der aus München, solche mitgetheilt hatte) derdieselbe ,8or. zuerst in England bekannt machte,und das erwähnte Patent darüber auswirkte,,welches dann von seinem Mitbürger vollweilerbenutzt wurde, als Andre späterhin sich nachSt. Petersburg begab. Von dem Unsrigen erschienzu London: Specimens ok polysutoAr^>Iiv.S. AichsIso n's Journal Febr. 1807. Tüh.Morgenbl. 1807. S. 987—88.
volmar oder vollmar (Georg , oder Jo-hann» Georg), Geschichts- und Landschaftsmaler,wohnhaft in Bern, geboren den sZ. Apr. 1770.
Volmar. 4ozz
zu Mengen in Schwaben. «Sein Vater ebenfallsHistorienmaler wollte ihn nicht seiner Kunst wird-men, sondern bemühte sich bey seinem Sohn dieseNeigung zu unterdrücken, der dadurch genöthigtwurde, im Geheimen zu zeichnen und zu malen;als derselbe endlich seine schon gemachten Fort-schritte sah, nahm er ihn mit, um ihn in Kirchen.und Klöstern beym Repariren und Malen derHeiligenbilder zu gebrauchen. Hier duldete derVater nie unverdientes Lob, das bisweilen demSohn, wegen seinem zarten Alter, vonNichrkennerngespendet wurde. Als endlich unter Joseph II.(im Vorder-Oesterreichischen) starke Rekrutirungenbegannen, wurde er genöthigt, das väterlicheHaus zu verlassen. Ohne Empfehlung und Lei-tung wandte er sich in die Schweiz. In Zürichwies ihn ein Unbekannter zum Pfarrer Lavater,der ihn als Jlluminist anstellte; allein das Aengst-liche und Sclavische dieser Arbeit, wie auch derkaum zu seinem Unterhalt hinreichende Erwerb,verursachte, daß er sich nach zwey Monaten vondort weg nach Lausanne begab. Mit Miniaturerwarb er nun sein Brod. Er kam in Bekannt-schaft mit einigen jungen Künstlern, durch derenUmgang mehr Licht in seine Studien gebrachtwurde; zwey derselben theilten die Wohnung mitihm, um in ihren Uebungen sich gegenseitig zuunterstützen. Wechselsweise stand einer von ihnenModell, indeß die beyden andern darnach zeich-neten. Hier las er auch zum erstenmalS. Geß-ners Brief an Füßli über die Landschaft, der fürihn von großem Nutzen wurde. Aufgemuntertetwas zu gewinnen, versuchte er die Umgebungenvon Lausanne zu zeichnen, über welche Stücke ersich des Lächelns nicht enthalten konnte, als ersie späterhin sah. Unermüdek zeichnete und stu-dirte er die Natur; in dieser Absicht durchreisteer die Thäler des WalliS, um schöne Partien undGegenden aufzusuchen. Kein Spaziergang warfür ihn ohne Nutzen. Besonders ließ er keinenschönen Sommerabend unbenutzt, um das lieb-liche Farbenspiel des Lichts im Großen sowohlals in einzelnen Parthieen, bey nahen und fernenGegenständen zu studiren und zu vergleichen. Alser sich in Bern häuslich niederließ, war er nochwenig gekannt. Seine lieblichen Landschaften er-regten die Aufmerksamkeit und den Beyfall derKenner; dies spornte ihn noch mehr an, seineKräfte zu verdoppeln; er dachte bey seinen Arbei-ten nur an den Ruhm den ein Künstler erreichenkann, nie an den Gewinn den feine Arbeiten ihmverschaffen sollten. Bey den kleinen Bergreisen,wo, wegen Anblick der großen Natur, die Seelezu erhabnen Empfindungen gestimmt wird, ent-warf er Skizzen; nur selten vollendete er an Ortund Stelle eine Zeichnung. So ward in seinerSeele das Gefühl fürs Schöne gebildet, dasnicht an Lokalitäten hängt (?). Stießen ihm schöneMenschen oder Gruppen von Thieren auf, sonahm er auch hier oder bey seiner Rückkehr insein Attelier flüchtige Skizzen. Auch bediente ersich mehrmals des Mittels, Figuren in Thon zumodelliren und darnach zu zeichnen. Als er spä-terhin ansehnliche Bestellungen in Schwcizertrach-ten erhielt, nahm er schöne Menschen zum Mo-dellstehen. Seine glühende Begierde, Italienund dessen seine Kunstwerke zu sehen, befriedigteer erst, als ihm schon die Sorge für eine starke Fami-lie oblag. Er reiste 1807. nach Rom, und Ken-ner bemerken den Nutzen dieser kurzen Reise inseinen Werken. So arbeitet er noch jetzt ganzaus Liebe für die Kunst" u. s. f. So lautet deruns mitgetheilte Arrickel eines Kenners über ihn.Von ihm führt Mensel III. vörderst an: Goua-chen-Zeichnungen; wie z. B. die Insel Ufnau(von Ebel so todtenerweckend — Hutten's Grabgenannt) im Zürichsee, im Moadlichte, und, alsPendant, das Schneegebürg im Abendroth. Diese,nebst Andern, (namentlich, drey Blatter Schwei-zerkrachten) waren auf dem ersten Schweizerschen
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