Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Wagner.

Gönner von ihm war) machte seine Gouachen inParis bekannt, wo sie den größten Beyfall erhiel-ten. Es wurde bald, man möchte sagen zur Mo-dewuth, Bilder von ihm zu besitzen. Wenn letz-tere auch mit der Zeit in etwas nachgelassen hak,so stehen seine Arbeiten doch immer noch in größ-ter Achtung; und zwar sind es vorzüglich Künst-ler selbst, die sich aufs eifrigste bemühen seine ge-tuschten Zeichnungen, seine Gouachen und Oelge-malde an sich zu bringen. Gewöhnlich bezahltman in Sachsen eine Gouache von ihm mit einoder zwey Louisd'or, aber auch nach Maßgabe ih-res Werthes weit höher. Wir wissen ein Beyspielaus unsern Tagen, wo jemand eine bloße Zeich-nung von ihm für ii Louisd'ors an sich brachte*).Llengel, der ihn noch persönlich kannte, ist einwahrer Enthusiast für Wagner. Er pflegt ihnden Raphaei der Landschaftsmaler zu nennen undgestand dem Referenten dieser Zeilen, daß dasKöstlichste für ihn, was er auf seiner Reise insAusland und nach Italien nur aufgefunden hät-te, die Gouachen und Zeichnungen gewesen wä-ren , die der nun verstorbene Roos in Wien (wo-hin er von Dresden aus berufen wurde) immernoch von unserm Georg aufbewahrte. (Diesel-ben etwa gegen 3 o. verkaufte Roos später demKunsthändler F. L. Stöckle, von dem sie, mitweniger Ausnahme an den Kunsthändler Frauen-holj in Nürnberg kamen, der solche, obwohl erselbst kein Künstler ist, doch so achtete, daß erste— ehedem wenigstens — nicht veräußern mochte).Nach Klengels Meinung besaß Dietrich in derLandschaft zwar eine freyere und routinirtere Ma-nier, dafür aber mangelte ihm das zarte und jung-fräuliche Gefühl, was Wagner aus seinem Bu-sen, wie fast kein andrer Künstler, dem Pinsel zuübergeben wußte. In 1766 wurde er Pensionairder Akademie zu Dresden mit 200 Rthlr. Besol-dung , und noch in gleichem Jahre auch Unterleh-rer an derselben. In 1766. sollte er auf landes-herrliche Unkosten eine Reise in die Fremde unter-nehmen. Er gieng nach Meißen, um seinen El-tern ein Lebewohl zu sagen, setzte dort sich derZugluft aus, wurde vom Schlage gerührt, undstarb daselbst 1766., kaum 22 Jahre alt **). AlsMensch betrachtet war er sehr bescheiden und lie-benswürdig ; er fand viele Freunde die an seinemGrabe häufige Thränen sinken ließen. Auch Ha-gedorn, der damals das Kunstwesen in Sachsendirigirte, war untröstlich über seinen Verlust; dieschönen Sachen die er von ihm besaß, kamen mitseiner Erbschaft nach Dänemark. Andre solcherfindet man noch bey mehrern Künstlern in Dres-den, die sie sorgfältig aufbewahren und sammeln;vorzüglich gehören Klengel und Zingg hierher. InOel malte er wenig, vielleicht auch nicht mir demGlücke wie in Wasser; dabey überschreiten seineMalereien selten die Größe eines Schreibebogens,und sind öfters mit dem verkürzten Namen:pinx. bezeichnet. Es ist Schade, daß sie sämmt-lich ins Blaue nachgedunkelt sind.. Die Figurenin seinen Staffirungen sind mittelmäßig; das Viehist ihm etwas besser gerathen. Wagner hat aucheinige Blätter radirt, die aber ausnehmend seltenund uns nie zu Gesichte gekommen sind. Einerseiner großen Verehrer, der sich lange zu Meißenaufhielt, sagte uns, daß er sich dunkel entsönnedrey solcher Landschaften gesehen zu haben, derenWerth jedoch nicht vorzüglich gewesen sey, näm-lich die eine mit einem Schatzgräber (blos diesehaben wir einmal in einem Gantkatalog rubri-cirt gefunden, und zwar wie es scheint mit derirrigen Bemerkung als ob es das einzige von ihm

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Radirte sey), die andere mit einem Wasserfalleund die dritte mit einigen Bauernhütten ***). —Nach ihm dagegen sollen folgende gearbeitet ha-ben: Aliamet, (s. gleich unten Weisbrod) diemalerische Quelle, und der malerische Felsen; Ju-liane WilhelmineBause, vermählte Löhr; Nicl.Colibert: tismeau prv8 Loblence (Wagnerhat jedoch Sachsen nie verlassen) eine artige Land-schaft, quer Fol.; I. A. Darnstedt, 6 Bl. An-sichten der Gegend von Meißen (zwey dieser scho-nen Stiche sind in gr. Fol. und vier in quer Fol.),und zwey Bl. andre Landschaften; R. Daudet 2 Bl.sächsische Ansichten und 2 Bl. Ansichten von Pirna(vergl. auch gleich unten Weisbrod); Carl Gottfr.T. Fader, einen Kirchhof und noch eine Land-schaft; beyde sind nicht in den Handel gekommen;I. Mich. Frey, eine radirte Suite die bey Gottl.Heß in Augsburg erschien u. a. m. Mich. Frey(wohl derselbe) eine Suite Landschaften nach ihmund Ferd. Kobel, für den Verlag von C. A. Groß-mann; I. C. I. Friedrich, eine radirte und kolo-rirte Suite von 7 Bl. sächsischer Gegenden; Ga-brieli: l'deursux LcKanAe; Friedr. C. Geyser,s Landschaften in 4° jede mit einem Einsiedlerund seiner Hütte; C. W. Griesmann, eine felsigeGegend mit einem Wasserfalle und einer Eremi-tage in quer Fol.; Carl Aug. Großmann, 2 Land-schaften mit Vieh; Chr. Gotth. Großmann, eineSuite von 12 kleinen Landschaften; H. Gutten-berg (s. gleich unten Weisbrod); C. G- Ham-mer, einige Blätter mit Ruinen; I. S. Helman:les eksumleres eo 8»xe, kl. querFol.; C. Heß:Is mort sux kats, und Liiantenr äs8 osnti-gnss, 2 Bl. in roth Kreibenmanier (ob aber wirk-lich nach dem unfern?); Carl F. Holzmann, 16oder mehr Landschaften4 Klengel, einige Blätter;Lienard (s. gleich unten weisbrod); Joh. Ma-thieu für Basan, 6 Landschaften, dann zwey Sui-ten sächsischer Gegenden jede von 4 Dl., ein Blattdarunter jedoch nach Ruisdael; Pfenninger, et-was uns Unbekanntes; I. G. Prestel, 2 Land-schaften mit Vieh nach Bisterzeichnungen (hiervonist doch wohl ein anderwärts rubricirtes Blatt,die Hirtinnen des Berges, Jda nämlich, zu un-terscheiden); die U. M. Prestel 1794. eine Land-schaft nach der Natur; Primavesi, «ine Landschaftin getuschter Manier; Ragona oder Regona,eine Landschaft: l'smour öe l'Ltuäe; Carl Aug.Richter, 6 Landschaften; Elise Saugrin, 2 Bl.Ansichten von Dresden; C. P. Schallhas, 4 Bl.schöner bergiger Landschaften mit Bauernhütten;C. G. Schule, Ansicht von Doblen (Döbeln);I. Schumann, Landschaft mit einer alten Brückequer Fol.; C. B. Schwarz, 2 Bl. felsiger Land-schaften mit Eremiten ki. Fol.; Wilhelmtne Sey-fried, eine Landschaft; G. S Stamm, Suitevon 6 Bl., Gegenden bey Meißen, nach Diet-rich (4 Bl.) und dem unsern (2 Bl.); Alexand.Thiele jun., 4 Landschaften; M. Thoenert, 2Landschaften; C. I. Toerner (a. K. Thoenert), 2Landschaften; Friedr. von Lschirschky, einige Bl.die er zu seinem Vergnügen artig radirte, welchenicht in denHandel gekommen sind; C.Weisbrod,2 Ansichten bey Dresden und 2 Ansichten beyDrüben (Düben); er und H. Guttenberg, 4 An-sichten bey Döbeln in kl. quer Fol.; bann vonbeyden und mit dem Grabstichel beendet von Dau-det und Lienard, 4 Ansichten der Gegend bey Mei-ßen; Aliamet und Weisbrod, eine Suite von6 Bl., Ansichten bey Dresden nach Wagner undHuet?); C. F. Wiegand, 2 Bl. der Eremit unddie Eremitage, in getuschter Manier; A. Zingg,2 Bl- (vielleicht noch mehr): Die Einsiedlerbutte

-') Man sehe in die Schweiz, und mau wird aufhöre» sich über solche Preise zu verwundern.

«») Von ihm heißt es bey Hübe« kurz: „Derselbe hat bey seinen Lebzeiten nicht alle des Ruhms genossen,der ihm gebührte. Nach seinem Tode wurden seine Bilder sehr geschätzt, «ud sind es noch.*

«iiü) Die beyden letztem (kleinern) sind, ohne seinen Namen, mit 176z., die größer», der Schatzgräber, mit7. 6 . vv. signirt. Alle dreye werden auch anderswo „höchst seltene, aber schwache Versuche* genannt.