Wagner.
und breite Bild aus, welches den Götterrat!)nach Homer, in 7^ hohen Figuren zum Gegenstandhatte. Dann zeichnete und etzte er ebendaselbst(1806.) die Ueberreste der Malereyen des Fca An-gelico da Fiesole in der Vatikanischen Kapelle,welche das Leben von St. Loren; und St. Ste-phan in i 5 Feldern darstellen. 6onk. Iral. Misc.B. V. S. 69. und, nebst Mensel 11 l. desselbenArch. für Rünstler B. H. St. 2. S. 18V. —Späterhin befand sich Wagner neuerdings inRom, und gicng 1812. auf Kosten des H. Kron-prinzen von Bayern zum zweytenmal nach Malta,Sizilien und Athen, um Kunstwerke für diesenFürsten zu sammeln. Schon bey seinem erstenAufenthalte zu Athen hatte er für denselben merk-würdige Statuen aus den ersten Zeiten der Kunsterhandelt. In 1817. gab dieser schätzbare Manneinen mit kunstgeschichtlichen Anmerkungen von F.W. I. Schelling begleiteten Bericht über dieAeginerischen Bildwerke im Besitze des gedach-ten H. Kronprinzen (8°. Tübingen bey Cotta),und zeigte sich hier, durch eine vollkommen ge-naue, faßliche, vielseitige Beschreibung und Beur-theilung dieser höchst eigenthümlichen Kunstwerkenoch von einer Seite, von welcher Künstler sichnur selten auszuzeichnen pflegen. Auf dem Titeldieser Schrift heißt er: Königl. Bayerscher Pro-fessor der Geschichtsmalerey, und correspondiren-des Mitglied der Königl. Akademie der Künstezu München.
Wagner (Mi. Hard.> Nach ihm, der um1775. sonder Zweifel zu München lebte, hat F.T. Junwirth ein Titelkupfer gestochen, was manauf einigen Gelegenheitsschriften findet, die we-gen des Namenstages der verwittweten Churfür-siin Antonia von Sachsen 177b, zu München ge-druckt worden.
— — (Otto). Schüler der Kunstschule zuDresden, zeigte i8r8. auf der dortigen. Ausstel-lung drey Zeichnungen in Kreide, welche Akte undFiguren nach Casanova und Matthäi enthielten.
— — (Peter Alexander), s. b. irrig Johannperer, Hofbildhauer zu Würzburg, geb. zu Un-ter- oder Ober-Lheres in Franken 1780. Der-selbe lernte die Bildhauerkunst bey seinem VaterThomas, bildete sich in seinem Siebenzehnten aufder Akademie zu Wien weiter aus, durchreisteHern ach die Schweiz und die Niederlande , undhielt sich eine Zeitlang zu Mannheim auf. In1756. kam er nach Würzburg zu dem geschicktenHofbildhauer Auwera (s. k. Anders *), und er-hielt nach dessen Tode (>77^) seine Stelle, inweicher er noch 1799. im Wurzbuvger-Hof-kalender erscheint. Er selbst war ein geschickterund fleißiger Arbeiter, st. 180g. und stin,.Anden-ken lebt in seinem vortrefflichen Sohne, dem obenangeführten Martin Wagner rühmlich fort. Vonihm kannte man schon um 1778. die Leidensge-schichte des Heilandes ln -4 Gruppen ober Sta-tionen, in Lebensgröße, auf dem Nicolausbergeaußerhalb Würzburg. — Viele Statuen und Grup-pen im fürstl. Lustgarten zu Veitshöchheim unweitWürzburg; besonders das Dianenbad. -7- DieStatuen und Urnen auf der neuen Kolonnade, dieden Residenzplatz zu Würzburg einschließt. — AlleStatuen, Gruppen von Kindern, Vasen und Ur-nen im Hofgarten daselbst. — Die Statuen NutzVasen aus weißem , etwas ins Graue füllenden,inländischen Marmor, auf der Haupttreppe imfürstl. Pallast zu Würzburg. — Dann später dievier Figuren an den vier Röhxbrunnen auf derDomgasse zu Würzburg. — Die Figur, die Zeitund Wissenschaft vorstellend, auf dem Brunnenin der Hofgasse. — Ueber hundert Altäre undKanzeln in Kirchen der Stadt Würzburg und aufdem Lande. Meusel I. III.
7). Uns bisher ganz unbekannt.
Wagner. 4075
Wagner (Policarp Samuel), geb. zu Wit,tenberg in Sachsen, wo sein gleichnamiger Vatev(ein bekannter Numismatiker) Bürgermeister undKreissteuereinnehmer war. Der unsere wurde1764. als chursächsischer Wasserbauinspektor bestallt(Dresdner pollttscherAnzelgerIahrg. 1766.N°. VIII.) hatte seinen Sitz zu Torgau und st.hier 1798 oder 1799. Er war in vielen Dingenein geschickter Mann; so z. B. ein guter Zeichner,Architekt, Mechaniker, Drechsler rc. In des C.S. Georg! Witkenbergischer Jubelgeschichte, Wit-tenberg 1766. 4°, finden sich zwey Blatt nachseiner Zeichnung. Das eine in sehr breitem Frie«senformat, mit einer großen Menge Figuren an-gefüllt, stellt den wegen der Jubiläumsfeyer desReligionsfriedens i7§h. zu Wittenberg gehaltenenfeyerlichen Aufzug dar, und ist von J.D. Schienenradirt; das andere, was von Fritzsch schlecht inFol. geetzt wurde, zeigt dagegen den Gesang derStudenten auf dem dortigen Marktplatze. Beydediese Kupfer finden sich auch in Gevrgi's ^nna-Ie8 VitemberAensss. Vitemb. 177h. 4 °- DerNachfolger in seiner Stelle war der abgedachteChristian Friedrich Wagner, sein Sohn. Ersoll dem Vater, in dessen verschiedenen Kunstfer-tigkeiten fast gleich kommen.
» — — (Salomon), s. im Lex. und untenWegener.
— (Simon). Bildhauer zu Würzburg,geb. zu Unter-Eßfeld in Franken 1742, zeigte schonin früher Jugend besondere Neigung zur Erler-nung der Bildhauerkunst. Sein erster Lehrer warder in seinem Geburtsort ansaßige Bildhauer, Jvh.Reuß. Von ihm kam er 1766. nach Würzburg zudem verstorbenen Hofbildbauer Wolfgang Auwera,unter dessen Anleitung er ein HalbesJahr arbeitete;und, hierauf trat er eine Zeit lang bey dem vorer-wähnten Hofbildhauer perer Wagner in Arbeit.Unter seinen großem Werken verdiene» die vierApostel an dem schönen Portal der Pfarrkirche zuSt. Peter in Würzburg genannt zu werden. Fer-ner: Eine liegende Figur in dem zum botanischenGarten hinter dem Juliusspital gehörenden Bassin.— Eine Menge Figuren . Vasen und Urnen in Kir-chen, sowohl in der Stadt, als auf dem Lande.—Verschiedene Monumente in Kirchen und auf Kirch-höfen. Meusel III. (ehog.) erscheint er noch un-ter den Lebenden.
^ — — So hieß auch ein Kupferdrucker zuWien 1791.
— — (Thomas). Bildhauer zu Würzburg,Vater des oben angeführten perer Alexanders:Ob es derselbe Künstler dieses Namens sey, nachwelchem I. G. Presiel alte in einem See liegen-de Gebäude, nebst einigen Schiffen, in Kupfergebracht, ist uns unbekannt.
— — (Valentin). Bürger und Maurermei-ster zu Dresden, erbaute 1667. das Rathhaus zuTorgaü, wie eine geschriebene Chronik dieser Stadtbesagt.
7-, -7- ein Maler^ vermuthlich zu
den, in der Mitte des XVII. Jahrhunderts -' vWleicht ein Nachkömmling des Vorbenannten. Eshat stach ihm gestochen: I. C. Höckner, den Chur-fürst, von Sachsen Johann Georg I., den geh.Rath Christian Neichbrov von Schrenkendorf, .denHofprediger Jac. Weller rc.; Phil. Kilian, dieLandgräfin von Hessen, geb. Prinzessin von Sach-sen, Elisabeth Dorothea. Dann zeichnete er einvon einem Unbekannten in gr. quer Fol. (vielleichtzu dem Pti entmin LuropLüm gehörig) gestoche-nes, mit einer großen Menge Figuren ausstaffir-tes Blatt, was betitelt ist: Eigentliche velmsa-rlo des Dorffs Hornhausen sampt denen darin ent-sprungenen Heylbronnen im Jahr riW.
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