Wahl.
zweyte zu Hamburg gefeyerte Neligionsfriedens -Jubelfest 1/55.
Wahl (Johann Otto), vielleicht ein Sohn desRudolph Philipp, verfertigte 175h. eine Medailleauf den Regierungsantritt des Fürsten von Anhalt-Cöthen, Carl Georg Lebrecht. In 1785. erscheinter in dem Churhannöverischen Graars-kakender, als Münzeisenfchneider bey dem Com-munionr Bergamte des Oberharzes zu Zellerfeld.S. auch unken den Art. Rudolph Philipp W.
*— — (Johann Salomon, auch nur Salo-mon), war auch Hofmaler des Königs von Däne-mark und lebte noch 1 / 56 . Er starb zu Kopenha-gen, wie Weinwich's Runst - Historie iDanmark sagt, ohne daß jedoch dieser Schriftstel-ler, der seine Sache etwas zn leicht behandelthat, das Todesjahr desselben beybringt, welches1760. ist. In der dortigen königl. Sammlung fin-det man von ihm, außer den Bildnissen der königl.Familie, das des Norweger'sDrakenberg's — desältesten Menschen unsrer Zeiten (starb 1772. sor.146.) und das von Otto Kühl — Hofnarr» Chri-stian IV., wie Hau her's Beschreib, von Lorpenhagen, der solche schöne Blatter nennt, be-sagt. Nach ihm gestochen kennt man z. B. von
I. I- Haid das Bildniß des Tonkünstlers I.Malhefon, und von I. M. Preißler diejenigen desKöniges Christian VI. von Danemark, und derKönigin Julian« Maria. War er etwa Vater desVorstehenden Dänischen Medailleurs Georg Wil-helms w?
— (Martin), Bürger zu Regensburg undMünzmeister des Bischofs von Regensburg. In»676. beklagte sich sein Herr bey dem deutschenReiche, daß er ihm eine Summe Geldes verun-treuet habe. Hirsch deutsches Münzarchiv.
II. 208.
* — — (Rudolph Philipp, gewöhnlich Ru-dolph). Derselbe, vielleicht Vater des oben an-geführten Johann Otto, war Sachsen-Eifena-chischer Medailleur, und sodann Münzeisenschnei-der zu Cellerfeld. Er epprimirte sich mit /?.
A. MM, auch L Seinen Namen
findet man auf Königl. Engl. Schaumünzen von172g, auf Prinzl. Oranifchen von 1704, und aufHerzogl. Braunschw. von 1726. S. Llad's ber.Medaill. S- 5 o. Xurnoxbyl. ?. II.
17622008. vollstand.Braunsch.Lkrneb.Münz- und Medaill. Cab. N°. 6Z7 1140jlv/j und Vorrede S. XI.VI. Endlich MadakThalercab. N°. 3647 , wo aber die Buchstaben
entweder irrig für ihn, statt für p. p.Werner angedeutet werden, oder sein ZeichenA. />. ^5 gelesen werden muß. Ob oder in wiefern er mir obigem G. w- Wahl in Verwand-schafts-Verhältnissen siuhnd, ist uns unbekannt.Nach demLhurhannöver'schenGraarskal.von 1760. war derselbe damals Münzeisenfchneiderbey dem Churhannöver'schen Bergamte des Ober-harzes zu Zellerfeld, und wahrscheinlich Vorgän-ger von Johann Drro in dieser Stelle. In D aß-dorfs numismatischem Leitfaden der Säch-sischen Geschichte, S. 299. wird eine mit 171Z.datirte Medaille von einem Wahl ohne Taufna-men (ob schon von dem Unsrigen?) auf den Her-zog Johann Wilhem von Sachsen angeführt.
— (W.), s. oben Georg Wilhelm W.
wahlenherg (C.), ein noch lebenderSchwede (wie es heißt) und Schriftsteller, dereigenhändige Zeichnungen zu feinen Werken fer-tigte. In der deutschen Uebersetzung eines sol-
Waillant. 4077
chen, von Hausmann, finden sich Kupfer die E.L. Riepenhausen nach ihm gestochen (kopirt) hat.
Wahlenberg (Georg von), gebürtig ausWormland, Amanuensis am Museum zu Upsal,i 8 o 3 . etwa 22 Jahr alt, und bey aller seiner Ju-gend schon ein ausgezeichneter Botaniker. Dane-ben (lesen wir in Weber und Mohr's na-turhistorischer Reise durch Schweden, Göt-tingen 1804. 80. S. 167. ff.) hatte er in derZeichenkunst so bedeutende Fortschritte gemacht,daß es denen Werken (botanisch- auch geogra-phisch-ökonomischen Inhalts) und dazu gehöri-gen Landkarten, mit deren Herausgabe er zur Zeitbeschäftigt ist, zum großen Vortheil gereichenwird *).
Wahlstab (Johanna). Von ihr sah man aufder Ausstellung zu Berlin 1789. einige gute Mi-niatüren.
Wahnes oder Waehnes (Caroline), s.gleich unten Joh. Heinrich W.
— — (Joh. Christoph), einMaler von Suhl,der 1700, die ganze Stadtkirche zu Königsberg,im Hildburghausischen, ausmalte. I. W- RraußBeyträge zur Hildburghauser , Rirchen-,Schul- und Landeshistorie IV. 89.
— — (Johann Heinrich), ein Maler, der inEisenach zu Ende des XVII. und Anfangs desfolgenden Jahrhunderts vorkömmt. Nach ihm hatgestochen: I. A. Boener, den SuperintendentenI. L. Gombracht (in 1691.) kl. Fol>; Krügner, denHistoriographen Christian Junker; I. G. Mentzel,ein schlechtes Titelkupfer zum Eisenacher Gesang-buch von 1712. Li°. Letzteres zeigt die Brustbil-der des damaligen dortigen Herzogs und der Her-zogin, nebst zugefügtem Prospekt der Stadt. Viel-leicht ist derjenige Maler ... Wahnes der um1760. etwa oot. 70 zu Eisenach starb, ein Sohn vonihm. Der letztre hatte eine Tochter Caroline,dort ungefähr gegen 1740. geb., die sich von ih-rem Vater im Malen unterweisen ließ, daraufgute Bildnisse fertigte, und es in der Kunst wei-ter als ihr Lehrer brachte. Vielleicht 24 Jahr alt,verließ sie Eisenach, und reiste nach Leipzig einerHeirath wegen, die sie mit einem Offizier einge-hen wollte. Seit dieser Zeit hak man in ihrerGeburtsstadt nichts mehr von ihr erfahren..
— — (Justns), vielleicht der Vater des obi-gen Joh. Heinrich, ein von Eisenach gebürtigerKunstmaler zu Jena - wo er 17,4. starb. Span-genberg's Handbuch der in Jena Dahin-geschiedenen. Jena 1819. 8°. S. 179.
— — ( ), Maler zu Eisenach; s. den ob-
stehenden Art. Joh. Heinrich Wahnes.
wahrendorf (Franz Georg, Baron von),s. unten Warendorf.
wahrest ( ). So heißt bey Jmhof VI.
4 w. ein Bildnißmaler, der in 1736. zu Londongearbeitet hat.
wahrlos (Johann Friederich), ein zu feinerZeit berühmter Zeichenmeister zu Dresden, st. dort65 Jahr alt 1761. Sachs. Rur-Bab. 1761.S. 188.
*Wahrmurh (Christian). Kurz vor seinemTode fieng der Medailleur C. wermmh an, sei-nen Namen also zu schreiben.
* wa >' llant ( ). So heißt bey Oester-
reich der Jacob vaillanr des Lex. und der ge-genwärtigen Zusätze. Der in letzter« erwähnte
») In 1812 und 181Z. hielt sich dieser, als Mensch und als Gelehrter vortreffliche Mann in Zürich auf, undgab dort fein Werk: ve vegekskiooe er climste in ttelverl» seprenrriovali etc., so wie seither (iglZ.) zuGöttingen seine klar» csrjisrorinn jtt-incipsliuM ans Licht, worin ebensalls die Blätter nach seinen Zeich-nungen gefertigt sind.
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