Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Walther.

kören; Müller und Jacob Schneewels von 1626—i 63 i. Um i6Z6. scheint er sich als Meister gesetztzu haben, ohne daß wir angeben können woselbst;in Dresden jedoch nicht.

walther (Hans Georg), ein Steknmetzgeselle,der um I/Zo. zu Dresden arbeitete; ein andrersolcher älterer

— — (Heinrich), arbeitete 1693. dort eben-falls als Geselle.

— — (Hi'eronimus), Bildhauer zu Dresden;von ihm befand sich um 1627. Emsers Statue zu sei-nem prächtigen Epitaphium in einem Schwibbogender Frauenkirche (wovon man ein Kupfer in Emsersneuem Testamente, Leipzig 1529, sieht) was aberschon 1714. sich nicht mehr in gedachter Kirchebefand. Michael. Frauenk. S. 217.

— — (Jacob), ein berühmter Maler zu Bres-lau, der zu dem Geschlechte gehörte, aus dem dieDresdner-Bildhauerfamilie dieses Namens her-stammte. Von ihm können wir nichts mehr sa-gen, als daß ihm seine Frau i 633 . abstarb. Rund-manns berühmte Schlesrer in Münzen.S. 186. Stammtafel.

— — eigentlich wallter (Ignatz). Wir

kennen nach seiner Zeichnung ein Blatt auf dieVermählung des Erzherzogs Ferdinand von Oest-reich 1771. Dasselbe ist unter der Leitung vonSchmuzer gestochen, und erschien bey Artaria zuWien. Irgendwo rubricirt man noch ein Blattnach ihm, was die Bildnisse der kaiserlichen undköniglichen Familie Franz l. und der Maria The-resia in einem Medaillon darstellt. Dasselbe sollbezeichnet seyn: )ok. )o8epti ab dauern Oapl-fer lvv. /§«at. <iel. et ser. jnc. sub

siir.

*— — (Johann). Wenn, dem Lex. zufolge,zwey walrher (dort ohne Taufnamen ), Vaternnd Sohn, Maler zu Straßburg waren, so mö-gen beyde Johann geheißen haben. In einer Bi-bel mit vielen Holzschnitten, die von Straßbnrgher in unsre Hände kam, hat sich deren ehmaligcrBesitzer hineingeschrieben: kictor

16Z7. Das von Peter Aubri gestochne Titelku-pfer zu Ludw. Caron's Unlustvertreiber, Straßb.1669. 8°, ist bezeichnet Aoü. 8. (enior?)

steh; es ist dasjenige uns vorgekommene Blatt,was auf einen Vater und Sohn solchen Namenshindeutet. Aubri stach auch, nach der Erfindungdes Arztes Flor. Schilling und der Zeichnung ei-nes der beyden Johann'«, eine (mit Engeln, Hei-ligen und allerhand altbiblischen Geschichten ver-zierte) Genealogie Christi in kl. Fol. ohne Jahrs,zahl. Nach einem solchen von I. Boulanger1671. (anderwärts heißt es 1672.) gestochen,nennt das Lex. ein Bildniß Kaiser Leopolds. Dashandschriftliche Verzeichnis der Bracken-hofferschen Runstkammer in Straßburg,nennt um 1672. einen Johann Walter, Malerund des Raths daselbst, und citirt von ihm einOelgemälde auf Holz (hoch sä Z. br. 17 Z ) waseinen Blumenstrauß darstellt. Endlich stach Match.Küsel nach Johann Walter das schlechte alle-gorische Titelkupfer zu den von B. Scheid her-ausgegebenen : lkero-liani Historiarurn Ubri Vlll.^r^sntorati rbg/j. 8°.

— — — s. oben Hans walther, und un-ten den Art. Joh. Thomas W-

— — (Johann August), der Sohn eines Pe-ruckenmachers, geb. zu Dresden, studierte die Ge-schichtsmalerey unter Casanova, gieng 1776. vonDresden nach Meißen, und verpflichtete sich alsPorzellainmaler an der dasigen Fabrik. Er hattejedoch kaum einige Monate dort gearbeitet, alser in eine langwierige Krankheit fiel, und etlicheJahre später, einige so Jahr alt, starb. Sein

Watther. 40F7

älterer Bruder (der anfangs den Beruf des Va-ters trieb, dann bey Camerata die Miniatur er-lernte) war mit Johann August 1776. in gleicheDienste getreten, und starb etliche Jahre nachdiesem zu Meißen. Er, dem eine Flugschrift dieVornamen Christian Gorrhold giebt, kam anGeschicklichkeit dem erstem lange nicht bey. Dochbewahrt der Dresdner-Kupferstichsallon (in demVolumen, was die Früchte der Dresdner-Aka-demie enthält) ein kleines gut radirtes Blatt vonihm auf; es zeigt einen antiken Kopf der eine ArtMütze tragt, und ist bezeichnet: e. 6. ^r/tüer'

so. 1764.

walther (Johann Christian), zeichnete i? 5 S.einen Prospekt des Chursächfischen StädtchensFrankenberg, den ein Ungenannter in kl. qu. Fol.in Kupfer brachte, zu Bahn's historischen Nach-richten über dasselbe, Schneeberg 1755. 4°.

— — (Johann Georg), ein Silhouetteur,besten zuerst in: Dresden zur Renntniß s.Häuser 1798. Erwähnung geschieht. Derselbebefliß sich später des Bildnißmalens in Miniatur,und lebte noch 1812. zu Dresden. Einige seinerBildnisse sah man auf der dortigen Ausstellung1810.

— — — — Kupferstecher nnd Formschnek-

der, von Geburt ein Nürnberger, der aber r 665 .die Wittwe des Formschneider Wilhelm Trau-gorrs zu Frankfurt a. M. heurathete, und in er-meldtem Jahr das dortige Bürgerrecht erhielt. Ingleichem Jahr stellte er den ersten Rathskalenderans Licht, an dessen Spitze ein noch von Trau-gott geschnittener Prospekt der Stadt, und, stattder gewöhnlichen i 4 Schöppenwappen — i 5 der-selben »als was Außerordentliches" (!) sich be-finden. Hüsgen A. S. auch den

gleich ss. Art.

— — — — Ueber einen solchen, gleichenNamens (ob denselben im Vorhergehnden Art. istuns unbekannt) entnehmen wir aus Gantkatalo-gen die unsichern Nachrichten, daß er in Gesell-schaft mit dem (jämmerlichen) Kupferstecher I.Link 1670. eine Folge verschiedener Costüme's, 12Bl. 8°, gestochen habe; nach ihm aber hättenG. Böhmer den Gottesgelehrten Lob. Ehrcnfr.Gebauer, und I. Houbraken den General Fleet-wood und den General Lambert in Kupfer ge-bracht.

— — - — ein Buchhändler zu Frank-furt am Main, der sich im Landkartenstechenversuchte, aber schlechte Arbeit lieferte. Han-der's Historie der Landkarten, Ulm 1724.8°. S. 25 . Anderwärts nennt man ihn nur alseinen Verleger von solchen, und führt eine Kartevon Franken mit seinem Lxcull. an.

— — (Johann Georg und Johann Ludwig).S. unten den Art. ihres Vaters Joh- Thomas.

— — (Johann Martin), ein Ingenieur. S.unten den Art. Martin W>

— — (Joh. Thomas), ein sehr guter Stein-schneider zu Koburg um 1780, Vater von fünfSöhnen. Der älteste, Johann, arbeitete in dieserKunst zu Petersburg. Der zweyte, Joh. Ludwig,übertraf seinen Vater und suchte sich in Nachah-mung der Antiken immer mehr zu bilden; dieserarbeitete auch in Stahl. Er und sein Vater ver-fertigten viele Arbeiten nach Berlin. Sie bedien-ten sich hierzu des versteinerten Holzes. Joh.Georg und Georg Julius, der dritte und vierteSohn, waren Goldarbeit». Mcolai I. Anmer-kungen S. 63 . Vergl. oben den Art. seines fünf-ten Sohns, des Juweliers Christian W.

— — (Lucas), wurde 1662. zum sonderba-ren Münzprobirer oder Münzwardein der Stadt