Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Watt.

Watt oder Watts (Johann), Zeichner undSchwarzkunststecher, geb. zu London, und dort blä-hend um 1770. Rost IX. scheint ihn nicht zu ken-nen. Dagegen nennen theils die Kataloge vonwmkler und Brandes, theils einVerzeichniß mei-nes sel. Vaters von ihm: Die Bildnisse Nathan.Lee's (ichs L!s<I-?oet) nach Dobsom, Vandyck's(als Jcarus, dem Dedalus die Flügel anbindet)nach Vandyck, und Joseph Baretti's *), nachReynold's; dann zwey Blätter Jagden nach A.Hondius, und die Mustek, nach A. Kaufmann.S. auch den ff. Art. W- Watt.

— — (S.). - Von einem solchen heißt es beyBasan L6. SSL. (wie richtig, müssen wir dahingestellt seyn lassen), daß derselbe eine sehr inte-ressante Folge von 84 Englischen Landhäusern ge-stochen habe. Anderwerts werden von einem sol-chen Blatter nach A. Kaufmann angeführt. S.auch den vorstehenden Art. Johann W- amSchluße.

— — (W. oder J.). Von einem solchen heißtes bey Fiorillo V. 734. »Zu den Ansichtenvon Indien durch Daniel!, von China, Aegyp-ten u. s. w., gesellen sich nun auch w. wart'sProspekte aus der Türkey, Palästina und Sy-rien, die seit 1804. herausgekommen sind **).Der vormalige Englische Gesandte in Constantirnopel, Sir Robert Ainsli, einer der gelehrtestenAlterthumsforscher, Mänzsammler rc ließ durchden italienischen Zeichner Luigi Mayer die merk-würdigste» und mahlerischsten Ansichten aus deneuropäischen und asiatischen Provinzen des türki-schen Reichs zeichnen, und nach dieser köstlichenSammlung gab nun Watts diese Sammlungheraus. Er ist mit dem Buch - und KunsthändlerBowyer in Streit gerathen, welcher gleichfallsProspekte in Palästina, angeblich aus derselbenSammlung, herauszugeben angefangen hat. Al-lein Watts bewies sein unbestrittenes Eigenthums-recht daran, und wurde nach der Verfassung desenglischen Buch - und Kunsthandels auch in seinenAnsprüchen geschützt". S. auch den gleich ff. Art.Anderwerts werden einem solchen w. wartBlätter nach Vandyck, Dopsom, Reynolds undP. Sandby zugeschrieben; wohl meist durch Ver-wechselung mit Arbeiten von Johann W.

— — ( ), ein Englischer Landschafts-

maler neuerer Zeit, und vielleicht mit dem Vor-stehenden Derselbe, bcreis'te die Schottischen Hoch-lande, und seine Bilder sollen, vornehmlich in denpittoresken Effekten der Lichter und Schatten injenen Nebelgebirgen, die Gilpinschcn Blatter nochübertreffen. Fiorillo V. 8Z0 — Zi.

Dann gab wohl einer der beiden letztgedachtenWarr's (,806.) ein Devotionsblatts?) nach Vocock,von welchem es hieß: Die Figur sey sehr gutangelegt (?) und der Stich fleißig, aber das(ungenantc) Ganze mache keinen angenehmen Ein-druck. Deffenrl. hsachr.

*warrele, s. oben und im Lex.warele.

*warrerlo, s. oben und im Lex. waeerloo.

* warrerschoot oder warrerschstt(Heinrich). Von ihm besitzt die Gallerte zuSchleis-heim eine Landschaft mit einer Leinwanddleiche-von Männlich.

* warrs, s. gleich oben Wart.

Watzdorf, s. die gleich ff. Art. Waydorff.

Waydorff, (Christian Heinrich Graf von)Herr auf Pforten, Forste, Krostau und Rodewitz,des Königs von Pohlen und Churfürsten von Sach-

Waßdorff. 5001

sen Kammerherr, Hof-und Justitzienrath, Dom-probst zu Bautzen und Domherr der beiden StifterNaumburg und Merseburg — Titels genug! Eowarder Sohn von Christoph Heinrich, einem (in denGrafenstand erhobenen) chursachstschen Kabinetsrminister, und wurde auf dessen Gute Krostau 1698.gebohren. Der unsere war «in Liebhaber der Ma-thematik und überhaupt der Wissenschaften; kamaber wegen eines Duells mit dem zu seiner Zeitin Sachsen allmächtigen Grafen Brühl 1733. alsStaatsgefangener auf die,Festung Königstein, woer 1744. starb. Seine Güter (die Brühl erhielt)wurden konfiscier und seine ganz herrliche Biblio-thek, die er zu Krostau gesammelt hatte, der Biblio-thek zu Dresden einverleibt. Grro's Lexik,der Gberlausitzec Schriftsteller B.III. Abth.s.S. 466. Andre setzen seinen Tod in 1749- §ehat zwey bärtige Mannsköpfe geetzt; den einenin qu. kl. 4 ° mit einem Lorbeerkranze, den an-dern qu. 80. m bloßem Kopfe. Man findet sieauf dem Dresdner Kupferstichsalon in dem Volu-men der Kunstliebhaber. Ein, mit L. A. dewatzdorf bezeichnetes, von N. 6 . (Pernigeroth)gestochenes kleines Bildniß stellt nicht den klüfti-gen, sondern seinen Vater dar.

Waydorff, (Heinrich August von). Maler,und seit 179b. pensionirter Königl. SächsischerLieutenant zu Dresden, geb. zu Greitz 1760. Der-selbe genoß in dem väterlichen Hause den erstenUnterricht in den Wissenschaften durch einige Hof-meister. Schon in der frühesten Jugend empfander Freude an Malerey. Dieses Talent blieb aber,wegen Mangel an Unterricht, unentwickelt, bisungefähr in seinem eilften Jahr ein benachbar-ter Maler auf dem Ritterguts seines Vaters,Hohenölssen, Namens Weber, ihm zuweilen An-leitung gab. Nach zwey Jahren bekam er einenHofmeister, mit Namen Törnberg, eines Bild-hauers Sohn aus Arnstadt, der ihm einigen Unter-richt im Zeichnen ertheilte. Im 1 .1778. gieng ernach Leipzig auf die Universität, wo er zwey Jahrestudirte, und ebenfalls einigen Unterricht im Zeich,nen empfieng. Im Herbst 1780. wählte er denSoldatenstand und gieng unter das Infanterie-regiment von Lindt. Ohne weitere Anweisung setzteer für sich allein das Zeichnen zu seinem Vergnü-gen fort, fieng auch an, in Wasserfarben zu ma-len, bis er 1788. mit dem Regiment nach Dresdenin Garnison kam. Dort wählte er sich den Hof-maler Klengel zum Lehrer, dessen Unterricht ereilf Monate genoß, und dem er alle seine, in derKunst gemachten Fortschritte verdankt. Landschaftund Vieh war sein vorzügliches Studium. Als erwieder in sein Standquartier nach Zwickau zurückgieng, fieng er das Oelmalen an, und kam auchnach und nach zu einer Sammlung von Gemäldenund Kupferstichen alter und neuer Meister, die erimmer noch zu vermehren sucht. Zu Anfang des1.1793. kam er wieder auf einige Monate nachDresden, und benutzte auch da im Oelmalen denfernern Unkericht von Klengel. Er that so Fort-schritte, daß er im Stande war, in Dresden undBerlin einigemal Gemälde auszustellen (z. B. eineKopie nach Wouwerman und zweye nach Wagner,beyde in Oel), welche Beyfall erhielten. In 1794.gieng er mit dem ersten Bataillon des Regimentsan den Rhein und machte den Feidzug mit, zeich-nete aber auch dabey Gegenden am Rhein, in derPfalz und auf dem HundSrück, nach der Natur.Mit Anfang des März 1796. kam er in sein Stand-quartier, und Im folgenden Jahr nahm er seinenAbschied. Bey der Kunstausstellung zu Dresden1794 - sah man von ihm ein Paar gute Kopiern nachA. Ostade und Lingelbach. Bey dieser Gelegen-heit heißt es von ihm (Meusel's rF.Mus.2d0.)

n) Eines, uns zu Venedig wohlbekannten gescheuten Grobians, Verfassers von Briefe» über Spanien.Vix-.v« in 3i's>g, kalesuos X. Lskierr. kol, mit einem erklärenden englisch-französischenTer'.r

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