Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Wedekind.

schon um 1687. und wohl noch weit früher. Denn1721. st. er daselbst als ein betagter Mann. LernDresdni scher Merkwürdigkeiten, Jahrg.1782. S. 85 . In gleicher Gattung arbeiteten inaltern Tagen: Seb. Zwieyer i 63 i. und 32 .;tzchttfried Stengel zu Pirna; Georg Dieneri 6 c> 4 ; Martin Weinmann, Goldschmied ausZwickau i 6 g 5 — 1702. u. s. f. Zu Leipzig UlrichGredel i5Z2; Hans Arnold i 63 o. Zu BautzenChristophBerger 1609; WolfGolerSchupuseni 58 i. u. s. f. Michaelis Dresdn. Frauen-kirche. Inscript. Tipsiens. Wagners

Budissinische Grabmäler u. s. f.

wedekind (Hans Paul), lernte als Gold-schmied und Juwelier bei Johann F. Neumann unddem berühmten Dinglinger zu Dresden von 1706 bis1712. Heinr. Gottfried Wedekind ausReichen-bach im Doigtlande gebürtig, lernte ebenfalls dortdie gleiche Kunst bei dem geschickten Rachel von1708 bis 1713. Vielleicht waren beide Gebrüder;ihr weiteres Schicksal ist uns unbekannt.

— — (Heinrich Gottfried), s. vorstehendenHans Paul (w )

— — (W. C-), ein Maler nach welchemA. Reinhardt das Bildnis von Herm. F. Kahrel(zu desselben Recht der Natur Franks, a. M. 1746.8 °.) sehr mittelmäßig gestochen hat.

Wedel (Friedrich Ernst), ein geringer Kupfer-stecher zu Kopenhagen. In Tänzer's Jagdbuche,was dort 1682 — 8g. erschien, trift man Vieles vonseiner Hand an. Lunfthiftorie i Danmark afwein wich. S. io 3 .

— — (Jeremias), Wahrscheinlich ein Dild-

nißmaler zu Wien. Auf einem mittelmäßig gesto-chenen Bildniße Kaiser Josephs I. lesen wir näm-lich : cke 8. L. 8. ^ 4 . 0. L. luv. stel. et

sers lncläi keclt; und dann Aon» k/ü'rc/r TCrar»sculp. *).

— — (Johann Michael), Mitältester derRoth- und Glockengießer zu Dresden 1810. Erscheint das Jahr darauf verstorben zu seyn.

Wedeman (Christian), erhielt 1777. auf derKunstakademie zu Kopenhagen eine Preismedailleim Zeichnen nach dem Modelle. Lunft-Historiei Danmark af weinwich.

weder ( ). Der Ganrkaralog der

Brückmannischen Gemmen und Pasten,Braunschw. i 8 i 3 , rubricirt einen Jupiterskopf mitdem Diademe, meisterhaft in einen schönen Sardo-nyx erhaben geschnitten und bezeichnet k.; washier auf geller keoit ausgedeutet ist.

Wedgwood (Jofiah), ein großer englischerFabrikant in Töpfergeschirren. Seine neuen undvielen Entdeckungen zur Verfeinerung irdener Ge-fäße und Porzellane; die reine antike Kunstform,die er ihnen zu geben wußte; die Genauigkeit,mit der in seine« zu einer kleinen Stadt angewach-senen, und von ihm Etruria genannten Fabrik,Alles unter seiner Aufsicht gemacht wurde, unddie große Zahl junger Künstler, die aus seinerSchule hervorgegangen sind, und sich nun überganz England verbreitetet haben, erwarben ihmim In- und Auslande allgemeine Hochachtung.Und alles, was er war, ward er durch sich selbst;sein Vater war ein gemeiner Töpfer. Vor ihmwurden die steinerne» irrdenen Gefäße nach Englandeingeführt; aber seit mehr als 20 Jahren har sich'sumgekehrt, und der Vertrieb der WedgwoodischcnWaaren ist ein ergiebiger Handelszweig für Groß-britannien geworden. Mit rastlosem Eifer suchteer Alles auf, was zur Veredlung des Geschmacks,den er überall auf die Antike zurückführte, und zurVervollkommnung seiner Kunst abzweckcn konnte.

r-) Hier hat sich eine Stelle aus unsern Quellen veri

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Beweise davon sind seine Erfindung eines Tber,mometers, um den Grad von Hitze zu messen,welche irrdene Gefäße bis zur Verglasung ertragenkönnen; seine antiquarischen Bemerkungen überdie Barberini- oder Portland - Vase, und seine Ab-handlung über die Ockra sriabilis ni'gro-t'usog,und das Neu - Süd - Walische Mineral, in denptniosoyIüosUrnusactlvns von 1784. u. 1790.—Um sich eine Vorstellung von dem Umfange seinerweitläuftigen Fabrike in Staffordshire zu machen,darf man nur den, zuerst 1772. herausgegebenen,und 1790. zum drittenmal gedruckten Oralc>§ueos Oamöos (s. davon eine ausführliche Anzeigein der A. L. Zeit. 1790. N°. 292.) aufmerksamdurchsehen. Zur Einsicht dann in die innere Orga-nisation seiner Fabrike dient ein von ihm entwor-fenes Reglement für seine Arbeiter: ^llreks totde wocmen in tüs pottsrzr 1783. — Außerdiesen artistischen und literarischen Verdiensten warWedgwood auch ein Wohlthäter seines Vaterlandsdurch Straßen- und Canalbau, worauf er frey-lich zuvörderst durch eigenen Vortheil gebrachtwurde. Da nämlich in der Gegend von Stafford-shire, wo sein Etruria lag, weder Canäle nocherträgliche Landstraßen den Transport seiner Fabrik-waaren erleichterten, so scheute er weder Aufwandnoch Verdruß, um auch diesfalls naher zu seinemZwecke zu kommen. So hat z. B. der Grand Lrunk-Canal, welcher die Flüße Trent nnd Mersey verei-nigt, seinen rastlosen Vermittlungen beym Parle-ment seinen Ursprung zu danken. Auf eigene Ko-sten bauete er durch die Gegend von Stafford-shire eine Landstraße von iv Meilen, und erleich-terte dadurch in einer sonst sehr unwegsamen Ge-gend den Transport auf der Axe. Uedrigens warer ein gefälliger und wohlthätigerMann, der einenTheil seiner großen Reichthümer immer zur Unter-stützung der Nothleidenden und zurEröffnung neuerQuellen der Nationalindustri'e'anzuwenden wußte.Er starb in dem von ihm erbauten Etruria in Staf-fordshire 1795. in einem Alter von 64 Jahren.Baur. In Reussen's fetzlebenden ge-lehrten England findet man ein Verzeichnißseiner Schriften. — Noch schrieb uns einer unsererFreunde jüngsthin: „Ueber die Geschichte der un-ter w. Namen so berühmt gewordenen Compost-tion oder irrdenen Masse, erzählte man mir fol-gendes zu Meißen: Ein Geistlicher in Chursach-sen, Namens Chryselius, der sich häufig mitchemischen Versuchen abgab, erstand zufällig ge-dachte Composition und zeigte solche dem GrafenBrühl (damaligen dortigen Premier-Minister) vor,um eine Stelle bei der Meißner Porzellainfabrikzu erhalten, die ihm erlaubte ungestört seiner Lieb-lingsneigung zur Chemie nachhangen zu dürfen.In Dresden hielt man aber dafür, daß seineErfindung der Meißner Fabrik Nachtheil bringenwürde; so daß er Ursache hatte, Verfolgungendieserhalb befürchten zu müssen. Chryselius ver-ließ daher Sachsen, ging nach London und machtedort mit Wegdwood, der einen Handel mit selbstverfertigten irrdenen Geschirren trieb, Bekannt-schaft, wurde sogleich von diesem nach Verdienstgewürdigt und von ihm als Compagnon angenom-men. Ein Weiteres über ihn wußte man nicht;doch glaubte man, er habe darauf seinen Zunamenaufgegeben und sich Bentley ( nicht Denthe», wieder Druckfehler des Lex. sagt) genannt. In desJ.C.Fabricii: Briefe aus London. Dessau u.Leipz.1784. 8°. S. 225. heißt es auch, daß (Thomas)Bentley der Erfinder unsrer Masse gewesen sey.Der letztere starb 1780. In öffentlichen Blättern(auch Leutschland's) von 1781. erschien daraufein Avertissement des Josiah Wegdwood, daß,nach dem Verlangen der Wittwe seines fteligenFreundes und Theilnehmers Thomas Bemley's,das ganze vorhandene Waarenlager ihrer Erd - undSteinmannfactur zu London, öffentlich versteigert