Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Weenix.

lobte, pflegte er zu sagen: Es fehle viel, daß erdas aufs Tuch gebracht, was in seiner Idee lag".Hierauf erwähnt Descamps, was zu seiner Zeit(,/54 ) in verschiedenen Französischen und Hollän-dischen Kabinetten vorzüglich zu finden war. Soz.B. bey den HH. de la Bouxiere, Blonde! deGagny und d« Jniienne zu Paris; bey H. Lvrmierim Haag; bey H. van der Linden, van Slingelandtin Dort (hier das Kapitalbild eines ItalienischenSeehavens mit Architektur); zu Amsterdam beyden HH. Braamkamp, Leender und Lubbeling;zu Rotterdam bey H. Leers; zu Middelburg beyH. Cauwerven. In Deutschland besitzen von ihm:Die Gallerie Lichrenftem zu Wien zwey Bildertodter Thiere, von mittlerer Größe; diejenige zuMünchen zwey kleine Bilder; die zu Schiets-heim viere, verschiedentlichen Jnnhaits. (S. denneuesten Catalog S. iHo.47.93. und 227). — VonDresden haben wir schon oben die Ungewißheitbemerkt, von welchem der beyden Weemxe diedortige Gallerie sechs Bilder besitze. — Berlin be-sitzt die schon genannte Herminia. Der Catalogdes alten Barsch von der ehemaligen Gallerie zuDüsseldorf nennt von den Weenix fünf Bilder,aber nur eines ausdrücklich von Joh. Baptist. —Die Gallerie v. Salzthalum besaß einst fünfe, dar-unter eine Musikgeseüschaft- und eine Landschaft miteiner Ruhe auf der Flucht nach Egypten staffirt,(das einzige uns bekannte, religiösen Gegenstands *)beydes kleine Bilder. — Don pommersfeldens. oben den Art. des Sohns; nur eins der dorti-gen fünfe tragt ausdrücklich den Namen eben die-ses letzter», keines hingegen denjenigen des Unsri-gen. — Die Gallerie des Herrn Hof- und Land-gerichts-Advokaten Schmidt zu Liel besaß (1809.)von ihm einen Seehasen mit Schiffen, (»herrlichbeleuchtet"). — Die Gallerie im Söder zweyerGeyer, der eine Taube frißt: »Man könne"(sagt der H. von Ramdohr) » die Wahrheit nichtweiter treiben"; und die perspektivische Vorstellungeiner bey Nachtzeit von Kronleuchtern erhelltenKirche (2^ 10jl," hoch, 3 ^ 11" br.) »von großerWirkung **)Gestochen sicher nach dein Unsrigenkennen wir einzig: Die Mahlzeit von lustigenLeuten beyderlei Geschlechts in einem Garten, woein Knabe einem bellenden Hund in die Nase pißt,ein schönes Schwarzkunstblatt, unter dem Namen:lo kl886ur bekannt, von N. Verkolje, und denNeapolitanischen Schäfer, von le Veau. — Nochnennt einer unserer Freunde: la 6sits baecl-yue von I. C. Delignon, und die Lustparthievon Delignon (wohl beydes die schon erwähnteMahlzeit), und endlich, ohne Angabe des Ste-chers: Zwey Jagden, und die eingeschlafeneMusikant««,. Selbst geetzt hat dieser Künstlerzwey äußerst seltene Blätter, und so verschiedenfür Zeichnung und Nadel, daß man sie fast nichtfür Arbeit desselben Künstlers ansehen kann, undsie sich wohl aus zwey ganz verschiedenen Epochenseiner Kunst her datiren müßen: Den Ochsen undzwey Kühe, incorrekt gezeichnet, und mager undschüchtern geetzt; wohl aus seiner ersten Jugend,mit seinem Namen bezeichnet: 6-ftta HVeenix.Dann den sitzenden Mann in rundem Hute, einenHund zur Seite, der den Kopf auf das rechteBein seines Herrn legt. Dies (unvollendete) Blattin sehr gutem Geschmacke gezeichnet, und mit einer

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geistreichen Nadel geetzt, die den Meister verrieth(6" 5 "/hoch, 4"gi"br.), LMkcL I. Zgi—94.

Weer (Johann), ein Maler zu Mainz, wo er1680. geboren wurde und 1788. starb. Don ihmsah man in der Dominikaner-Kirche seiner Vater-stadt ein Altarblatt. Er war ein eben so guterHistorien- als Landschaftsmaler. Mrc.

Weer (P. G.). So soll ein Maler von Lan-dau heißen, nach dem man das Bildnis LotharFriedrich's Churfürsten von Mainz kenne, durchPhil. Kilian oval in fol. gestochen.

*Weerden, s. Werden und Warben im Lex.und unten.

* Weerdt (Adriande). Als erausQuebornsUnterricht zu Antwerpen, nach Brüssel zurückkam,schloß er sich, statt den Zeitvertrieben der Jugendzu folgen, meist in seine kleine Kammer ein, und,indem er die Manieren verschiedener Meister zuergründen suchte, wurde er selbst einer nach seinerWeise. Dann aber ja in Italien ward er einNachahmer von Parmesan bis zur Täuschung.Nach seiner Rückkehr 1660. geschah' es, um denKriegsunruhen auszuweichen, daß er mit seinerMutter nach Cölln ging, wo er viele öffentlicheWerke lieferte, und dort verstarb ***). In denCatalogen deutscher Gallerien finden wir nirgendetwas von seiner Arbeit verzeichnet. Gestochennach ihm haben Jsaak Duchemius ein großes sel-tenes Blatt: Den Heiland, der den Gichtbrüchi-gen heilt; Koornhert, neben dem schon im Lex.bemerkten Leben der H. Jungfrau, eine Folge von12 Blättern, welche die vornehmsten Tugendenund Laster darstellen (darunter ein allegorischesTitelblatt); Peter Overardt, in einer Folge von4 Bl. die Anbetung der Könige, die Darstellungim Tempel, Christus unter den Lehrern, undEbendenselben, wie er in der Synagoge denJesajas erklärt; ferner, ein einzelnes Blatt:Jesus in seiner Unterhaltung mit der Samarita-nerin; endlich A.Wierix die vier Evangelisten mitihren Attributen. Descamps spricht

uoch von Lazarus, und von Boas und Ruth mitartigen Hintergründen, welche einer der geschick-testen dort ungenannten Stecher (die AuferweckungLazari wenigstens, wie wir schon oben gesehen,Düchemius) nach ihm geliefert; endlich von viergeistlichen — Jagden, wir denken wieder von Koorn-hert; nämlich, heißt es irgendwo: Die Jagdendes Geitzes, der Ehrsucht, der Wollust, undder — Andacht. Noch nennen Andere: EineGeburt (Nachtstück) und die Kinderliebe, beydeohne Rainen des Stechers -f). — Seit Abfassungobigen Artikels schreibt uns noch ein Freund:»Theils aus unterschiedenen Gantcatalogen, theilsaus eigener Anficht kann ich über diesen Künstlernoch folgendes beybringen f"f). — Zuvörderst soller selbst und zwar in dem Geschmacke Parmesan'sgeetzt haben; wie z B. Mercur mit der Minerva,ein großes Blatt; das Bildnis des Dichters JostVondel, nach J. Livens- Dann, habe er (wie unsreQuelle undeutlich sagt) Anderes, ohne Namen desStechers herausgegeben. Anderwärts nennt manunter seinem Werke (aus dem Verlage des H.Wierix)vier schön in Parmesan's Manier ausgefertigte Fo,

«) Ueberhaupt aber bemerken wir, daß alle unsere Notizzen von den Werken des Unsrigen (jene Herminia aus-genommen ) durchaus nichts darbieten, was ihm den Namen eines Geschichtmalers verliehen könnte.

!«-) Eine Landschaft mit Figuren und Thieren von ihm, ward vor 30 Jahren auf einer Versteigerung für 2001 Fr. Live.erstanden, ^c.

-S-L2) Wahrscheinlich späther als um 1570. wie das Lor. sagt; wie aus der unten ff. Literatur der nach ihm gestochenenBlatter zu erhellen scheint.

f) Sonderbar! GnnbellinL spricht von den meisten der obigen Blätter (wenigstens unbestimmt) als ob sie von demUnsrigen (s.v. de werbt) selbst, mit dem Grabstichel gefertigt wären.

ff) Was theils unser Obiges bestätigt, theils dasselbe berichtigt und ergänzt.

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