Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Loir Wehle.

wehIe (Johann). Auf der königlichen Biblio-thek zu Dresden, findet sich ein Manuskript betitelt:Da« Unschuldig Leiden, Bluwergiessen vundheilvoürdiger Todt Jesu Christi unserß Erlö-sers und Selignrachers. Mit andächtigen(Federen und gemahlten Figuren gezierer,auffpergament geschrieben: Durch Johannwehsen, Churf. Sachs. Cantzleyverwandten.i 65 Z. kl. 40. Des wehse Dedikation geht an denChurfürst Johann Georg, und ist mit Dresdeni 654 - datirt. Die hier befindlichen Miniaturen ausder Passion sind schön gemalt; der Titel laßt unsvermuthen, daß Johann solche selbst ausgefertigthabe. Mrc.

wehse ( ), ein Maler zu Glatz in Schle-

sien um 1775. Er war der erste Lehrer von A.L. Höcker. (Don diesem in künftigen Nachtragen).Schlimme!'s Bresl. Alman. I. 254.

Weibel'(S.), gebürtig von Bern in derSchweiß, und noch dort lebend in 1819. Schonin I 8 o 5 . gab derselbe: Xouvesux Principes ilsDessin 6 'apres Xature ponr le pa^ssgs, ü'unernaniers Lr-re et/acr/e (was doch, ohne Genieeben so schwer als unsicher ist), ssssines et§raves pur lui v pl. Diesem ersten Hefte solltennoch zwey andere folgen. Anderwerts heißen diesebey, Levrault und Schoell zu Paris erschieneneBlatter (besser Französisch): Principes ä'apresnature, ponr gpprenäre etc. 24 PI. kol. obl. Ini 8 ro. wurden solche aufs Neue (diesmal ohneAnzeige des Verlegers, wahrscheinlich bey demKünstler selbst) um den Preiß von 4 Lhlr. feilge-boten. Es waren (heißt es irgendwo) Blätteraus seinem Tagebuch; und wurde davon geur-theilt, sie seyen zweckmäßig, und somit empfeh-lenswerth. Seit der Zeit fertigte W. mit rast-losem Fleiß colorirteSchweißer-Prospekte, welchemeist mehr und minder berühmte Ansichten des Ber-nerschen Oberlandes, der KK- Waat und Wallis,Savoyens u. s. f. zum — fast ausgenutzten Gegen-stand hatten, und, wenn wir die Wahrheit geste-hen sollen, höchstens zum Mittelgut dieser Gat-tung zu zahlen sind. Dahin gehören 16 Bl. (zusi" Br. 14 f," Höhe Bern. Maaß) das Blatt zu14 8. de S. Dann eine Sammlung von 14 Bl.(zu 12^2" Br. 8" Höhe) zu 48 . deS. das Blatt;und endlich eine Folge von 20 Bl. (BernerschesOberland) von io"Br. zu 7" Höhe, das Blattzu 3 8. und die ganze Sammlung, braun abgedruckt,zu 16 8-

* Weich (Thomas). Von einem solchen, deraber wohl sicher kein Andrer, als der LH.Wyckdes Lez:. (s. dessen Art.) seyn wird, hat die Galeriezu pommersfelden das kleine hohe n" br.Bild eines Chemisten in seiner Werkstalte.

Weich a rd t, s. unken weickardt.

* Weichen mayer, ein irriger Name fürWephenmeyer.

Weichhold (AndreasGabriel), Sohn einesHautboisten, geb. zu Zwickau 1786. arbeitete alsStückgießergeselle zu Dresden 1810. und besuchtezugleich die dortige Kunstakademie, ^c.

weichinger (Johann), anfangs (um i/ 65 .)Münzgraveur in Diensten des Herzogs von Pfalz-Zweibrücken, später um 1770. zugleich auch alsMünzmeister genannt. Mehrerer seiner Arbeiten,gedenkt Eiters versuch von pfälzischenMünzen. S. auch Samml. ber. Medailleurs.N°> 455 .

*Weichmann( ), welcher im Lep. ohneTaufnamen erscheint, heißt, bey Malpe: Martin,Kupferstecher des X V. Jahrh, dessen Blatter bloßum ihres Alters willen zu suchen seyen. Vondenselben führt er zweye, eine H. Familie, undeinen Besuch der H. Jungfrau bey Elisabeth, jedes

Weidemann.

mit einem Monogram an, deren eines demjenigenbey Christ völlig gleich ist.

weichmurh (David), ein Münzmeister,s. oben Georg Rieße.

Weichner ( ), ein Künstler vermuthlich

zu Augsburg um 1670. Zu dem dort, 1673. 4°.erschienenem Werke des 8. Schröck pllsrmsco-poeia ^uZustuna restitllts hat Waldtreich einLitelkupfer nach ihm gestochen. Sollte etwa Joh.weidner unter ihm zu verstehen sein?

Weichsel bäum (Michael). Ein solcher ge-hörte um 1806, zu den geschicktesten Figuren-Malern (?) an der KK. Porzellan - Fabrike zu Wien.Berruch l. 11g.

Weickacr, weickert oder Weitere(Andreas), ein Goldschmied des XVII. Jahrh,zu Augsburg. Seine Kunst bestand in großer ge-schlagner Arbeit von Bildern, Vasen und man-cherlei Gerathe.

— — (Johann Georg), Maler zu Wien,geb. daselbst 1746. Unter Meytens legte er denGrund zu seiner Kunst in der KK. Dealer- undBildhauer - Akademie. Von ihm kannte man schon1789. zahlreiche Bildnisse, wie z. B. den Grafvon Herberstein; Bischof zu Laybach; Königin vonNeapel; Professor Fischer; Gräfin von Wallenstein;Fräulein Wagners Grosherzog von Toscana; Erz-herzogin Christine; Feldmarschall und Graf vonHaddik; Milico, den berühmten Sänger. Meusel II.s.v. Weitere. Ebenderselbe III. (-809.) s.v.weickardt, zählt ihn (mit Weglassung obigerNotizzen) ohne weiteres Hinzuthun noch unter dieLebenden. Dagegen setzt Baur seinen Tod schonin 1799. (s.k. 1798.) an. Im Familiensaale desSchloßes Salzdahlum steht man ein Bildniß derKaiserin Maria Theresia von seiner Hand. Nachihm soll I. E- Mansfeld die Bildnisse des Gene-rals Haddik und des Barons Friedrich von Bieder,so wie John das des Prinzen Carl von Lichtensteinin fol. gestochen haben.

— (Matthias), Hofpapierausschläger zuDresden um 1727. Man gedenkt seiner als einesgeschickten Künstlers in Figuren und Zicrrathenaus Papier, deren man sich zur Ausschmückungder Tafelaufsätze bediente.

* — — (Michel), Bildhauer und Baumeister,s. Weikhard im Lex.

Weickmann (Christoph), ein in der Kunstnicht unerfahrener Dilettant, und Jnnhaber einerberühmten Kunstkammer, die noch 1798- in Ulmzu sehen war. Letztere ist beschrieben in Th. II-von ZeiIer's Handbuch allerlei Natur- undBunstsachen. 4°. Ulm r 655 ., und dann in beson-dern Schriften die 1689. und 1741. gedruckt wur-den. In derselben finden sich Architektonische Mo-delle von Christophs eigner Hand. Der Unserewurde zu Ulm 1667, aus der Zunft der Kauf-leute, zum Rathsglied erwählt, starb hier alsHospitalherr 1681 und gab ein Buch heraus, betitelt:Neuerfundenes Bönigsspiel mit Kupf. Ulm1664. fol.

— — (G.). Maler zu München um i 557 .Derselbe — colorirte Appians Karte für den Her-zog von Bayern! Liporvsky. S. unten, dieseKarte angehend, auch den Art. Weinhör.

— — oder weickhman (I. A.), ein

Kupferstecher zu Wien, radirte das sehr schlechteTltelkupfer zu des A. ä) cie Rs§ls

srtiklcleUe än lems. Vieuns 1714. 8".

Weidemann(C F.), ein Bildnißmaler undZeichenmeister zu Hamburg 180H. Eben dort er-scheint zu gleicher Zeit eine nlaria C. Weidemann