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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Weiß.

gemachten Erfindung; die Form wurde nämlichvon ihr mit einem kleinen Pinsel (?),gemacht, inwelchem Verfahren sie auch an Künstler Unter-richt ertheilen wollte. In wie fern letztere beydeobiger Familie angehören, ist uns nicht näherbekannt.

weiß (Johann Michael). So heißt ein Bild-hauer zu Hamburg, ganz ohne Weiteres, indemHamburgischer Adreß-Handbuch desselben Jahrs.

— — oder weis (Joseph), geb. 1699 zu

Derggetreibe in Schwaben und stand bey Des-Marees viele Jahre in Arbeit, wornach er sichzu München fixirte. Er verfertigte viele Altar-blätter, als a) Nach Burgkirchen, unweit Alten-Oetting, das Choraltarblatt: Mariens Himmelfahrt,und im Aufzuge: Die Vorsicht Gottes, b) NachSchwaben: Einen sterbenden Joseph und einenJohann von Nepomuck. c) Nach Kuttenplan inBöhmen drei Altarblatter: i. Das Choraltar-blatt: Die Taufe Christi; s. Den H. Anton vonPadua, und 3 . Den H. Johann von Nepomuck.ä) Für die Michaelshofkirche zu München: DenH. Alois Gonzaga, und e) Für die Kirche derehemaligen Abtei Benediktbaiern am Schutzengel-Altare im obern Aufzuge den H. Benno. weißmalte auch in der Porzellainfabrik zu Nimphenburgmit Schmelzfarben, und führte eine Zeitlang dieAufsicht über die Maler. Erst. 1770. Liporvsky.Irgendwo wird er Miniaturmaler genannt. Vonihm, oder von seinem obstehenden Sohne Bartho-lome geetzt, und einzig mit: so. bezeichnet,

nennt der Katalog vonwinkler, als zwey kleine,aber geschätzte Blätter: Eine H. Familie, undeine sterbende Lucretia. Auf einem derjenigen,welche sein Sohn nach ihm gestochen, wird derUnsrige?ict. ^ulicu8 genannt. S. auch oben denFranz Joseph , und bald unten den JosephCarl weiß. Mit dem Einen, oder mit Beydenkönnte der Unsrige wohl Derselbe seyn.

— — — Hofmauerpolirer zu Wien 178h.

— — — Hofmaler des Fürsten von Fürsten-berg - Mößkirch 1778. Europäisches Sraars-und Adreß-Buch. Geißiingen 1778. 8°.

— — oder weis (Joseph Carl), geb. zuWurtzag bei Memmingen 1701, lernte die Male-rei bei seinem Vater Gabriel und ging daraufnach München, wo er seine Studien vollendete,auch noch nach der Mitte des vorigen Jahrhun-derts arbeitete. Man kennt ein Kupfer von ihm(wie es irgendwo heißt) was bezeichnet ist:A. inveots 6t so. und den Apeües undAlexander 4°. darstellt. S. auch oben Josephund Franz Joseph aus diesem Geschlechte. Mitdem Einen oder Andern, oder auch mit Beydenkönnte der Unsrige Eine und dieselbe Person seyn.Doch bemerke man den Unterschied der Geburts-orte und Jahre.

— — (Jsidor), Kupferstecher und Kunsthänd-ler, s. oben Gaspar weiß.

— — (I- H-) von Strasburg, ob etwa einSohn oder Sohnssohn des theils im Lex. theilsoben angeführten Joh. Martin weiß. Wasderselbe um i8»o bei Fertigung des MeyerschenReliefs und Atlaßes der Schweitz wesentlich mit-gewirkt hat, s. etwas breit erzählt in Meusel'sA. Misc. V. 620 — 23. Spatherhin scheint ersich mit H. Meyer überwarfen zu haben, undgab alsdann für sich selbst eine Generalkarte derSchweitz in Einem Blatte, welche, bis auf dieKellersche, zumal für die Reisenden, mit zu denbeßten gehörte- Irren wir uns nicht, so wurdespatherhin Weiß auch von der Französischen Re-gierung zu wichtigen topographischen Arbeiten ge-

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braucht, und steht vielleicht noch auf dem heutigenTag in derselben Diensten.

weiß (Maria Elisabeth), die Tochter einesArchidiakonus, geb. zu Zeitz 1642. Kaum vierJahr alt, kam sie nach Leipzig zu ihrer MutterSchwester, der Frau des Weinhandler's JohannBrockoff, einer gebornenAnnaMariaDeuerlin,welche letztre r 665 dort noch als Wittwe lebte.Diese »eine berühmte Künstlerin" im Nähen,Sticken und Würken, bildete auch die Unsere ingenannten Künsten aufs Beßte aus; dergestaltdaß solche, wie unsere Quelle sagt, kaum hierinvon einem Frauenzimmer übertreffen werden konnte.In 1660 heirathete sie den Pastor zu Meder (wasunweit Koburg liefen mag) Magistern Casp.

Friedr. Nachrenhofer, stark» jedoch schon r 665 .

S. ihre Leichenpredigt von I. C. Seldius.Coburg 4°-

— — (Match. Anton). Wir kennen ein Blattin qu.Fol., was (ohne den Namen des Etzers)etwa zu Augsburg erschienen seyn und zu einerganzen Folge gehören mag. Dasselbe enthalt zweyDarstellungen; die obere davon stellt die Ruinendes großen Amphitheaters zu Terragona dar:llsssirie snr le Neu 8ou8 Is8 LU8plce8 6s 8»

Imp. ot Estti. I'an 1711 par son prem.Ingenieur M-rtt/r. die untere,

nach demselben, zeigt das Grabmal der Scipione.

— — (Nicolaus) wurde 1622, während derKipper- und Wipperzeit, als ausserordentlicherMünzmeister der Stadt Nürnberg (wegen derKupfermünze) angenommen. Will 's Nürnber-ger Münzbelust. 1 . 166'. Vermuthlich ist er EinePerson mit dem r 554 gebornen, und i 63 i ver-storbenen Nürnberger Goldschmied gleichen Na-mens, dessen Bildnis in 40. von b/k. ss. (ennitxsr)geschabt, Panzers Verzeichnis Nürnberger,porrrair's 1.361. aufzählt.

— — oder weise (Paul), ein Kannen-gießer zu Zittau, s. oben Joh. Georg Schütz.

— — — erlernte, unter Joachim Puttlostzu Dresden, die Goldschmiedskunst und wurde1623 zum Gesellen gesprochen. Sein weiteresSchicksal ist uns unbekannt; zu Dresden selbstließ er sich nicht nieder. Mrc.

— — oder Weise (Peter), erbaute vo»1667 bis 1675 die Hospitalkirche zu Schneeberg.<t. Melyer's Erneuerte Ebronick vonSchneeberg. Das. 1716. 4°. S. iog. rc.

— — (Robert), ein Kupferstichverleger der

ersten Hälfte des X VII. Jahrhunderts, den manauch hier und da selbst als Kupferstecher benennenwill. Wir kennen vier Bildnisse (Maximil. vonBaiern, Christian II. von Anhalt, Heinrich vonNassau-Oranien, und Ernst Graf von Mansfeld,jeder zu Pferde dargestellt) etwas mittelmäßigin Fol. und gr. 4 ° geetzt, die theils mit /kober-LAÄ/5 Lxouä. theils kurzweg Aobe-'t be-

zeichnet sind. Ein Bildnis des Gabr. Bethlem zuPferde von 1619 gr. 4 °, und aus dem Verlagsdes Jac.Granthome, ist von gleicher Hand geetzt;und da auch andere Drücke dieses Kupfers dieAdresse des weiß tragen sollen, so mag weißden Verlag des Granthome, wenigstens zum Theilan sich gebracht haben. Ob aber Granthome (vondem wir nur Blätter mit dem Grabstichel kennen)oder ein anderer Künstler, diese Bildnisse fertigte,wissen wir nicht zu bestimmen. Die Blätter mitder Adresse des Weiß sind übrigens selten, undhaben sich im Laufe der Zeit vergriffen. Man sollderen nachfolgende kennen: Gco^ Friedrich vonBaden, Heinrich Friedrich von Nassau, Joach.Ernst von Vrapdenburg, Kaiser Ferdinand Frie-drich von der Pfalz König vo» Böhmen, ErzherzogLeopold, Churf. Joh. Georg von Sachsen, Joh.

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