Wenzeslaus.
wenzeslaus, alte Böhmische Künstler/s. oben wenceslaus.
^wenzinger( ). Maler und Bildhauerzu Freyburg in Breisgau, geb. zu Ehrenstätter inder vormaligen St.Blastschen Herrschaft Staufeni/i.. Meusell. (1778). BeyMeuselH. (1789.)wird. ohne neues Hinzuthun, lediglich gefragt:Lebt er noch? Derselbe malte die Kupole in der da-mals neuerbauten prächtigen Abteikirche zu St. Pla-sten, und ebendaselbst ein Bild über dem Eingangdes Chors. Nach Einigen arbeitete er auch, wieschon gesagt, als Bildhauer. Mc.
weppel (Franz), ein K-K-Hofgartner inPrag. Von ihm sind 1791 der dortige K-Hof-garten, und 1794 der Joseph-Veithische in derCarlshöfer- Gasse der Neustadt Prag, so wie auchder Ballabenische, u. m. a. außer der Stadt ange-legt worden; und alle beweisen den richtigen Ge-schmack dieses geschickten Mannes, und seinesGesühls für das wahre Schöne. Dlabacz.
— — oder Weppels ( ), ein Ma-
ler zu Amsterdam um 1780. Derselbe hatte dortdie Aufsicht über das schöne Hohische Cabinet.„Er bearbeitet" (sagt ein Reisender in Meusel'sLNl'sc. X. 244.) »keine eigene Ideen, sondernbessert nur alte beschädigte Gemälde aus. So hater z. B. den Marktschreyer von G. Douw zu Düssel-dorf hergestellt".
Wer, s. oben Wehr.
Werbert( ). Zweye dieses Namens,der eine mit 61 s, rubrizirt, erscheinen
im Hlmanacb äu Lommsrss äs karis 1811 un-ter den damals dort wohnenden Bautenmalern(?sintres sn batirnents).
werckmeifter, s. unken Werkmeister.
werckner, s. unten Werkner.
werckstatter, s. unten Werkstatter.
Werd (Hans), Goldschmied zu Nördlingen,und bestellter Geldwechsler dieser Stadt, oder(deutlicher) derjenige, der den Gehalt der verschie-denen Münzsorten zu bestimmen harte. In i 4 i 3war er nicht mehr am Leben. BeyschlagBeitrage zur Runstgeschichle der ReichsstadtlOürdlingen. Heft I V. u. V. S. 5 g.
— — (N. van), ein Holländischer Kupfer-stecher. S. oben Desider. Stierhorr, nach welchemer das Bildniß von Jakob Böhm, mit dem Epi-thel gestochen: kdüosopkus 'fteutonions. Wär'er nur der Aergste dieses Namens!
— — ( ), ein Rathsmaurermeister zu
Berlin i 8 c> 5 .
— sieh auch weert und Werth imLex. und hier.
* Werden (Jacob van). Sein Epitaphiumin der Marienkirche zu Danzig (deren schönes Ge-wölb er gebauet) unfern der Kanzel, enthalt Alles,was wir von seinem Leben und Schicksalen wissen.Dasselbe lautet bey Marperger S.328.
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O/t/'r/ikr' ^Vo-ne/r Os/ietk'rcs ke/rsl,
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Zck/re?'r'kcv /iLk/ri/r» /-ertckk.
Werdmülker. Zozg
Woraus man schließt, daß er zu Danzig i6oc»rot. 92. gestorben sey. Joh. a von BrandReisen, herausgegeben von H. L. vonHenning 8 °. Wesel 703. S. 14. Uebri-
gens ist er wohl derselbe, nach welchem W.Hollareinen Plan von Landrecy gestochen hat.
Werden (Jacob van), lebte in der letztenHälfte des XVlI. Jahrhunderts und benennt sich:Broker et 6sräs äs Eorps 6s 8a IVIaj. Nach sei-nen Zeichnungen haben I. Harrewyn, A. D. Perelle,vorzüglich aber Luc. Vorstermann der jüngere eineziemliche Anzahl Prospekte in Fol. geetzt zu folgendenWerken: OastsIIa st prsetoria Nobelium 6ra-bantiae. ^nt^verp. 1694. kol. (Dasselbe von Jac.le Roy herausgegeben. Antwerpen 1696. Fol.);Jas. le Koy le ^rsnäl'bsatre prokane äs Drabanä.^ la Haye 1700. fol. Andernorts nennt man nochdas Bildniß des Barons Joh. von Launay, vonJ.Troyen gestochen.
— — oder Werder ( ). Von einem
solchen uns sonst ganzen unbekannten Bildhauerbefindet sich die Büste König Friedrich Wilhelm II.im Saale der Akademie der Wissenschaften zuBerlin.
— — s. auch oben Waerden, und gleichfol-gend Werder.
Werder (Johann Heinrich), wird in demBerlin er-Adreßkal. auf 1771 als Landbausmeister des Prinz Ferdinand zu Berlin genannt.
— — (Loren;), ein Goldschmied zu Torgauin Sachsen um 1629. Da er mit Luthern in reli-giöse Streitigkeiten verfiel, so wurde ihm aufer-legt, entweder seine Irrthümer fahren zu lassen,oder das Churfürstenkhum zu meiden. I. T.Lingke Dr. LNarr. Luthers Geschäfte undAndenken in Torgau. Lechz. 1764. 4 °- S. 16.
Werdmülleroder Wertmüller (AdolphUlrich), erster Königlicher Hofmaler zu Stockholm1797. 8 c> sriAss /ü'i§5 - oc/r Owr/- Oa/erriier 1797.8tooIrIioIm 16°.
— — (Conrad, Heinrich und Jacob), Söhnedes nachfolgenden Georgs, welche im Lex. amSchluß des Art. ihres unten ff. Bruders JohannRudolfs erscheinen, übten sich, neben andernStudien, auch in der Bau- und Malerkunst. Indem Bürgerkrieg 1712 hatte Lonrad sich, alsCommendant in der Schanze auf Hütten, einenbesondern Ruhm erworben. Nach Heinrich (blü-hete um 1680) hat I. Meyer sechs Schar-mützel in van der Meulen's Geschmack gestochen.Marperger S. 4 ZZ. sagt von ihnen»Dieselbenund ihr nachfolgender Bruder haben in der Bau-Maler- und Bildhauerkunst » herrliche Specimina"hinterlassen, von welchen noch »die gemaltenSachen" (wohl von Johann Rudolf verstehtsich) --in unterschiedlichen Kunstkammern zu fin-den find". — Jacob (a. K. Johann Jacob) gabmehrere Schriften über die Kriegsbaukunst zuFrankfurt a. M. l 685 —1689 heraus. Es befindetsich darunter ein itztj-seltenes Werk, betitelt: pro-birstein der Ingenieure. Mxc.
— — (Georg oder Johann Georg), Vater derdrey Vorbenannten, Tonrad u.s.f. u. des nachfolgen-den Rudolfs, geb.zuZürch in der Schweiz. »SeineVerdienste brachten ihn zu der Würde eines Rakhs-herrn von der Freyen-Wahl und obersten Feld-hauptmanns zur Beschützung des Vaterlands. —Der Ruhm seiner großen Eigenschaften bewogenCarl Ludwig, Churfürsten von der Pfalz, derbesser als irgend ein Prinz die Vorzüge diesesMannes zu schätzen wußte, daß er ihn im Jahr1648 zu seinem obersten Ingenieur ernannte. —Ao. i 665 ward er Oberst in Venetianischen Dien-sten. Allein die Liebe zum Vaterland überwog beyihm, daß er sich demselben gänzlich wiedmete»
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