Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Wizani.

rirt; Tönert eine Anficht in Vogelperspektive dersogenannten güldenen Aue in Thüringen, zu: DerTraum der Winternacht von C F. von Kamiensky,herausgegeben von C. A. Braun. 8°. Leipz. 8o6.Der U»,rige st. zu Dresden 1818.

wizani, s. oben witzani.

ffwizisnelli ( ). Ein solcher (Wann?

Wo?) malte Geschichte mit Architectur und Rui-nen. L-V.w.

wlach (Bernhard), ein Böhmischer Bau-meister, von dem die Pikarditen ihHi ihre Kirchezu Brandeis erbauen ließen, welche er inner Jahres-frist vollendete. Dlabacz.

Wlochorvic (Sebastian), ein Maler undRathsherr zu Przemysl in Pohlen, wo er i 65 ostarb, alt 5 gJahr. - lVlonu-

rnentL 8rrrmatarulir. Lracovise i(i 55 . lol. p-5g2.

wlomerg (Alexander), ein Ingenieur zuAnfange des XVIII. Jahrhunderts. Eine Auf-nahme von ihm, hat I. G. Krügner zu desSam. Lentz: Haus Anhalt. Cvthen undDessau 1707 Fol. gestochen.

wacher (Marquard), ein Sohn des nach-folgenden Theodors, geb. zuSeckingen in Schwa-ben 1758. Zuerst Schüler seines Vaters, nachherL. Aaberli's zu Bern, wo er es durch Talent undanhaltenden Fleiß so weit brachte, daß er baldfür einen der glücklichsten Nachahmer desselbenim Zeichnen, Etzen und Coloriren merkwürdigerSchweizerprospekte. Costume's u. s. f. geschätztwurde. Als zu Bern wohnhaft nennt ihn Men-sel II. noch 178g und Rost II. vollends noch >796;späterhin (und wohl schon früher) ließ er sich zuBasel hauGablich nieder *). Schon um 1789kannte man von ihm in gedachter Manier:

Ansicht vom Gurnigel - Bad , nach der Na-tur 177g.

Die Schwinger am Oster-Montag zu Bern **),von Zanmer vollendet.

Zwanzig colorirte Blatter, Bauern und Bäuerin-nen , in den Trachten verschiedener Schweizer-Kantone , nach G- Lory u. a. ***).

Das Lauterbrunner - Thal mit dem Stanbbache.Dies gemeinschaftlich mit Lory.

Das Gotteshaus Einsiedeln, nach Aschmann.Das Hinauf- und Hinabsteigen des H. vonSaußüre aus Genf, auf den Montblanc(is" hoch, 17" br.) 1787. Späterhin (i7g5.)bewog ihn der Wunsch vieler die Schweizbereisenden Fremden, auf Einem Blatt, undin einem mäßigen Raum, die abstechendstenweiblichen Trachten mehrerer Schweizer-Kan-tone beysammen zu haben, zu dem Entschuße,18 derselben, in Miniatur und in Gouache ge-

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malt, in Form — großer Rockknöpfe, aufdas Lreueste darzustellen ^).

Als unsicher-fd wird ihm auch zugeschrieben:

Das Blatt, worauf Ludwig XVI. mit seinerFamilie im Temple, nebst den wachthabendenCommissairs, dargestellt wird, welches imMärz 1793 auf Unterschrift eines Reichs-thalers erschien.

Zuverläßig hingegen von ihm waren, zu An-fang des XIX. Jahrh.

Das Vater-Unser eines Unterwaldners, nach derZeichnung von M. Usteri in Aqua-Tinta geetztund, auf Verlangen, auch von dem Unsrigenausgemalt. (Mit dem Titelbl. 8 Blätter inQuarto). Pr. der braunen, 2Ld'or; dergemaltenK Ld'or

Aber wichtiger als dieses Alles, und was vonden großen Talenten unsers Künstlers allen Ken-nern die unzweydeutigste Ueberzeugung gab, wardie auf dem ersten Berner - Kunstsallon (180.4.)ausgestellte wunderschöne Miniatur seiner Kopienach Raphaels Bildniß der Johanna von Arragon;und auf eben demselben eine Landschaft von ihm:St-Jakob bey Basel, von der feinsten Toccirung,und wie aus der Camera obscura ins Lebengezaubert.

In unsern neuesten Tagen gerieth H. wacherauf den schönen Gedanken das erste Panoramavon unserer Schweizer«Gebirgsnatur zu liefern,und wählte zu seinem Standpunkte Thun, alsVorstadt des Bernerschen Oberlands. Wie vor-trefflich ihm solches gelungen sey, bezeugen aber-mals alle Kenner dieser Kunstgattung. Dasselbe stehtzu Basel in einer von dem Künstler dazu eigenserrichteten Baute aufgestellt, und wird dort Frem-den und Einheimischen gegen eine sehr unbedeu-tende Remuneration, wenn seine seltene Muße esvergönnt, mit der liebenswürdigsten Gefälligkeitvon ihm selbst vorgewiesen.

Eine colorirte Ansicht der Stadt Aarau vonihm nennt noch der wmklersche Gantkatalog.Dann einer unsrer Freunde, als nach ihm, vonP. W. Schwarz: Den alten Bauer, der Holz untermArme trägt, in Luschmanier; Haldenwang (1798in Aquatinta): Ansicht des Jungfrauhorns, denWasserfall nebst der Mühle bey Ragatz, und (diesKopie nach Claude Lorrain): Die heimkehrendeHeerde: letztres Blatt mit dem Grabstichel.

w 0 cher (Theodor), des obigen MarquardsVater, gebürtig von Gelingen, ein geschickterBildniß- und Gattungsmaler, der sich um 1779(damals schon seit ungefehr 12 I.) in Bern auf-hielt. Menseln. (1778-) nennt ihn Zeichner undKupferstecher, und führt von ihm an: Figurenin orientalischer Kleidung, alte seltsam heraus-

«) Schon in Mensel'« N. Mus. (-795 ) S. 46z. heißt es, daß ihn der Architekt Bühel zu Basel schonvor mehrere Jahren zu seinem Gehülfen gewählt habe.

Nicht nach der Natur, ist wohl ein Druckfehler bey Mensel II. u. m. Bey Lvinkler heißt solchesvielmehr ausdrücklich: keiac ck'spres osiurs, iwillücriss aoiuposilioa; rrrinille LU lsvis psr

E) Das detailliere Verzeichniß derselben s. bey Mensel H- u. lll.

-f) S. das Verzeichniß derselben bey Mensel lll. und im N> Museum S. 465—66. Pr. 36 Livr. deFrance.

ff) Denn eben auch unsicher war damals dergleichen eben auch für einen — Schweizer-Künstler.

Ziemlich wegwerfend spricht davon daS Meuselsche Archiv B. l. (z.) 29— 4 «.