Wölcke.
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Wohlhaubter.
iZ. Das Innere eines gothischen Gebäudes Mitdrey Gewölbern. 4°-
14. Drey Bauern in Unterredung, wahrscheinlichzur Zeit des Bauernkriegs. Dies mitWohl-gemuths und Dürers Zeichen. 8^.
, 5 . Noch nennt endlich Mslps (wir wissen nichtmit welchem Grund) von dem Unsrigen eineFolge Französischer Könige in Holzschnitt,für ein in ,460 gedrucktes Geschichtsbuch.Und eben so unsicher noch eine unsrer Notiz-zen: Pilatus, der die Hände wascht; einenSt. Augusiin, und die Bildnisse siebcii alterRechtsgelehrten: I. Andreae, A. de Du'tria,W. Durandi's, Gratians, Odofredo's, A.Roselli's und I. Setzer's *).
Die zn Anfang dieses Art. erwähnte Inschrifthinten an dem Alkarblatte zu Zwickau lautet,wie folgt:
„Nach Christi Geburt vier hundert und im neunund siebenzigsten Jahr, am Sontag Laetare, sindübereinkommen, der gestrenge Merken Römer,die Zeit Hauptmann zu Zwickau, und der erbareRath allhier, Paul Strödel, die Zeit Bürge-meister, Caspar Sangner, und Thomas Wilderer,Alter-Leute, mit Meister M-chelWolgemut, Ma-ler zu Nürnberg, umb dieses gegenwertige Werk, dasda allenthalben gestehet Vierzehen hundert NeinischeGulden."— Noch bemerkt uns einer unsererFreundeüber den Unsrigen: »Auch das (schon genannte)schöne Gemälde am Hauptaltare der Pfarrkirche zuSchwabach ist, wie Reichard's Oassagierbesagt, von seiner Hand; dann, wie es ander-wärts heißt, ein Prospekt von Nürnberg, dersich in der dortigen Lorenzkirche befindet. LetzteresGemälde hat I. F. Volkart (178g.) in qu. Fol.gestochen. Sein Bildniß hat auch V. 8. ss. (VirgilSolis) in 4° radirr; das einseitige Medaillon mitseinem Bildnisse ohne Namen, was A. Dürer G08auf ihn fertigte, hat sowohl Doppelmayr,als auch Will in seinen hZürnb. Münzbelu-stlg.'IV. lZg. abgebildet. Imbof's Samm-lung eines Aürnberglschen Münz-EabinersTh. l. Abkh. 2. S. 948. nennt ebenfalls ein vonDürer auf ihn poussirtes einseitiges Medaillon,aber ohne Jahrszahl (und Umschrift).
Wohlhaubrer (Cmanuel C-, gewöhnlichEmanuel), ein von Salzburg aus einer gutenFamilie gebürtiger Maler, der sich weit und breitin der Fremde umsah. Wahrend der Zeit, daßer bey Colomba in München konditionirte, erhieltdieser, von Fulda aus, den Auftrag, einen gutenKünstler dorthin zu senden. Er schickte unsernEmanuel, der dann auch sogleich als Hofmalerbort installirt wurde. Von diesem sehr geschickten,obwohl (bisweilen fast auf die Weise des Piazzetta)etwas manirirten Künstler, der außerhalb Fulda(wo man ihn meist nur mit seinem VornamenEmanuel nennt) fast gar nicht bekannt ist, findetsich in gedachter Stadt noch Verschiedenes vor.So z. B. in der Sodalitatskirche die Frescomalereyin Oel, und Alles andere; in dem Orangerie-hause die Frescomalerey; auf dem Frauenbergein der Kirche neben der Orgel ein Cruzifip, Staf-feleigemälde rc. In Privakhausern dann Histo-rien- und Hciligengenialde auf Holz, Leinwandund hinter Glasscheiben in Oel gemalt; öftersmit artigen Landschaften und fleißig ausgearbeite-ten Thieren und Gewürme ausstassirt. Er bezeich-net sich zuweilen p., zu-weilen L 0. p'mx. 1726, am öfter-
sten aber gar nicht. Emanuel st. zu Fulda um
1768 ek!va,7v Jahr alt; seine Tochter heirathete1747 den nicht minder geschickten Maler Joh.Andr. Herrlein, dessen wir in künftigen Nach-trägen gedenken werden.
Wohlhaubter (Franz), ein Maler undBürger zu Brünn in Mähren, wo er 1698noch lebte, vielleicht der Vater des VorstehndcmDlabacz,
wohl m urh(Bonifaz), ein BöhmischerK-K.Architekt, der das in , 64 ^ abgebrannte König-liche Schloß zu Prag wieder auferbaut hat,Dlabacz.
Wohmann( ). Nach einem dieses Na-mens hat A-Reinhard das Dildniß eines Norwe-gischen Geistlichen, Juarius Brink, gestochen.
Woidsko ( ), Baumeister des Königs
von Pohlen, Mincislaus I. mit dem er zugleichden christlichen Glauben annahm und sich i. I.965 taufen ließ, Sein Herr schickte ihn daraufnach Rom, damit er die Kunst noch besser studirenmöchte. Bey seiner Rückkehr von dort brachte etnoch mehrere andre Bau- und Maurermeister mitsich, die ihm bey dem Aufbaue der Kirchen rc.an die Hand gehen sollten. Löllner's Be-schreib. der Grabt Wolau. Zweyte Aufl. Bu-dissin 1728. 8°. S, 25 . 48i.
Wokurka (Dominik), ein Mechaniker undMüller von Lowositz in Böhmen. Derselbe warin der Wasserbaukunst sehr erfahren', und baute,neben Andern,, mit vieler Geschicklichkeit eineMühle zu Wrssowicz, wo er in der zweytenHälfte des XVHI. Jahrh, in hohem Alter starb.Dlabacz.
— — (Prokop), des obigen Sohn, zu
Wrssowicz 1730 geb. ebenfalls ein treflicher Me-chaniker. Um seine diesfälligen Kenntnisse zu ver-mehren, ging er auf vier Jahre in's Ausland.Nach seiner Rückkehr erhielt er ,776 die Mühlezu Patek, zu welcher er alle mechanischen Apparatebewundernswürdig künstlich verfertigte, und da-neben seines edeln, sanften Charakters wegen all-gemein geehrt wurde. Dlabacz setzt ihn i 8,5noch unter die Lebenden.
*Wolafton( ). Nach einem dieses Na-mens (der aber nicht unwahrscheinlich mit demI. Woolaston des Lcx. Derselbe ist) hat G. Vertuedas Bildniß des Theologen Spieker (etwa Spinkes?)gestochen.
Wo lavv ka (Paul), von Zdraskowicz in Böh-men gebürtig, hielt sich zu Prag 1H98 als Ma-ler auf. Seine eigene Abbildung hat er in derWohnung eines Johann Alesch, Raths der Neu-stadt Prag abgezeichnet, und dieselbe diesem letzt-genannten geschenkt. Dlabacz.
wölberger(Anton), K.K. Münzschmiedten-Meister zu Prag, um 1742. DlabacZ.
Welches (Math ). Ein Gantkatalog nenntdenselben mit allerhand Handzeichnungen von Pla-fondsiücken, religiösen Allegorien:c.
Wolcke, eigentlich Wolke (Christian Hein-rich), Russisch-Kaiserlicher Hofrath und Professor,Gelehrter, Kunstliebhaber und Selbstkünstler, geb.
>) S. übrigens über wohlgemuth als Stecher die fast siegreichen Zweifel von A- Sartsch, oben s. v.wenccslas von Dlmüiz. Doch. wollten wir das, was Andere darüber beygebracht haben, unsernLesern nicht verhehlen.
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