Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Wolf.

Zwey Bacchantinnen,

Einige nach der Natur gezeichnete Akte.

Mehrere Vignetten und Titelkupfer zu Büchern.

Einige Porträte.

Von dem oben erwähnten Blatte von MenoHaas, welches i8u6 zu i. Friedrichd'or Subscrip-tion angekündigt wurde, heißt es irgendwo: »Daßsolches in der wahren Manier in Strichen (?) aus-geführt sey, und daß Friedrich der Große darineine sprechende Aehnlichkeit habe." Außer demoben nach Merisel III. Angeführten kennen wirnoch von ihm selbst, aber mittelmäßig radirt, einBlattchen zu dem Almanach Hortensia, von A.Kühn. Berlin 1812; dann ein solches zu dem Al-manach Vergiß mein nicht, von H. Clauren.Leipzig 1818; und zu (nun wirklich Claurens) Al-manach gleichen Namens für 1819 ein artigesBlattchen; auch soll er zwey allegorische Titelku-pfer zu C. Schöne's: Gustav Adolphs Tod, undzu desselben: Macht der Leidenschaft, die beydekl. 8°. zu Berlin 1818 erschienen, geliefert ha-ben. rFach ihm dann sollen aber noch folgendeBlatter vorhanden seyn: Von D. Berger, daserste Jahrhundert der Russischen Monarchie, mitden Bildnissen der Russischen Monarchen in Aqua-tinta sehr gr. Fol.; von F. W. Bollinger, dieKönigin Louisa von Preußen und der bekannteMajor Schilt 1809; von F. Jugel, der EinzugNapoleons in Berlin (die Bildnisse auch besondersauf einem Blatt in Umrissen); der Einzug derVerbündeten in Paris 1814 gr. qu. Fol.; Fried-rich der Große, ganze Figur; der Abschied desFreywilligen von seinem Vater; Friedrich Wilhelmbesucht das Lazareth in Bautzen; von Krethlow,ein Blakt auf den Tod der Königin Louise (Pra-numerationspreis 6 Rchsth.); von G A Lehmann,das Dildniß des Grafen F. A. von Kalkreuth.Ausserdem haben Bollinger, F. Volt, C. Büscher,M. Haas, Meyer, J.Stöber rc. viele kleine Blätterfür Bücher und Almanache nach ihm gefertigt.

Wolf (Ludwig), ein Christallschneider zu Wiendessen Wittwe noch 1783 seine Geschäfte fortführte.Hof- und Sraars - Schematismus v. Wien1786.

— — (Matthäus), Vater des obigen Ionas,wqr Baumeister des Herzog Albrechts von Bayern,und starb zu München i 665 . Lipowsky.

— — (Michael), Baumeister zu Weimar, in1626. dort zum Bürgermeister erkiest, starb i 635 .Werren's Weimar.

— — -7- — Bürger und Goldschmied zuFreyberg in Sachsen. Von ihm findet man in derKirche zu St. Nicolai daselbst ein Kruzifix, wasmit seinem Namen und dem Verfertigungsjahri6ho bezeichnet ist. Grübler Freyberg. Be-gräbst. THI. I- S, 563 .

— — (Niclaus), Gefchichtsmaler zu Dres-den, geboren zu Kopenhagen 1762 und noch zuDresden lebend um 1809. Derselbe studirte inder Akademie seiner Vaterstadt, besonders unterdem Professor Mantelberg, (richtiger Mandel-berg). Um 1790 kam er nach Dresden, um diedortige Akademie zu benutzen, und alsdann nachItalien zu gehen (ob er dahin gegangen sey, wirdnicht gesagt). Von ihm kennt man, neben meh-rern Bildnissen, ein Altarblatt für eine Dorfkirchebey Kopenhagen, die Grablegung Christi, beynaheLebensgröße. Meusel III. Ueber diesen Künst-ler meldet uns noch einer unsrer Kunstfreunde:

» Auf der Akademie seiner Geburtsstadt erhielt erPreißmedaillen im Zeichnen nach dem Modelle

Wolf.

1779 und 1781, und in der Malerkunst 1781 und1780. Obwohl dieser nicht ungeschickte Künstlervon Dresden aus , auf Kosten der Dänischen Re-gierung nach Italien reisen sollte, so blieb er dochin dieser Stadt seit seiner Dahinkunft 1798. Erhatte sich dort so der Lüderlichkeit und dem Trunkeergeben« daß alles das Viele, was man von Ko-penhagen her für ihn that, nicht vermögend war-ihn aus seinem Schmutze zu ziehen. Auf derDresdner - Ausstellung i8ri, sah man von ihmvier Oelgemalde aus Wicland's Schriften: Eineglückliche Familie (nach dem goldenen Spiegel),eine Scene aus dem VII. Gesang des Oberon,und zwey Scenen aus dem Agathen. Aiclauserschoß sich endlich i 8 i 3 zu Dresden. DieserStadt hat er, neben seinem Leichnam, ein Änden-ken hinterlassen, indem nach seiner Zeichnung derdortige geschmackvolle — Leichenwagen erbautwurde."

Wolf (Peter), ward ,583 zum Hofgoldsfchmied, Eisenschneider und Wardeiir zu Berlinauf ib Jahre angenommen. Von ihm sind ver-muthlich die um diese Zeit geschlagene Münzengeschnitten. In seiner Bestallung ward auch vor-geschrieben, wie er das, was ihm der Churfürst^Metallist (?) Leonhart Tburneiser in bewußtenGoldschmel; - und Gießungssachen auftragenWürde, ausrichten sollte. M-c.

— — (Sebastian), ein Maler, der von 1S8Cbis 1689 zu Frankfurt am Main wohnte. »Obderselbe" (sagt der tausendlustige Hüsgen N. A.121.) »nach seinem Namen wölf (sowieIeemannSeeftürke) oder was er sonst für Gestalten durchseine Kunst in die Welt gesetzt hat, konnte mir,aller Anfragen ungeachtet, niemand verrathen.''

— — (Thomas, oder auch Johann); einGoldschmied zu Nürnberg, dessen Bildniß einUnbekannter in 8° gestochen hat. Diesem Bildnißzufolge war er 1624, 53 I. alt; es existiren da-von aber (wenn wir anders panzern recht ver-stehen) zweyerley Abdrücke, mit obgcdachtem un-terschiedenen Vornamen.

— — — — ein Juwelier zu Leipzig,

welcher die Tochter des dortigen GoldschmiedsSimon Litzinger's 1097 ehlichte. Aritzin-gers Leipzig S. i 4 ».

— — (Urban) ein verarmter Goldschmied vonAugsburg, der i 6 Z 6 durch Dresden ging, woihm seine Innung ein Almosen von i fl. 5 Gr,gab. ^c.

— — (Wenzel). In des C- G M. geschicht-lichem Verzeichniß aller öffentlichen Lebensbestra-fungen, welche in Fittau sind vollzogen worden1774 4°. G- 28 heißt es: „Im I. 1702 wurde» Wenzel Wolf, ein Maler, welcher vor einigen»Jahren schon in Zittau und Ostritz, u. a. Orten„ mehr, den Staubbesen bekommen hatte, mit dem„Rade vom Leben zum Tode gebracht, weil er,„nebst mehrern Diebstählen, sieben Kirchen erbro-„ chen und beraubt hatte."

* — — ( ). Ein solcher (vielleicht der

Aaro» Wolf des Lex.) wird 1728 als Edelstein-schneider zu Dresden angeführt im LebendenKönigl. Dresden.

— — oder Wolfs Diesen Namen findetman auf Königl. Englischen Schaumünzen, von174h und 46 . S. vollstand. Braunschw,Lüneb. Münz - und Medaillen - Cabiner,N°. 1170 und 1178.

— — ( > Ein solcher war Münzmeister

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