Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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§126

Zader.

Mittel, ergriff er ohne Unterschied die, welcheihn zu dem erwünschten Zwecke führen konnten.Er suchte einzig die Wahrheit, verfehlte solcheselten, und gab solche mit Geschmack. Das,was einige seiner Blatter noch ganz besondershaben, sind seine schönen Himmel, die man sonstin Etzarbeiten, und zumal eben in denen vonMalern gefertigten, selten findet, da es ihnenan Geduld und Kunst hiefür gebricht." Noch be-merken wir Hermanns von ihm selbst geetztesBildniß, in 1660, von einem (uns unbekannten)D Saftleven gemalt. Endlich, daß ein io"2", br. und 8^' hohes sehr hart und roh bearbei-tetes Blatt: Die Schnitter rubrizirt, ihm fälsch-lich zugeschrieben werde. Asch dem Unsrigen ge-stochen kennt man vier schöne und seltene Rhein-gegenden von I. van Aken; vier andre (See-gegenden) von I. Almeloveen; vier andre (Ge-genden um Utrecht) mit V. v. n. Iec. bezeichnet;zwey Blatter von C. Ploos, und wieder zwey(in Zeichnungsmanier) von H. Spilmann; eineLandschaft von A. Winter, u. s. f. Auf den Stichennach dem Unsrigen wird er gewöhnlich nur mitseinem Taufnamen Hermann genannt. //^rrL/er-.

Zader (Hans Christoph von), SchwedischerIngenieur-Capitain zu Stockholm 1691. UnterMehrerm, was er über die Kriegsbaukunst schrieb,ist besonders sein Buch: Die verstärkte Vestung(Stockholm) 1691. kl. 8°. Theil!, (ein weitereserschien nicht davon) so wichtig, daß es A.Böhmin dem Magazine für Ingenieure und Artilleristen!.Gießen 1777. gr. 8 °. von Neuem abdrucken ließ.

Zaech (Andreas), eigentlich Zach. Ein Bau-meister zu Wien 1791. Wienerisches Lom-merzial-Schema auf 1791.

* — — (Christian), Maler zu Salzburg.Die von ihm 16H7 gefertigte Kopie eines wunder-tätigen Marienbildes findet sich unter dem Altar-blatte, was die Himmelfahrt Mariä zeigt, in derKirche auf dem Plainberge bey Salzburg. DieSakristey dieser Kirche bewahrt das Original.Hübner's Beschr. v. Salzburg!. 549.

* — — s. auch auch im Lex. und untenZech.

Zacherl (Franz), gebürtig von Hall in Ty-rol, ein geschickter Bildhauer, arbeitete zu Wienzwischen den 1 .1766, und 1780, und war Mit-glied der dortigen Kunst-Akademie noch 178b.Füßll's Anna!. II. 3 o. — Hof- und Staats-schematismus von Wien.

Zaen, auch Säen (Gilles oder Egidius).Nach ihm soll Heinr. Hondius 1600 eine Folge von»4 Blattern gestochen haben, betitelt: klsissnrs

I.amZsckaü'ren. SodannF Bastesers einen Kampfzwischen Soldaten und Bauern. Anderwerts citirtman noch einen in der Wüste predigenden Johannes,von H. Hondius nach ihm. ^c.

Zaengerle (Caspar), Baudirektor im Vorder-Oesterrcichischen 1799. Staats- und Adreß-handbuch des Schwäbischen Greises auf1799. Ulm. 8 °. II. S. 224.

*Zaenredam (Peter), s. Saenredam imLex., oben, und in künftigen Nachträgen. Nachihm führt der Winklersche Gantkaralog 8. V.Zaenredam einen großen Markt vor dem Rath-hause zu Amsterdam, mit einer Proceffion, und

Zagel.

das Innere einer großen Kirche, wieder mit einersolchen, beyde von I. van Beide gestochen an.

Zafari (Niclaus). Mit dem p. eines solchenbezeichnet, findet man eine Madonna in griechi-schem Styl, bey dem H. Bischöfe zu Padua,Dondi dal Orologio. ^c.

*Zaffani, eine verdorbene Schreibart vonZoffim im Lex. u. unten.

Zaffonaro (A.). Ein Kupferstecher, der nacheiner Zeichnung von Casanova den Tod des Che-valier d'AssNs(i76o.), in englischer Manier qu.Fol.punktirte. Sonder Zweifel ist er Eine Person mitdem Zafonaro, von dem (nach andern Stichenkopirt) 179b in A.Suntach's Verlag, vier schlechtpunktirte Blatter erschienen, deren wir oben schonunter Luc. Srcard gedachten,

*Zafrleeven, s. oben und im Lex. Zacht-leeven.

Zag (I.). Eine Medaille auf den NürnbergerS. Pfinzing von i 554 , trägt auf dem Avers dieUmschrift: 8!§kn8o ksintrinZo --kec. Im Hof hZürnberger-Munz Labinetl.ste Abch. S. 627. Sollte Zag wohl der ver,kürzte Name eines Künstlers seyn? Etwa desfolgenden

* Zagan elli, ein Beyname des /ranzCotignola des Lex- '), und der gegenwärtigenZusätze.

Zagar (I), von dem man ein seltene Con-trafaitmedaille in Bronze von 1674 kennt, aufFredericus (anderwerts heißts Franz) PerrenotN. F. Der Lengnich'sche Münzganr-karalog führt solchen S. n 6 . an.

* Zage!, Zanziger, Zasin ge^Zaz l'n-ger, auch (doch irrig) Zink (Martin oder Mat-thäus, und Theodor). Der Unsere war Goldschmiedu. Kupferstecher (nach dem Lex. auch Formschneider),geb. um >420 zu Nürnberg, und, den Jahrszahlenseiner Blätter zu Folge, noch lebend um 1H0Z zuMünchen. Aus seinen Arbeiten ist wohl sicher zu er-kennen, daß er ein Goldschmied war. Gandellini(8.v. Zagel sowohl Äs Zanziger) sagt, daß manverschiedene gestochene groteske Verzierungen vonihm kenne, die, bald mit 2. bald mitmit N. L bezeichnet seyen. Basan L6. 8eo.dann führt ihn, seltsam zusammengezogen, alsMarrinzagel an. Man verwechselt ihn oft mitdem (weit jüngern) Matthäus Zink (geb. 1498,gest. 1586.). Das Praunische Kabinet besaß vonihm eine gezeichnete Krcutzigung. Lipowskp s. v.Zasinger. Ob der Unsrige auch Formschneidergewesen, ist noch ungewiß. Sein Vertrag alsStecher ist äußerst trocken , aber mit feinem Grab-stichel ausgeführt. Wenn nicht die Daten seinerBlätter es widersprächen, sollte man aus seineraltgothischen Manier schließen, daß er vor MartinSchön gearbeitet hatte. Rostl. iu 4 " 5 . Dorr,und bey Winkler und Brandes 8. v. Zagel,werden ff. Blätter von ihm angeführt:

1. Salomo, anf Anreitzung eines seiner Weiber,betet den Götzen Milcon an. i5oi. 8°.

2. Maria mit dem Kinde bey einem Springbrunn,läßt Wasser in ein Gefäß laufen. i 5 oi. 8°.

3 . Die Sibylle von Cuma zeigt dem KaiserAugust das Bild der H. Jungfrau mit demKind in einer umstralken Wolke.

1) Lan-e (Lö.terr.) V. 2g. sagt, daß Cotignola auch den Vevnamen Marchesi trug; das Ler. hingegen gan»anders: Daß Cotignola ein Bepname des Hiev. Marchest war.