Band 
Dritter Band.
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Zirizendorf.

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gewöhnlich schneller zuflössen, als er sie aufs Pa-pier bringen konnte. Er sagt davon (*): „Ich„schrieb damals (er rett von 171; bis 1720) heft„tig und hart. Ich hatte den Heiland innig lieb,„traute mir aber selber nicht: darum faßte ich„meine Gedichte, wenn sie nach damaligem Uni-„versitäts - Gebrauch geduckt werden mußten, in„solchen Ausdrüken ab, daß ich Höfte, die Wett„sollte mir gram, und die Gelegenheit! n in der-„sclben fortzukommen, von selbst abgeschnitten„werden; damit hatte ich dcu Versuchung weni-ger. Da ich gleichwohl unter die Menschen„mußte, da ward mirs sehr schwer. Ich war„zur Critrk geneigt. Seit 1728 änderte sich diese„Art nach und nach merklich, denn ich bekam an-„dere Materien ins Gemüth, und hatte mit der„Welt nichts weiter zu thun, weil wir einander„fremde wurden. Hingegen wurde das meine Sa-„che, was zu einer Gemeinde, ihrer Führung„u. s. w. gehört. — — Genug, ich wünsche mei-„nem Leser, daß ihn meine Gedichte so lange„nüzlich amüsiren, bis sie ihm ernsthaft werden."

Dieser Vorzüge war er sich selber recht gutbewußt, und gesteht, daß er vom Hochmuth ge-wiß nicht frei gewesen, es habe sich aber dieserbloß mit Standes-und politischen Materien, son,

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(*) In der Vorrede zu s. deutschen Gedichte», 173;.