Band 
Dritter Band.
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Zlnzendorf.

„mein Freund und Alles seyn und habe ausser„Gottes Wort und meinem Gewissen keinen Men-schen, den ich brauchen und befragen könnte.„Alle die um mich sind , mokiren sich höchlich über„meine Singularität.^ — Eine peinliche Lage fürein fteundschaftsbedürftiges Herz; obgleich auch sieden Nuzen haben kann, daß wir auf unsrer eig,neu Wurzel stehen lernen!

Seine Studien trieb er gewissenhaft fort,übte sich täglich in den Sprachen, und an feinerTafel wurde immer französisch gesprochen. Latei-nische Reden hielt er noch oft, disputirte und oppo-nirte häufig; hörte philosophische, physische undjuristische Collegia (leztere nicht aus Neigung ,sondern bloß aus Pflichttreue) u. s. f. den größtenNuzen brachten ihm die LxaminsrorlL und kepe-tKonL, welche leztere er selbst mit einigen jun-gen Herren hielt. Immer aber blieb die Theolo-gie sein Lieblingsstudium, und da er keine solcheCollegien mithalten durfte, trieb er sie zu HausefüPsich selbst, in ihrem weitesten Umfang. Jedefreie Stunde war ganz ihr gewidmet.

Hier in Wittenberg (1717) wurde auch feinEntschluß, ein Prediger zu werden , den er schonlang in sich gehegt hatte, in Wernsdorf Umgangvollends reif. (*) „Ich war noch nicht 6 Jahr

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