Band 
Dritter Band.
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40 Zinzendorf.'

Wesen folgte, so erwählten sie ihn, den achtzehn,jährigen Jüngling, zum Vermittler zwischen zwotheologischen Faculrälen. Ein Umstand ist hierzu bemerken, der meines Eracbtens seinem ge-sunden Verstand wahre Ehre macht. Er wardoch ein noch minderjähriger Jüngling / bei denenso oft der neue brausende Most die Schläuchezerreißt, und wir haben Beispiele gesehen, wiemächtig religiöse Emdrüke bei ihm wirkt» n ; über.das schwe' te chm das Wort des Evangeliums :„Selig sind die Friedensstifter!" so oft im Sinn,und er hielt diese Aussöhnung für eine so nöthi,ge und nüstiche Sache, daß ihm keine darauf zuwendende Mühe zu viel deuchte — und d »nochwußte er au sich zu hatten, und stimm Wun-sche nicht vorzugreifen, bis ein näherer Beruf ihndazu berechtigte. Mancher, der mit seinem Ur-th ik über ihn so flink ist, ihn ohne Bedenken füreinen Schwärmer zu erklären, mag sich diesenZug für eine Instanz nehmen, daß sein Schlußüber ihn so ausgemacht noch nicht sey.

Dr. Lange in Halle tröst tc sich, daß durchseine V rmittlung dieser dreissigjährige Krieg, dennso lang hatte die Contrrvers gedaurt, gewiß be-endigt werden würde. Zinzendorf ficug die Un- >terhandchngcn schriftlich an; sah aber bald daßman damit zu keinem Ziele komme, und schlugeine mündliche Unterredung zwischen Wernsdorf

und