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weil es offenbar unmöglich ist ihn zu bereichern,ohne alle diejenigen, die ihn umgeben, unglücklichzu machen ; weil der Reichthum ihrem eigenenWohlergehen nicht zuträglich ist, und oft für dasNationaleigenthum noch schädlicher als vorteilhaftwird. Man mufs ihn durchaus nicht bereichern ,weil es für keinen einzigen andern Stand so sehrgefährlich ist, wenn man die Tugenden desselbenin Verfall gerathen Iäfst; und kein einziger Standwird durch Reichthum mehr, und das auf eine fiirdas gemeine Wesen nachtheiligere Weise, verdor-ben , als dieser.
Ein anständiger Wohlstand ist der natürlicheLohn ihrer Arbeit ; und dieses siifse behaglicheWohlseyn ist zugleich auch die Lage, welche ihreganze Glückseligkeit, und die zur Erfüllung ihrerso beschwerlichen ihnen obliegenden Pflichten benö-tigte Kraft am befsten erhält. Der Luxus desReichthums ist auch ausserdem auf dem Lande ebenso schlecht angebracht, als die Einfachheit des länd-lichen Lebens es* in einer Handelsstadt oder in derHauptstadt eines grofsen Königreichs seyn würde.
Da ich nun einmal vom Luxus und Reichthumespreche, so erlauben Sie mir, wertester Freund,doch folgende Frage : Wie viele Postkutschen sollte
ich