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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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haben, als dafs sie an einem so unglücklichen Ver-kaufe der Sachen hätten Theii nehmen wollen. ImWirthshause zu Lüneville erstaunte ich und meinReisegefährte über einige sehr geschmackvolle undnoch ganz neue Meublen. Die Frau des Hausesbemerkte unser Staunen , und sagte eilends zu uns: Meine Herren , seyn Sie unbesorgt ; es haftenkeine Blutflecke auf diesen Sachen. Es ist kein ge-stoh'nes Gut. Mein Gott behüte uns davor! inNancy haben wir das Zeug dazu ganz neu kaufenlassen ; und hier bei uns haben wir das Bette unddie Sessel von einem jungen Handwerker, der sichseit kurzem bei uns hier in der Stadt wohnhaft nie-dergelassen hat, machen lassen.

Viele neue Käufer der Nationalgüter sind dieGegenstände des Hasses und der Verachtung allerihrer Nachbarn geworden ; sei es nun, dafs mandiejenigen noch ungern vermifst, deren Platz sieeinnehmen , oder dafs man es vielleicht nur zu gutweifs, durch welche niedrige und ungerechte Mitteldiese zum Besitze derselben gelangt sind. Ich werdenie den Ton vergessen, womit man die Frage mei-nes Reisegefährten , wer der zeitige Eigentümereines sehr schönen Schlosses, vor welchem unsereKutsche still hielt, wäre? antwortete:Achlgnä-

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