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des Atmen geweiht schien, ward dieser Mann ausseiner ruhigen Wohnung in Paris vor das Revo-kitlonstribunal geschleppt; und dort wurde er mitso vielen andern Opfern, die, wie er, unschuldigwaren , ermordet. Thränen des tiefsten Kummersund des lebhaftesten Unwillens rollten die Wangendes ehrwürdigen Greises herab. „Nein”! — sagteer zu mir — „ ich habe kein fühlloses Herz; aberdas scheusliche Ungeheuer , das diesen guten , diesenbraven Herrn wütherid abholte, ja! ich glaube, ichkonnte es in diesem Feuer sehen, und ohne Barm-herzigkeit würde ich meine Rachsucht an ihm wei-den Er hatte die Miene und den Ton einesOedips, der seine Verfolger den strafenden, un-sterblichen Furien gelobt!
Eine allgemeine Bemerkung, die, wie ich glau-be, keinem Reisenden entgehen kann, ist die, dafssich in den von Paris entfernten Departementerndas Mifsvergnügen mehr über die neue Ordnungder Dinge , der man unbestimmt alles das , was manleidet, beimifst, erstreckt; und so wie man sichder Hauptstadt nähert, dehnt es sich weit mehr aufdie Menschen, die herrschen, als auf die Verfas-sung selbst ans. Es giebt mehr als einen Districtin Frankreich., wo man sogar auch jetzt nach