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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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er es gekauft hatte, machen, wenn er es nicht so-gleich mit Vortheil wieder verkaufen könnte? Werwürde doch wohl ein solches Haus miethen , undwie würde er es selbst ohne einen Kostenaufwand,der wenigstens zwanzigmal, nach dem jetzigen Ta-rif'fe der Waaren, der Materialien, des Taglohns,den Preis des Ankaufs überstiege, bewohnen können ?

Nicht in dieser Hinsicht allein, in tausend an-dern Gesichtspunkten noch, betrübe ich mich überden steten Contrast, den ich zwischen den Vorzügen,die einst Frankreich so auffallend günstig aus-zeichneten, und den unvermeidlichen Folgen seinerjetzigen Gesetzgebung erblicke. Wie hat sich dochFrankreich so sehr verändert! Der feine ge-bildete Geist ist von der Nation gewichen , und diegrobe jacobinische Tracht und revolutionäre Sittensind dafür au die Stelle getreten ; der fruchtbarsteBoden Europas ist da, und die republikanischeRegierung ist so rauh und streng ; die glänzendeThätigkeit einer reichen, eitlen, fleissigen Nationist geschwunden , und es herrschen dafür die fin-stern Grundsätze der Gleichheit, die alle Thätigkeit,alle Nacheiferung hemmen. Wo ist hier Ersatz fürden Verlust! In den politischen Tugenden sollteerseyn; aber da ntufs mau erst voraussetzen , dafi»