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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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geknöpft sind , mit ungeheuer grofsen Säbeln dar-über, die an sehr engen Gürteln hängen; Halstücherdie um den Hals gewickelten Bettüchern gleichen,und Schnurrbärte, die es verdienen , diese edleLivrei des Terrorismus zu habe n.

Der Kleidung der Frauenspersonen gebricht esweder an Geschmack noch an Zierlichkeit ; diebreiten Schuhe machen den Gang weit sicherer,ohne ihn doch weniger leicht zu machen. Die unterdem Busen befestigten Gürtel haben etwas Einfachesund Antikes; sie verstauen dem wohl proportionirtenWüchse die Freiheit, die ganze Grazie des Umris-ses , die ganze Biegsamkeit der Bewegung zu zeigen ;sie dienen zur Verheimlichung vieler verborgenenFehler , und bringen das zum Vorscheine , was mansonst nur schwängern Frauen verzieh. Da indefsheut zu Tage fast alle, die jüngsten und die häfs-lichsten sogar , schwanger sind , so ist dies nochein Mittel mehr , nach der Mode oder nach derTagesordnung zu erscheinen. Soga^ mit den blon-den, schwarzen, grauen Touren, von allen Farben,die ich büchst lächerlich zu finden glaubte, meisteich mich aussöhnen; so wahr ist es, dafs in dieserArt von Thorheit eine Französin mit einer Art vonGlück alles versuchen darf. Ihre blonden Pernicken