Jnstinet, das Geheimhifs , alle Ansprüche der Eigen-liebe einstimmig zu machen. Unaufhörlich machtensie den lebhaftesten Wunsch zu gefallen rege , undsie hielten auch für einen jeden , das sicherste Mittel■darin glücklich zu seyn, zu Rathe. Den Verstand ,den sie selbst nicht hatten , schienen sie andernmitzuthelien , weil derjenige den man mit ihnenund für sie hatte, stets der liebenswürdigste war.Man würde fast in Versuchung gerathen , zu be-haupten, dafs der Zauber ihrer Gegenwart auf dieGesellschaft, welche sie umgab, den nemlichen be-deutenden Einflufs hatte, den der Geist eines Lud-wigs XIV. auf sein Jahrhundert gewann. Ohnewirklich durch sich selbst grofs zu seyn , besafs erdoch die Miene der Grösse, und vielleicht auch denSinn dafür; wenigstens verstand er sich darauf, ihnandern einzuflössen. Unfähig , grosse Dinge selbstaüszusinnen oder auszuführen , liebie er sie den-noch, und machte, dafs andere sie liebten. Umseinen Beifall beeiferte man sich auf das lebhafteste;er verstand die Kunst den Werth derselben So sehrzu erhöhen, dafs die gräteten Männer seines Reichsoft ihren eigenen Ruhm für den seinigen zu haltenschienen,
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