redsamkeit, hatten in den Augen der Gesellschaft,deren Wonne er gewöhnlich war, doch nicht immerReiz genug. Als Herr von Voltaire ihn aufseiner letzten Reise nach Paris zum erstenmalesah, sagte er beim Weggehen: „Der Mann hatunstreitig einen ganz ausserordentlichen Verstand;aber er kann nie aus seinem Monolog kommen”.
Freilich mufste einem Voltaire, der vonseiner zarten Jugend an in der grossen Welt erzo-gen war, diese Unschicklichkeit mehr als irgendeinem andern auffallen. Niemand drückte sich bes-ser als er aus , und der Vortrag in seinen Gesprä-chen war eben so glänzend und eben so natürlichals in seinen Schriften; aber niemand verstand sichauch auf das Zuhören besser; und eines dieser Ta-lente ist vielleicht nicht weniger wesentlich als dasandere, um der gesellschaftlichen Unterhaltung allenZauber, dessen sie nur empfänglich ist, mitzuthei-len. Eine Vollkommenheit des französischenTheaters, der kunstvolle und natürliche Dialog,mufs daher gröfstentheils den Beispielen und An-weisungen, welche die Gesellschaft darin aufstellenkonnte, beigemessen werden. Dies ist indefs ohneZweifel noch nicht der einzige glückliche Einflufs,den der Geist der Gesellschaft auf die besondern