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rigen Umständen abhängt. Zuerst wohl von dem sehrgewöhnlichen Mangel an häuslicher Hülfe, um sichfrisiren zu lassen ; dann auch von dem Gewinne,den einige habsüchtige, speculirende Köpfe von derMenge Haare zu ziehen hofften , die theils unterR o b espie r r e’s Regierung durch die Guillotine ge-waltsam, theils in den Gefängnissen freiwillig, umvom Ungeziefer nicht verzehrt zu werden, abge-schnitten wurden. S. 72.
15. ) Dicht neben ihnen hörte ich mehr als ein-
mal die Weiber von der niedrigsten Classe vollerWuth schreien : „ Die Schurken ! Alle Rechtschaf-
fenen haben sterben müssen, um einen Haufen Bö-sewichter am Leben zu erhalten , die uns vor Kum-mer und Elend sterben lassen”. S. 74.
16. ) Vom 1. Januar 1793. bis zum 27. Prairialim dritten Jahre der Freiheit, d. h. in einem Zeit-räume von fünfzehn Monaten, belief sich die Zahlder geschiedenen Ehen auf 5994. Auf den Antragder Männer waren 2124 , auf Verlangen der Frauen3870. geschieden worden ; 559. nur durch wechsel-seitige Einwilligung. (S. das Journal von Paris.)S. 77.
17.) Vor nicht gar langer Zeit hatte man inder Mitte der gesetzgebenden Versammlung dasaufrichtigste Geständnifs von dieser ausserordentli-chen Unordnung abgelegt. Man sehe Parisot’sBericht im Rathe der Fünfhundert, vom 22. Nivose