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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
Entstehung
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kennt, der kann unmöglich im Ernste an den Mit-teln zweifeln, die man an dem Tage noch hatte,die Stadt mit Gewalt und ohne vieles Blutvergiesseneinzunehmen. Aber man mufste keinen Augenblickverlieren. Der Herr von Besenwald befand sichzwischen zwo Partheien, Und er glaubte vielleicht,sie nach seiner alten Gewohnheit beide schonen zumüssen ; wenigstens wollte er es vermeiden , sichauf eine solche Weise zu erklären, dafs'er sichnicht wieder zurückziehen könnte. Nur die Wan-delbarkeit seiner politischen Grundsätze, oder dieDummheit und Kleinmuthigkeit der erhaltenen Be-fehle, vermag sein militärisches Benehmen zu ret-ten. Er soll mehr als einmal zu seinen Freundengesagt haben : Ich sähe wohl, was die Lage unddie Ehre meiner Stelle gebot; aber ich wufste auch,dafs wenn ich zur Ausführung eines so kraftvollenEntschlusses hätte etwas aufopfern müssen , oderwenn mich irgend ein anderes Mifsgeschick betrof-fen hätte, so würde man mich nicht unterstützt,es nicht einmal gut geheissen haben. S. 145.

24. ) Ihm verdankt man, wie es heilst, gröfsten-theils die weisesten Verfügungen der neuen Con-stitution. S. 147.

25. ) Der Abbd Sieyes verdankte den bedeu-tenden Einflufs , den er anfangs bei den Etats gd-lieraux hatte, einzig und allein dem durch seineersten Schriften erlangten grossen Rufe. Er hatwenig Kraft,und wenig Talent, öffentlich zu reden.