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Meine letzte Reise nach Paris / [von Jakob Heinrich Meister]
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und den Tlan dazu entworfen hatte , ausgeführtworden ist, so zweifle ich dennoch, ob auch selbstunter den heftigsten Aristocraten in Frankreichnoch irgend jemand im Herzen mit allem so unzu-frieden sey, als es der Abbe Sieyes ist, S. 157.

26.) Vielleicht würde es schwer fallen , zwoauf einander folgende Kegierungen aufzufmden , diezur Vorbereitung einer Revolution geschickter wa-ren , als d ie eines L u d w i g s XV. und L u d w i g s XVI.Beide Fürsten trüget* nicht etwa nur durch die Feh-ler ihres politischen Betragens, durch die Unordnungin ihren Finanzen , durch die Ungeschicklichkeitund den Wankelmuth ihrer Minister; sondern ebenso sehr durch die ganz eigene Beschaffenheit ihrerSitten, ihres Geistes, ihrer Gewohnheiten, kurz,durch ihren persönlichen Charakter , so mächtigzur Aufhebung der Monarchie in Frankreich hei.Sie entwöhnten die Nation nicht nur überhaupt vondem joche , das sie so willig trug , sondern , so zus gen, davon, einen König zu haben. Denn mailmufs doch wohl, bei allen Vorzügen und löblichenEigenschaften, die man ihnen beilegt, gestehen ,dafs man nicht weniger König seyn kann , als jenebeiden es waren. S. 158.

27.) Dies erinnert mich noch immerfort an dennaiven Ausdruck jenes dummen Knechts in denbeiden Freunden des Beaumarchais:Wieist doch die Gleichheit so was Schönes! nur Schade,