Sprüche in Reimen.
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Denn was das Feuer lebendig erfaßt,Bleibt nicht mehr Unserm und Erdenlast.Verflüchtigt wird es und unsichtbar,
Eilt hinauf, wo erst sein Anfang war.
Und so kommt wieder zur Erde herab,Dem die Erde den Ursprung gab.Gleicherweise sind wir auch gezüchtigt,Einmal gefestet, einmal verflüchtigt.
Und wer durch alle die ElementeFeuer, Luft, Wasser und Erde rennte,Der wird zuletzt sich überzeugen,
Er sey kein Wesen ihres Gleichen.
„Was will die Nadel nach Norden gekehrt?"Sich selbst zu finden, es ist ihr verwehrt.
Die endliche Ruhe wird nur verspürt,Sobald der Pol den Pol berührt.
Drum danket Gott, ihr Söhne der Zeit,Daß er die Pole für ewig entzweit.
Magnetes Geheimniß, erkläre mir das!Kein großer Geheimniß, als Lieb' und Haß.
Wirst du deines Gleichen kennen lernen,So wirst du dich gleich wieder entfernen.
Warum tanzen Bübchen mit Mädchen so gern?Ungleich dem Gleichen bleibet nicht fern.
Dagegen die Bauern in der SchenkePrügeln sich gleich mit den Beinen der Bänke.
Der Amtmann schnell das Uebel stillt,Weil er nicht für ihres Gleichen gilt.
Soll dein Compaß dich richtig leiten,
Hüte dich vor Magnetstein', die dich begleiten.
Verdoppelte sich der Sterne Schein,Das All wird ewig finster seyn.
„Und was sich zwischen beide stellt?"Dein Auge, so wie die Körperwelt.
An der Finsterniß zusammengeschrunden,Wird dein Auge vom Licht entbunden.
Schwarz und Weiß, eine Todtenschau,Vermischt ein niederträchtig Grau.
Will Licht einem Körper sich vermählen,Es wird den ganz durchsicht'gen wählen.
Du aber halte dich mit LiebeAn das Durchscheinende, das Trübe.
Denn steht das Trübste vor der Sonne,Da siehst die herrlichste Pnrpurwonne.
Und will das Licht sich dem Trübsten entwinden,So wird es glühend Roth entzünden.
Und wie das Trübe verdunstet und weicht,Das Rothe zum hellsten Gelb erbleicht.
Ist endlich der Aether rein und klar,
Ist das Licht weiß, wie es anfangs war.
Steht vor dem Finstern milchig Grau,Die Sonne bescheint's, da wird es Blau.
Auf Bergen, in der reinsten Höhe,Tief Röthlichblau ist Himmelsnähe.
Du staunest über die Königspracht,
Und gleich ist sammetschwarz die Nacht.
Und so bleibt auch, in ewigem Frieden,Die Finsterniß vom Licht geschieden.