Das ist eine von den alten Sünden;
Sie meinen, Rechnen das sey Erfinden.
Und weil sie so viel Recht gehabt,Sey ihr Unrecht mit Recht begabt.
Und weil ihre Wissenschaft exact,So sey Keiner von ihnen vertract.
Man soll nicht lachen!
Sich nicht von den Leuten trennen!Sie wollen alle machen,
Was sie nicht können.
Wenn du hast, das ist wohl schön,Doch du mußt es auch versteht!.Können, das ist große Sache,Damit das Wollen etwas mache.
Hier liegt ein überschlechter Poet.Wenn er nur niemals aufersteht!
Hätt' ich gezaudert zu werden,
Bis man mir's Leben gegönnt,
Ich wäre noch nicht auf Erden,
Wie ihr begreifen könnt,
Wenn ihr seht, wie sie sich geberden,Die, um etwas zu scheinen,
Mich gerne möchten verneinen.
Mag's die Welt zur Seite weisen,Wenig Schüler werden's preisen,Die an deinem Sinn entbrannt,Wenn die Vielen dich verkannt.
Ein reiner Reim wird wohl begehrt,Doch den Gedanken rein zu haben,Die edelste von allen Gaben,
Das ist mir alle Reime werth.
Allerlieblichste TrochäenAus der Zeile zu vertreibenUnd schwerfälligste SpondeenAn die Stelle zu verleiben,
Bis zuletzt ein Vers entsteht,Wird mich immerfort verdrießen.
Sprüche in Reimen.
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Laß die Reime lieblich stießen,
Laß mich des Gesangs genießenUnd des Blicks, der mich versteht!
„Ein Schnippchen schlägst du doch im Sack,Der du so ruhig scheinest.
So sag' doch frank und frei dem Pack,
Wie du's mit ihnen meinest."
Ich habe mir mit Müh' und FleißGefunden, was ich suchte,
Was schiert es mich, ob jemand weiß,Daß ich das Volk verfluchte.
Für mich hab' ich genug erworben,Soviel auch Widerspruch sich regt;
Sie haben meine Gedanken verdorben,Und sagen, sie hätten mich widerlegt.
Nur stille! nur bis Morgen früh!
Denn niemand weiß recht, was er will.Was für ein Lärm! was für eine Müh'!Ich sitze gleich und schlummre still.
Alles auch MeinendeWird nicht vereint,Weil das ErscheinendeNicht mehr erscheint.
Reuchlin! wer will sich ihm vergleichen,Zu seiner Zeit ein Wunderzeichen!
Das Fürsten- und das StädtewesenDurchschlängelte sein Lebenslauf,
Die heiligen Bücher schloß er aus;
Doch Pfaffen wußten sich zu rühren,Die alles breit in's Schlechte führen;Sie finden alles da und hieSo dumm und so absurd wie sie.Dergleichen will mir auch begegnen;Bin unter Dache, lass' es regnen:„Denn gegen die obscuren Kutten,
Die mir zu schaden sich verquälen,
Auch mir kann es an Ulrich Hütten,
An Franz von Sickingen nicht fehlen."