zu einigen Festgedichten u
> Thner's Jubelfest, bei welchem ich, obschon abwesend, meinenaufrichtigen ?lnthcil dem würdigen Manne zu beweisen nicht verfehlenwollte. Es ward von Zelter componirt und von ihm an Ort undStelle selbst ausgeführt.
2 Mit diesem Gedichte suchte ich den vielfachen Ausdruck von Liebeund freundschaftlicher Neigung zur Feier meines siebzigsten Geburts-tags nach allen Seiten hin dankbar zu erwiedern.
3 Hierauf ließ der immer thätige und ergötzliche junge FreundSulpiz Boisseroe die zum Andenken auf einen mit Söhnen reich ge-segneten Ritter Waldstcin geschlagene Medaille in Kupfer stechen. Ichbediente mich dieser neuen Anregung, um jenen Dankcsgruß zu wie-derholen und zu vermannlchfaltlgen. Dieß geschah denn auch im ge-genwärtigen Gedicht. Es ward mit dem vorigen allgemeinen, nebstbeigefügter Medaillenabbildung, als wahrer heitrer Ausdruck vonTheilnahme, einem liebenswürdigen Gliede der gleichfalls zahlreichausgebreiteten Familien überreicht.
* Jhro kaiserlichen Hoheit der Frau Erbgrosrherzogin war ein kost-bares Stammbuch, von treuer geschätzter Hand verehrt worden, undmir ward die Gnade zugedacht, dasselbe durch vorstehendes Sonett ein-zuweihen.
b Das löbliche Herkommen, die höchsten Herrschaften bei festlichenMaskenzügen durch ein dichterisches Wort zu begrüßen, ließ man auchdiesmal obwalten. Ein Kvrsar, an den Helden Byron's erinnernd,übergab es im Namen des als Anachoret lebenden Dichters.
o Durch meine beinah absolute Einsamkeit, auf welche schon derSchluß des vorigen Gedichtes anspielt, hatte ich mir den Namen desEremiten verdient, der sich aber in Zelle und Garten höchst geehrtund erfreut fühlte, als mein Herr und Gebieter mir zwei liebens-würdige junge Fürstcnpaarc zuführte, und der freundlichste Besuch durchdas Gedicht erwiedert werden durfte.
2 Als der Fürst bei der Ehristbeschecrung seiner theuren Enkelgegenwärtig war, überreichten sie ihm ihrerseits mit obigen zweiStrophen eine Sammlung Gedichte auf die Gründung der neuenBürgerschule, im Namen sämmtlicher Jugend.
v An Prinzessin Auguste. Der Kupferstich von Elzhcimcr's Au-rora, mit einigen Strophen zum Geburtstag, von Jena her, geschrie-ben in dem Garten der Prinzessinnen.
v Ein Prachtexemplar der Werke des Abbate Bondi ward mirdurch die allerhöchste Gnade Jhro Majestät der Kaiserin; zur Erwie-derung schrieb ich das mitgetheilte Sonett.
'o Zum Schluß einer dramatischen Vorstellung in Töplitz, an JhroMajestät die Kaiserin von Oesterreich, gesprochen von Gräfin O'Dvnell.
" Mit einem heiter und glänzend gemalten Glase, der unschätz-baren Freundin, von Carlsbad nach Franzenbrunnen.
'2 An dieselbe, als ich sie ganz unverhofft in Franzenbrunnen an-traf, wo sich unsere Unterhaltung ganz auf den höchst beklagenswerthcnVerlust unserer Herrin einschränkte. Sie vertraute mir, daß nochmanches theure Pfand von der Hochstieligen in ihren Händen scp.wozu sie ein kostbares Kästchen habe verfertigen lassen, für welches sieeine Inschrift von mir verlange; sie wolle damit die inwendige Seitedes Deckels begleiten. Hiezu sendete ich jene Strophen von Carlsbad,und wer über Bedeutung des darin erwähnten Platzes und Bechers
nd Gedichten an Personen.
das Nähere zu erfuhren wünscht, findet solches in der Reihe der Carls-dader Gedichte.
>3 Herrn StaatSmtnifier von Dolgt zn seiner Jubelfeier: einDenkmal vieljährigen und mannichfaltigen Zusammenwirkens. Dieerste Strophe bezieht sich auf den Jlmenauer Bergbau, dem wir mirFleiß und Studium mehrere Jahre vorstanden. Die zweite und drittedeutet auf die i» Gesellschaft höchst gebildeter Franc» und Männergefundene Erheiterung von oftmals lästigen und gefährlichen Geschäf-ten; der Schluß auf die Schrecken der feindlichen Ilcbersckwemmung,auf den Drang der wechselvollcn KriegSjahre. auf das Glück endlicherBefreiung und zugleich auf die Nothwendigkeit des ZusammenhaltenSgeprüfter Freunde in einer Zeit. wo eine Verwirrung aller Begriffedie hohe Cultur des Vaterlandes zn vernichten drohte.
» Dem Fürsten Hardenberg Durchlaucht zu», siebzigsten Geburts-tag unter reffen Bildniß. auf Anregung der Gebrüder Henschcl. derich mich um so lieber fügte, als der Fürst im Jahr 1813 sich. beiseiner Anwesenheit i» Weimar, der frühste» akademischen Jahre inLeipzig erinnerte, wo wir zusammen bei Ocsern Zeichenstunde genom-nie» hatten.
An Lord Bhron. Dieser merkwürdige Mann halte manche«Freundliche schriftlich und mündlich durch Reisende begrüßend nachWeimar gelangen lasten, welches ich durch jene Strophe» zu erwiedernfür Pflicht hielt. Sie traft» ihn noch glücklicherweise in Livorno.eben als er für Griechenland sich einzuschiffen im Begriff war. undveranlaßte» ihn noch zu einer schriftlichen Erwiederung vom JuliIM. die mir unschätzbar bleibt; wie denn daS Nähere dieser Ver-HLItniffc in den Beilagen zu Capital» Metwin's Unterhaltungen, demich auf Anfrage das Allgemeinste mittheilte, zu finden ist. DaS Um-ständlichere. zugleich mit Abschriften der Originale, wird früher oderspäter bekannt werde».
Der unter meinen Augen aufgewachsenen lieben Gattin meinesSohnes, als Zuschrift der Wanderjahre.
>7 Als ich eine Zeitlang im Orient hanSte, liebte ich meine Ge-dichte mit goldblumigen Verzierungen einzufassen; dieß geschah dennauch an diesem Gedichte, dem geprüften alten Freunde Gehcimerathvon Wistemcr gewidmet.
>8 Graf Paar. Adjutant des Feldmarschasts Fürsten von Schwar-zcnberg. war mir in Earlsbad einer der liebsten und eifrigsten Ge-sellschafter. A»S Wohlwollen zn mir befreundete er sich mit der ihmbisher ganz fremde» Gcognosie; ich überreichte ihm ein Heft überBöhmische GcbirgSarten mit diesen wenigen Reimzcilen.
w Derselbe ließ abreisend eine höchst merkwürdige Statue vonBronze mir zurück, wofür ich meine» Dank auf einem CrwiedcrungS-blatt ausdrückte. Noch jetzt schmückt dieses Gebilde vorzüglich meinekleine Sammlung.
7" Gräfin Titinnc O'Doncst, geborne Gräfin Clarp. hatte injugendlicher Heiterkeit und freundlicher Laune eine meiner Schreib-federn verlangt, die ich ihr mit solchen Zeilen zuschickte.
2> An dieselbe, mit einer neuen, kaum angeschriebene» Feder zu-gesendet.
77 Eine mit der deutschen Literatur auf's innigste bekannte PolnischeDame vereinigte sich mit mir im Lobe von Fongue's Undine. und