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Pandora.
Das Chor der Neulinge, versammelt mir zum Fest.
Sie starrten froh die muntern Lnftgeburten an,
Und drangen zu und haschten. Aber flüchtigerUnd irdisch ausgestreckten Händen unerreich-bar jene, steigend jetzt empor und jetzt gesenkt,
Die Menge täuschten stets sie, die verfolgende.
Ich aber zuversichtlich trat zur Gattin schnell,
Und eignete das gottgesandte WonnebildMit starken Armen meiner lieberfüllten Brust.
Auf ewig schuf da holde Liebessülle mirZur süßen Lebensfabel jenen Augenblick.
(Er begiebt sich nach dcm Lager in der Vorhalle und besteigt es.)
Jener Kranz, Pandorens LockenEingedrückt von Götterhänden,
Wie er ihre Stirn umschattet,
Ihrer Augen Gluth gedämpfet,
Schwebt mir noch vor See? und Sinnen,Schwebt, da sie sich längst entzogen,
Wie ein Sternbild über mir.
Doch er hält nicht mehr zusammen;
Er zerfließt, zerfällt und streuetUeber alle frischen FlurenReichlich seine Gaben aus.
(Schlummernd.)
O, wie gerne bänd' ich wiederDiesen Kranz! Wie gern verknüpft' ich,
Wär's zum Kranze, wär's zum Strauße,
Flora - Chpris, deine Gaben!
Doch mir bleiben Kranz und SträußeSticht beisammen; alles lös't sich.
Einzeln schafft sich Blum' und BlumeDurch das Grüne Raum und Platz;
Pflückend geh' ich und verliere
Das Gepflückte. Schnell entschwindet's;
Rose, brech' ich deine Schöne,
Lilie, du bist schon dahin! (Er entschläft.)
Prometheus (eine Fackel in der Hand).
Der Fackel Flamme, morgendlich dem Stern voranIn Vaterhänden aufgeschwungen, kündest duTag vor dem Tage! Göttlich werde du verehrt!
Denn aller Fleiß, der männlich schätzenswertheste,
Ist morgendlich; nur er gewährt dem ganzen TagNahrung, Behagen, müder Stunden Vollgenuß.Deßwegen ich der Abendasche heil'gen Schatz,
Entblößend früh, zu neuem Gluthtrieb aufgefacht,Vorleuchtend meinem wackern arbeitstreuen Volk.
So ruf' ich laut euch, Erzgewält'ger, nun hervor.
Erhebt die starken Arme leicht, daß tactbewegtEin kräft'ger Hämmerchortanz, laut erschallend, raschUns das Geschmolzne vielfach strecke zum Gebrauch.(Mehrere Höhlen eröffnen sich, mehrere Feuer fangen an zn brennen.)Lchmicdc.
Zündet das Feuer an!
Feuer ist oben an.
Höchstes er hat's gethan,
Der es geraubt.
Wer es entzündete,
Sich es verbündete,
Schmiedete, ründeteKronen dem Haupt.
Wasser, es fließe nur!
Fließet es von NaturFelsenab durch die Flur,
Zieht es auf seine SpurMenschen und Vieh.
Fische, sie wimmeln da,
Vögel, sie Himmeln da-^.
Ihr' ist die Fluth.
Die unbeständige,
Stürmisch lebendige,
Daß der VerständigeManchmal sie bändige,
Finden wir gut.
Erde, sie steht so fest!
Wie sie sich quälen läßt!
Wie man sie scharrt und plackt!
Wie man sie ritzt und hackt!
Da soll's heraus.
Furchen und Striemen ziehnIhr auf dem Rücken hinKnechte mit Schweißbemühn;
Und wo nicht Blumen blühn,
Schilt man sie aus.
Ströme du, Luft und Licht,
Weg mir vom Angesicht!
Schürst du das Feuer nicht,
Bist du nichts werth.
Strömst du zum Herd herein,
Sollst du willkommen sehn,
Wie sich's gehört.
Dring' nur herein in's Haus;
Willst du hernach hinaus,
Bist du verzehrt.
Rasch nur zum Werk gethan!
Feuer, nun flammt's heran,
Feuer schlägt oben an;
Sieht's doch der Vater an,
Der es geraubt.
Der es entzündete,
Sich es verbündete,
Schmiedete, ründeteKronen dem Haupt.
Prometheus.
Des thät'gen Manns Behagen sey Parteilichkeit!Drum freut es mich, daß, andrer Elemente WerthVerkennend, ihr das Feuer über alles preist.
Die ihr hereinwärts auf den Ambos blickend wirktUnd hartes Erz nach euerm Sinne zwingend formt,Euch rettet' ich, als mein verlorenes Geschlecht,Bewegtem Rauchgebilde nach, mit trunknem Blick,Mit offnem Arm, sich stürzte zu erreichen das,
Was unerreichbar ist, und wär's erreichbar auch,