Mehrbändiges Buch 
Goethe's sämmtliche Werke : Vollständige Ausgabe in sechs Bänden
Entstehung
JPEG-Download
 

VIII

Inhalt.

Seite

begegnet er dem Herzog Peter LudwigWas bei dieserZu-sammenkuiift vorkommt. Er gelangt glücklich nach Florenz,wo er seine Schwester mit ihren sechs jungen Töchtern findet INI

Zweites Capitel. Cellini wird ron dem Großherzog Cosinusvon Medicts sehr gnädig aufgenommen. Nach einer lan-gen Unterhaltung bezieht er sich in des Herzogs Dienste.

Der Herzog weist ihm ein Hnus an, uin darin zu arbeiten.

Die Diener des Herzogs verzögern die Einrichtung.Lächerliche Scene zwischen ihm und dem Haushofmeister . 1V3

Trittes Capitel. Der König von Frankreich wird durch Ver-leumdung der Gesellen des Autors gegen ihn eingenommen.

Wodurch er nach Frankreich zu gehen verhindert wird.

Er unternimmt, eine Statue des Perseus zu gießen, findetaber große Schwierigkeit während des Ganges der Arbeit,indem der Bildhauer Bandinelli sich eifersüchtig und tückischgegen ihn beträgt. Er erhält Briefe aus Frankreich, woriner getadelt wird, daß er nach Italien gegangen, ehe er seineRechnung mit dem König abgeschlossen. Er antwortet,und setzt eine umständliche Rechnung auf. - Geschichteeines Betrug», den einige Diener des Herzogs beim Verkaufeines Diamanten spielen. Des HerzogS Haushofmeisterstiftet ein Weib an, den Verfasser wegen unnatürlicher Be-friedigung mit ihrem Sohne anzuklagen.1VS

Viertes Capitel. Der Autor, verdrießlich über das Betragender herzoglichen Diener, begleit sich nach Venedig, wo ihnTizian, Sansovino und andere geschickte Künstler sehr gutbehandeln. Stach einem kurzen Aufenthalt kehrt er nachFloren; zurück, »nd fährt in seiner Arbeit fort. Den Per-scus kann er nicht zum besten fördern, weil es ihm an Hülst-Mitteln fehlt. Er beklagt sich deßhalb gegen den Herzog,

Die Herzogin beschäftigt ihn als Juwelier, und wünscht, daßer seine ganze Zeit auf diese Arbeit verwende! aber ausVerlangen, sich in einem Hähern Felde zu zeigen, greift erseinen Perseus-wieder an.108

Fünftes Capitel. Die Eifersucht des Bandinelli legt unsermVerfasser unzählige Schwierigkeiten in den Weg, wodurchder Fortgang seines Werks durchaus gehindert wird, Ineinem Anfall von Verzweiflung geht er nach Fiesole, einennatürliche» Sohn zu besuchen, und trifft auf seinem Rück-weg mit Bandineltt zusammen. Erst beschließt er, ihn zuermorden, doch da er sein feiges Betragen erblickt, verän-dert er den Sinn, fühlt sich wieder ruhig und hält sich ansein Werk. Unterhaltung zwischen ihm und dem Herzogüber eine antike Statue, die der Autor zum Ganymed re-staurirt. Nachricht von einigen Marmorstatuen CelliniS,als einem Apoll, Hyacinth und Narciß. Durch einen Zu-fall verliert er fast sein Auge. Art seiner Genesung . . 11ü

Sechstes Capitel, Der Herzog zweifelt an CelliniS Geschick-lichkcit, in Erz zu gießen, und hat hierüber eine Unterredungmit ihm. Der Verfasser giebt einen hinreichenden Beweisseiner Kunst, indem er den Perseus gießt. Die Statuegeräih zu aller Welt Erstaunen, und wird unter vielenHindernissen mit großer Anstrengung vollendet.113

Siebentes Capitel. Cellini erhält einen Brief von MichelAgnolo, betreffend eine Porträtbüste des Bindo Altoviti.

Er geht mit des HerzogS Erlaubniß nach Rom, zu Anfangder Regierung des Papstes Julius III. Nachdem er diesemaufgewartet, besucht er den Michel Agnolo, um ihn zumDienste des Herzogs von Toscana zu bereden. MichelAgnolo lehnt es ab, mit der Entschuldigung, weil er beiSt. Peter angestellt seh. Cellini kehrt nach Florenz zu-rück und findet eine kalte Aufnahme bei dem Herzog, worandie Verleumdungen des Haushofmeisters Ursache seyn moch-ten. Er wird mit dem Fürsten wieder ausgesöhnt, fälltaber sogleich wieder in die Ungnade der Herzogin, weil erihr bei einem Perlenhandel nicht deisteht. Umständliche Er-zählung dieser Begebenheit.Bernardone setzt es beim Herzogdurch, daß dieser gegen CelliniS Rath die Perlen für die Her-zogin kauft. -Diese wird des Verfassers unversöhnliche Feindin 117

Achie« Capitel. Der Herzog fängt mit den Bewohnern vonSicna Krieg an. Der Verfasser wird mit andern zu Ausbesse-rung der Florentinischen Festungswerke angestellt. Wort-streit zwischen ihm und dem Herzog über die beste Bcfesti-

Seite

gungSart.CellinisHändel mit einem Lombardischen Haupt-mann, der ihm unhöflich begegnet. Entdeckung einigerAlterthümer in Erz in der Gegend von Arezzo. Die ver-stümmelten Figuren werden von Cellini wieder hergestellt.

Er arbeitet in des HerzogS Zimmern daran, wobei er Hin-dernisse von Seiten der Herzogin findet. Seltsamer Auf-tritt zwischen ihm und Ihrer Hoheit. Er versagt ihr dieGefälligkeit, einige Figuren von Erz in ihrem Zimmer auf-zustellen, wodurch das Verhältniß zwischen beiden verschlim-mert wird. Verdruß mit Bernardone, dem Goldschmied.

Der Verfasser endigt seine berühmte Statue des PerseuS!sie wird auf dem Platze aufgestellt, und erhält großen Bei-fall. Der Herzog besonders ist sehr zufrieden damit,Cellini wird von dem Vicekönig nach Sicilien berufen, willaber des HerzogSDienste nicht verlassen. Sehr vergnügt überdie gelungene Arbeit, unternimmt er eine Wallfahrt vonwenig Tagen nach Vallombrosa und Camaldoli . 11g

Neuntes Capitel. Der Autor begegnet auf seinem Wege einemalten Alchymisten von Bagno, der ihm von einigen Gold-und Silberminen Kenntniß giebt, und ihn mit einer Kartevon seiner eigenen Haitd beschenkt, worauf ein gefährlicherPaß bemerkt ist, durch welcben die Feinde in des HerzogSLand kommen könnten. Er kehrt damit zum Herzog zurück,der ihn wegen seines Eifers höchlich lobt. Differenz zwi-schen ihm »nd dem Herzog wegen des Preises des Perseus.

Man überläßt es der Entscheidung des Hieronymus Albizzi,welcher die Sache keineswegs zu des Autors Zufriedenheit voll-bringt. Neues Mißverftändniß zwischen ihm und demHerzog, welches Bandinelli und die Herzogin vermittelnsollen. Der Herzog wünscht, daß er halberhobene Arbeite»in Erz für den Chor von Santa Maria del Flore unternehmenmöge. Nach wenig Unterhaltungen giebt der Herzog diesenVorsatz auf. Der Autor erbietet sich, zwei Pulte für denChor zu machen, und sie mit halberhobenen Figuren in ErzauSzuziercn. Der Herzog billigt de» Vorschlag .... >23Zehntes Capitel. Streit zwischen Cellini und Bandinelli, werdie Statue des Neptun aus einem großen vorräthigen StückMarmor machen solle, Die Herzogin begünstigt Band!-nrlli! aber Cellini, durch eine kluge Vorstellung, bewegtden Herzog zur Erklärung, daß der die Arbeit haben solle,der das beste Modell mache. CelliniS Modell wird vor-gezogen, und Bandinelli stirbt vor Verdruß. Durch dieUngunst der Herzogin erhält Ammanati den Marmor.Seltsamer Contract des Autors mit einem Viehhändler,mit Namen Sbietta. Das Weib dieses Mannes bringtdem Autor Gift bei, und er wird mit Mühe gerettet.Cellini, während seiner Krankheit, welche sechs Monatedauert, wird bei Hof von Ammanati verdrängt .... 12bEilftes Capitel. Cellini, nach seiner Genesung, wird beson-ders von Don Francesco, des HerzogS Sohn, begünstigt undaufgemuntert. - Großes Unrecht, daS er von dem Magistratin einem Proceß erduldet, den er mit Sbietta führt. Erbegiebt sich zum Herzog nach Livorno, und trägt ihm seineAngelegenheit vor, findet aber keine Hülfe. Das Gift,das er bei Sbietta bekommen, anstatt ihn zu zerstören,reinigt seinen Körper und stärkt seine Leibesbeschaffenheit.

Fernere Ungerechtigkeit, die er in seinem Rcchtsiireitemit Sbietta durch den Verrath des Raphael Schieggia er-fährt. Der Herzog und die Herzogin besuchen Ihn, als stcvon Pisa zurückkommen. Er verehrt ihnen bet dieser Ge-legenheit -in trefflich gearbeitetes Crucifix. Der Herzogund die Herzogin versöhnen sich mit ihm, und versprechenihm alle Art von Beistand und Aufmunterung. Da ersich in seiner Erwartung getäuscht findet, ist er geneigt,einem Vorschlag Gehör zu geben, den Katharina von MediciS,verwittwetc Königin von Frankreich, an ihn gelangen läßt,zu ihr zu kommen, und ihrem Gemahl, Heinrich II. einprächtiges Monument zu errichten. DerHerzog läßt merken,daß es ihm unangenehm sey, und die Königin geht von demGedanken ab Der Cardinal MediciS stirbt, worüber amFlorentinischen Hof große Trauer entsteht. Cellini reis't

nach Pisa.131

Anhang zur Lebensbeschreibung de« Benvcnuto Cellini ... 133