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Auswärtige Literatur und Volkspoesie.
vorzügliche Menschen beherbergten, gegenwärtig mehr alsEinen literarischen Salon eröffnet zu sehen? Mehr oder wenigerbejahrte Frauen, durch den Wechsel der Zustände ihrer frühernglänzenden Zustände beraubt, wohnen dort zur Miethe, inanständigen Zimmern. Madame Recamier versammelt nochimmer achtenswerthe, sie hochachtende Personen.
Nun aber aus diesem von allem Geräusch entfernten stillenBleiben werden wir
XV.
Zu einem Feste im kalaisaufgerufen. Hier wird Carl X. zum letztenmal von seinenVerwandten gefeiert, vom Volke mit einem Lebehoch begrüßt.Der König von Neapel bewundert selbst das Fest, womit manseine Gegenwart honorirt; aber eine Ahnung schwebt durch dieerleuchteten Prachtgemächer, und man erlaubt sich zu gestehen,daß man auf einem Vulcan juble.
Dieser, wir dürfen es wohl gestehen, welthistorische Aufsatzüberleuchtet die übrigen; das von ihm ausgehende mächtigeLicht verblendet die Leser dergestalt, daß sie den übrigen vor-gemeldeten Aufsätzen nicht Gerechtigkeit, kaum eine billige Auf-merksamkeit schenken mögen. Dieß ist aber nicht unser Fall,wie man bisher gesehen hat, und wir gedenken daher noch mitFreundlichkeit
XVI.
Eines Liedes von Böranger an Chateaubriand.
XVII.
Einer Antwort dieses letztem, und
XVIII.
I/inAratitnäö xoliti^us.
Diese drei letzten Beiträge haben einigermaaßen das Ge-präge einer individuellen Politik; wie es denn auch in der Folgenicht anders seyn kann, daß zwischen den Hundert und Einenisich differente Gesinnungen hervorthun. Genug, daß, indemsie gegen einander über stehen, sie sich nicht aus dieser Gesell-schaft vertreiben und ausschließen.
Wenn uns nun der erste Theil schon zu so manchen Be-trachtungen Gelegenheit gegeben, was werden uns nicht dienächst zu erwartenden neun übrigen Bände zu schaffen machen?
Die Melkerinnen.
Große Oper.
Poesie ron Jouy. Musik von Spontini.
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Der Gegenstand ist aus der heroischen Griechenzeit sehrglücklich gewählt, denn die Vortheile solcher Sujets sind sehrgroß, indem sie bedeutende Zustände darbieten, edle, großeBildung, noch nah an der Natur, so wie eine gränzenloseMythologie zu dichterischer Ausbildung.
Die Fabel ist uns bekannt, jedoch hier in etwas verändert,mit allem Schmuck der neuern Zeitgesinnungen und theatra-lischen Erfordernissen begleitet und ausgeführt, und doch immerauf einem hohen Poetischen Standpunkte gehalten. Die Ueber-
lieferung ist trefflich genutzt, und ihr durch Mannichfaltigkeitmenschlicher Leidenschaften, so wie durch herrliche Localitäten,pomphafte Umzüge, bewegte Verkommenheiten alle theatralischeHerrlichkeit auf das einsichtigste verliehen.
Erster Act.
Vor der Stadt Athen; zugleich über den Mauern anstoßendeTempel und Prachtgebäude, im fernen Hintergründe Andeu-tungen einer großen Stadt.
Kampfspiele in Gegenwart des Königs, zu welcher Würdewir schon Theseus erhoben finden.
Der Kämpfer successives Gewinnen; Belohnungen durchdie Hand einer schönen Bürgerin.
In diese friedlichen Verhandlungen stürmt Rivalität zweierJünglinge herein: die Hauptschöne Apamis wird von Alpheusund Polydor verlangt und gefordert. Dieß giebt Anlaß zulebhaften Contestationen. Endlich, nachdem der Jungfrau dieWahl überlassen worden, reicht sie ihre Hand dem AthenienserAlpheus, dagegen tritt Polydor, ein Kretenser, leidenschaftlichdrohend zurück.
Hier bemerken wir, daß nicht die Athener allein, sondernsämmtliche Griechen und Grirchengenvssen an diesem FestkampfTheil nehmen; deßwegen wünschte ich, daß Theseus selbst denUeberwundenen Muth einspräche, und auf Gelegenheit zugroßen Thaten hindeutete. Dieß würde nun, da Theseus er-klärt, er sey im Begriff, eine geheime Expedition vorzunehmen,wieder aufgefaßt und in Bewegung gebracht.
Alles entfernt sich, und in Erwartung der Vermählungs-feier bleiben die Jungfrauen allein zurück. Hier eröffnet sichein höchst liebenswürdiges Freundschaftsverhältniß zwischenApamis und Theano, einer durch das Gelübde ihrer sterbendenMutter gottgeweihten Jungfrau.
Diese Stelle besonders verspricht höchst erfreulich zu seyn,indem aus dem bisherigen Tumult eine sanfte Situation sichloslöst, und uns in einen idyllischen Zustand versetzt, welchender Dichter so glücklich behandelt hat, daß sogar eine Romanze,die in einer neuen Oper nicht fehlen darf, als Duett und Chorhier auf das anmuthigste vorgetragen wird. Alsdann geselltsich Alpheus hinzu, und das Glück der Liebe wird in einemvom Chor begleiteten Terzett gepriesen, worauf die Frauen sichentfernen.
Nun stürzt Polydor auf den zurückgebliebenen Alpheuswüthend heran, und die beiden Rivale entfernen sich fechtend.
Ein Kretensisches Schiff, durch fernen Gesang schon früherangekündigt, rückt näher und landet; Alcesias, eine ArtHoher-priester und Gesandter des Minos, tritt mit seinem geistlichenGefolge auf, und indem er den Menschentribut der Athener zufordern kommt, findet er seinen Sohn Polydor verwundet, anKräften abnehmend, und muß ihn zuletzt sterben sehen. Alcesias,als Vater schmerzlich verletzt und ergrimmt, als Pfaffe miß-wollend und tückisch, schwört, den Tod seines Sohnes zurächen. Hier tritt also ein sehr leidenschaftliches Finale fürdie erste Abtheilung des ersten Acts glücklich ein: denn auseinem nahgelegenen Tempel hört man feierlich Hymenäen er-schallen; die Kretenser, schmerzhaft theilnehmend, besetzen dasTheater, und Alcesias kann sich ganz seiner theatralischen Wuthüberlasten.