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Nachträge zur Farbenlehre.
26.
Würdigste Autorität.
I? srrurro ckdl' arin v.kwce cknlls Ararräerra ckd corpockdl' sris sUnininata, interpo8ta ira le tensbre superiorie Is terrn. I.' nrin per ss non Iru epislitä ck' ockori, o <1isapori, o c!i eolori, mrr in sä pi^lis le simiiitnäini (kellerose cl>s äopn iei sono collockrts, e tsnto snrä äi piü bell'srrurro czuanto äietro nck e88n ssrsnno insMiori tensdre,non esssircko e8su cki troppo 8pndo, ne cki troppo Aro8serrs6' uiruckitä; e veZesi ns' wronti die üsvno piü ombre.<>88er piü. ddl' srrurro ndle lungüe ckiätsnre, e co5i ckovsü piü aUuiniirnto, mostrsr piü ii eolor ckd montc eüeckell' srrurro appiesto^li ckaU' srin clle inlrn tut s 1' ocollio»' ioterpone.
Druttsto ckdln kitturn cki Uionnrcko cks. Vinci,körnn 1817. pg§. 136.
Deutsch ausgesprochen.
Das Blau der Luft entspringt aus der Mäste ihres erleuch-tetcn Körpers, welche sich zwischen die obern Finsternisse unddie Erde stellt. So wenig aber die Luft eine Eigenschaft hatvon Gerüchen oder Geschmäcken, so wenig hat sie solche vonFarben. In diesem Falle nämlich nimmt sie vielmehr dieAehnlichkeit der Dinge, die hinter ihr sind, in sich auf. Deß-halb wird das schönste Blau dasjenige seyn, hinter welchemsich die stärksten Finsternisse befinden; nur darf der Luftkörpcrnicht zu geräumig, noch auch die ihn bildende Feuchtigkeit all-zudicht seyn. Darum sieht man der fernen Berge Schatten-seiten viel schöner blqu als die beleuchteten, weil man an diesenmehr die Farbe des Bergs erblickt als das Blaue, das ihmdurch die dazwischen schwebende Lust hätte mitgetheilt werdenkönnen.
27.
Der Ausdruck Trüb.
Es scheint, als könne man, bei Erklärung, Beschreibung,Bestimmung des Trüben, nicht füglich dem Durchsich-tigen aus dem Wege gehen.
Licht und Finsterniß haben ein gemeinsames Feld, einenRaum, ein Vacuum, in welchem sie auftretend gesehen werden.Dieser ist das Durchsichtige. (Ohne Durchsichtiges ist wederLicht noch Finsterniß. Dieses Bacuum aber ist nicht die Luft,ob es schon mit Luft erfüllt seyn kann.)
Wie sich die einzelnen Farben auf Licht und Finsterniß alsihre erzeugenden Ursachen beziehen, so bezicht sich ihr Körper-liches , jhr Medium, die Trübe, auf das Durchsichtige. (Jenegeben den Geist, dieses den Leib der Farbe.)
Die erste Minderung des Durchsichtigen, d. h. die ersteleiseste Ranmerfüllung, gleichsam der erste Ansatz zu einemKörperlichen, Undurchsichtigen, ist die Trübe. Sie ist demnachdie zarteste Materie, die erste Lamelle der Körperlichkeit. (DerGeist, der erscheinen will, webt sich eine zarte Trübe, und dieEinbildungskraft aller Völker läßt die Geister in einem ncbel-artigen Gewand erscheinen.)
Eine Verminderung des Durchsichtigen ist einerseits eineVerminderung des Lichtes, anderseits eine Verminderung derFinsterniß.
l Das zwischen Licht und Finsterniß gewordene Undurch-^ sichtige, Körperliche wirft Licht und Finsterniß nach ihnen selbst^ zurück. Das Licht heißt in diesem Falle Miederschein, die^ Finsterniß heißt S chatten.
? Wenn nun die Trübe die verminderte Durchsichtigkeit undder Anfang der Körperlichkeit ist, so können wir sie als eineVersammlung von Ungleichartigem, d. h. von Undurchsichtigem> und Durchsichtigem ansprechen, wodurch der Anblick eines un-gleichartigen Gewebes entspringt, den wir durch einen Aus-druck bezeichnen, der von der gestörten Einheit, Ruhe, Zu-sammenhang solcher Theile, die nunmehr in Unordnung undVerwirrung gerathen sind, hergenommen ist, nämlichTrübe.(Dunst, Dampf, Rauch, Staubwirbel, Nebel, dicke Lust,Wolke, Regenguß, Schneegestöber sind sämmtlich Aggregate,Versammlungen von Ungleichartigem, d. h. von Atomen undderen Vacuum, wovon jene keine Durchsicht, dieses aber eineDurchsicht gestattet. Trübes Wasser ist ein Durchsichtiges, mitUndurchsichtigem in Vermischung, dergestalt daß Wasseratomeund Erdatomc, copulirt, das dichteste Netz von Körperchenund deren Bacuum vorbilden.)
Auf diese Weise drücke» sich auch die Lateinische und derenTochtersprachen aus:
! turbo, sre.
l turbiüns, von turds.
' turbicko, Jtal.
torbio, Span.
! troudle, Franz.
! Das Griechische Ao-.vx, tto-Ugö; beurkundet, durch den Atti-i scheu Dialekt oleo«; hindurch, seine Verwandtschaft mit! 1 ,^ 1 ,r; (uelaero; in »« 1 «era) und Xklaero;, d. h. mit dem! völlig Undurchsichtigen, worin nichts mehr zu unterscheiden ist,oder dem Schwarzen; wie hingegen das
durch ein Gewimmel undurchsichtiger Atome entstehende Trübedes Rauches und ähnlicher Erscheinungen andeutet.
Indem die ungleichartigen Thcilchen zwar gesondert, dochan einander hangend oder angenähert schweben, bilden sie zu-gleich das, was wir auch
locker,
dünn,
die Römer rsrus (Uueret. II, 106.), die Griechen »<>»,„';nennen (oö rck üeackravir- «rolle; allyl«
Wir können demnach die Trübe auch als ein Dünnesansprechen, als eine verminderte, theilweise aufgehobene Un-dnrchsichtigkeit, als ein Liqnesciren des Soliden, als ein Zer-reißen und Durchlöchern eines Lontinuum oder Dichten.
! Die Luft, als ein vorzügliches Mittel zwischen Durchsich-i tigkeit und Undurchsichtigkeit, zwischen Vscuuin und Solickuiri,
! bietet uns das Trübe in mannichfaltigen Graden, als Dunst,
^ Nebel, Wolke, und in allen diesen Gestalten als ein wahresoder rnrum.
In dieser Hinsicht hat die Griechische Sprache vor andernglücklich durch die von Luft, «,/g, -ji/o, gebildeten Ableitungen(llo/oo, Ursache und Wirkung
oder Grund und Erscheinungsweise des Trüben schon früh zubezeichnen gewußt, welche nicht allein die farblose Trübe, wieund sondern auch den vor dunkeln
Gegenständen durch sie entstehenden Blauduft naturgcniäß! anzeigen.