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A uswahl
Geschmack gewinnt man irgend einer Art vonHumor so wenig durch Eine Lesung ab, daß ichblos deswegen den Tristram üt) mal las, eh' ich ihnfühlte, den Hudibras 20 mal, Swiften 11 mal,Musäus 5 mal, Liscov 3 mal: dies muß mich ent-schuldigen , wenn ich jedem zumuthe, mich 1/üvOmal zu lesen, womit ich, wenn das Buch LOOSeiten hat, meine, er soll das Titelblatt ganzlesen.
Mich freuet in diesem aufgeklärten Jahr-hundert nichts so sehr, als daß es sich ma-! thematisch darthun lässet, daß die Schiefe der-'Ekliptik und der Köpfe täglich abnimmt, denn! ihre Abnahme belauft sich nach Louville in je-! dem Jahrhundert auf eins Minute, welches- viel ist.
> Wenn auch die Satire seltener die Laster als! die Thorheiten forttreibt: so thut sie doch den! Lastern von Zeit zu Zeit so viel Schimpf an! als nöthig ist, daß ein ehrlicher Mann miti ihnen, außer im äußersten Nothfall, nichts zu! schaffen haben mag, und sie verachtet, indemj er sie gebraucht. In allen Jahrhunderten hat-ten die Laster ihre Leibeigene, ihre Lehnleute;ihre Lvhnlakaien — aber nur in den verderb-testen hatten sie ihre Lobredner, ihre Laurea-ten, ihre elievalisr» U'tiouneiu-; und es isteben ein Beweis, daß es noch ganz gut mituns steht, daß wir z. B. die Unkeuschheit wirklichnoch eben so^ sehr persiflieren als die — Keusch-heit.
Wenn Leute mit dunkeln Augen, bei denen es3/ü Stunden eher als bei andern Leuten Nachtwird, in einer Stube stolpern, worin man jnurdurch E i n Fenster dürftige Stralen fallen lassen,weil die Gemälde keine reichlichem vertragen —wenn ferner auch Maler von Profession und mithellen Augen darin stehen — wenn die LeuteHtdunkeln sich über die Dunkelheit darin halb todtfluchen, was soll der Inhaber da machen? Lichtoder Gemälde oder Augen? blos grüne Brillenund eine ärgerliche Miene-
Länge der Perioden und ein gewisser Zuschnittnach den alten Sprachen rücket so sehr mit derSchönheit der Sprache, wenigstens mit der Na-tur der Ironie und Laune zusammen, daß viel-leicht der toupierte, tanzende und unverknüpfteStil der Franzosen die Ursachen vermehrt, war-um sie den Engländern nicht in der Satire nach-kommen.
der Mitte des isten Jahrh, erschien und zwar zu Bonedt'sZeiten.
Ich ersuche die Herausgeber aller Journale aufAkademieen und überall, recht musterhafte undvernünftige Rezensionen von diesem Werkleinmachen zu lassen und zu bestellen, und ich willselbst alle Kosten davon tragen, und kann viel-leicht gegen Allerseelentag dazu einige Schwanz-dukaten Herschießen.
Herr Wolfgang Habermann, von dem in die-sem Werke verschiedene Ideen vorlaufen, ist einwahrer Bratschist und half, wenn er der Bratschesatt war, am Buche mit bauen: eS war aber nichtanders zu machen.
Ich will wünschen, daß dieses eine Vorrede istund empfehle mich fast jedem hiemit, will aberdurch Stillschweigen nichts eingeräumt haben,sondern setze Freunden und Feinden gvuvi-uli»furig ot laoli gänzlich entgegen, und reservieremir nicht erst seit gestern ouuvvi» compvlenUuund protestiere überhaupt genommen gegen diesund das, wo nicht gegen alles.
Erste Zusammenkunft
mit dem angenehmen Leser.
I.
Habermanns qroße Tour und musika-lischer und logischer Cursus durch dieWells von ihm selbst gut genug be-schrieben und blos summarisch abge-faßt.
- Ich danke dem Himmel und der Erde, sagt'--ich, und machte den Dorik ganz zu, daß ich„gleich den besten iNeisebeschreibern einen Hintern„habe, und damit mich zu einer recht vernünfti-„gen Reise einsehen kann. Ich will, so ohne alle„verzögerliche Einreden, so ohne alle Hemmketten„und Gedanken durch Europa fahren, daß viele,„die vor meiner Chaise vorbeireiten, im nächsten„Wirthhause anmerken, es sei ein Herr darin„gesessen, dessen Stand sicher besser wäre, als sein„Rock. Was meine Reisebeschreibung anlangt,„die ich so nothwendig als die Reise selber und„beide unter Weges zu machen habe; so stell' ich„mir vor, sie kann, wenn ich darin nur nicht zu.gelten „sagt' ich" sage, vielleicht dem einen und„dem andern gefallen*.
»Gleich den damaligen Nachahmern Stcrnc's —