Band 
IV.
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Museum.

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Schneckenwindungen des OhrS und zuletzt in des-sen Hörwasser unverwvrren ziehen, um mit allenden jetzo inS Engste gezogenen Kreisen auf einmalden Hörnerven zu abtheilenden Empfindungen zuerschüttern-Was wären gegen diese Wun-

der des Mechanismus die Wunder des Magnetis-mus ? —

Chladni's Staubgestalten auf dem tönendenGlase heben sowohl die Kreise als die Linien durchdie regelmäßige Verschiedenheit ihrer geometri-schen Bildung auf; denn eins schwankende Luft-welle kann so wenig als eine gerade Fortzitterungein Dreieck u. s. w. zusammen legen und gleichsamkristallisieren. Diese Gestalten find nur Wirkun-gen einer Kraft, da keine sich ohne Bewegen zei-gen kann; aber ließe sich denn aus bloser mecha-nischer Gewalt Las tönende Beben einer ganzentansendpfündjgen Glocke bei dem Berühren einesMetallstäbchens erklären, oder das Zerschreieneines festen Glases blos bei verstärktem Antöue»seines eigenthümlichen Klangs? —

Man wende übrigens nicht ein, daß die Klein-heit des hörenden Mittelpunktes oder Fokus, sowie oben die des sehenden auf falscher Wage zuhoch berechnet werde, da jede ja beziehlich undscheinbar sei, und da nach mir selber (') jeder Ge-genstand wenigstens so groß, eigentlich aber größerexistiere, als er unter dem Vergrößerglas er-" scheine. Denn ich versetze: dann wächset aber

> auch in demselben Verhältniß der ohne das Glasl große Gegenstand, und wenn die Kristalllinse eine! Peters-Kuppel wird, so wird die in Rom einej Mondkugel.

^ Es muß demnach eine andere Hörlehre geben,l als die gemeine; und auf diese andere leitet eben? der Magnetismus, welcher dem I ch auf andereHebwerkzeuge als auf Luftwogen und Gehör-knochen das Ton-Geistige zubringt. Nicht blosdas Hören im Schlafe, der sonst alle Sinnenhäfenl sperrt, sonder» wie gedacht, das Hören (so wie1 Sehen) nur dessen, was der magnetische Arzt be-! rührt, so daß z. B. Wolfart's Kranke kein Getöse,! aber die leise in sich selber »ertönende Mundhar-§ monika vernahm, wiewohl mehr als inneres, nichtj äußeres Tönen. — Verwandt ist damit die Er-

> scheinung in Moses Mendelssohn, vor wel-chem während seiner Nervenkrankheit die amTage gehörten Laute in der Nacht gellend wieder-klangen.

Auch an den übrigen Sinnen deckt der Magne-tismus neue Seiten auf, indem der Geschmack unddas Gefühl, beide erstlich mitten im Schlafe, zwei-tens anders als im Wachen empfanden; im Schlafefindet der Geschmack das magnetisterte Wasser an-genehm, und das Gefühl den magnetisterte» Men-schen kalt, und beide beides im Wachen umgekehrt.Ueber den Geruch und das Gefühl hat man wenigeErfahrungen und Versuche gemacht, vielleicht inder betäubenden Ueberfülle der Wunder, und auchweil der Magnetismus (wovon unten weiterdie Rede sein wird > gerade die höheren Sin-nen weit mehr als die liefern verfeinert und stei-gert.

C) Katzsnbergers Badereise B. i. Seite aqi. sB. Ill-S. S78.)

8- a.

Ueber den höheren Sinnenkörperoder Aetherleib.

Bisher hab' ich mit den Beweisen, daß nichteinmal das unmagnelische Sehen und Hören sichaus den mechanischen Theorien erkläre, geschweigedas magnetische, indem vielmehr das letzte zu eineranderen Theorie des ersten verweise, anzudeutengesucht, daß unter Geist zuletzt durch eine ganz an-dere höhere Kvrperhütte, als die äußerliche roheist, die sich mit ihren Gliedern selber austastet, inden Bund mit Kräften kommt. Die rohe äußereist nur eine Sammlung von immer feinern Hüllenoder Leibern, welche mit der äußersten unempfind-lichen Haut (epickei-mis) und mit den nervenlosenSchmarotzer - Gliedern, den Haaren und Rägeln,anfängt, und vom Fibern- und Aderngeflecht biszum Nervenschlejer geht. Aber warum wäre die-ses noch fünfsinnlichs mechanische Gewand das !letzte? Warum soll den Geist kein dynamischesumgeben, gleichsam ein allgemeines Sensvrinm,das (wie der Gefühlstnn), Sinnen verknüpft undbegleitet? Schon Bvnnet setzte in den Erdleibeinen zärtern Anferstehleib für die zweite Welt,und Platner nahm dasselbe unter dem Namen :zweites Seelenvrgan, aber schon für die erste,,thätig an. Wie, wenn wir nun schlöffen — weiluns die magnetischen Erscheinungen dazu zwängen— daß der eigentliche Aetherleib der Seele ausden magnetischen, elektrischen und galvanischenKräften gebildet sei? Und zwar dies so, daß, so !wie von der Gewalt des organischen Lebens alleunorganischen Theile, Erde, Wasser, Salze, zueinem neuen ihnen unähnlichen Gusse verschmol-zen, entkräftet, und gekräftigt werden, daß eben sodie gedachten drei Kräfte sich unter der Gewaltdes geistigen Lebens zu einer höheren Misch-Ciu-heit verarbeiteten? Denn woher kämen sonst, beiso vieler Verwandtschaft des organischen Magnetis-mus mit dem mineralischen, und mit Elektrizitätund Galvanismus, wieder Ungleichartigkeiten, alsz. B. solche sind, daß die elektrischen Leiter, Wasserund Eisen, nach Wienholt magnetische'Isolatorenfind, Holz und Leinwand aber Leiter, daher einBaum (nach Mesmer und Kluge) ungeachtet sei-ner leitenden Verbindung mit der Erde, magne-tisch zu laden ist; — daß ferner Nichtleiter, ,wieSchwefel und Siegellack, so unangenehm wirke»,wie zusammengesetzte Metalle; — daß der Nicht-leiter (nach Fischer) dem magnetisterten Krankenso gut elektrische Schläge gibt, als das leitendeMetall, und daß er zwar das strömende Feuersieht, womit ihn die Finger des Arztes laden, daßer aber (nach Gmelin, Heineke und Nasse) demElektrizität-Messer keinen Funken elektrischer La- ^düng verräth; — ferner daß der Kranke, zuwiderallen körperlichen Aehnlichkesten mit MagnetiS- !mus, Elektrizität und Galvanismus sich selber 'durch Striche laden und durch Gegenstriche entla-den kann — und daß, ungleich jenen, der Menschunmittelbar ohne Berühren, von Fernen, durchDeckbetten hindurch, durch Blicken und Hauchen zzu laden ist — daß vollends jene drei Kräfte weder i