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M u se u m.
magnetische Gewalt des Anblicks. Nach Eqniral C)erfaßt den Wahnsinnigen nichts so mächtig, alsscharfes langes Anblicken. Blvses starres Anse-hen macht Kinder weinen, kleine Hunde furchtsam,große wüthig (**). Bringt nicht sogar der Tigerdurch blvses Anstarren alle scheue Thiere, besondersHirsche und Pfauen, zum Stehen, und ziehennicht die Stechaugen der Klapperschlange dengeängsteten Raub in ihren Rachen, ja sinken nichtsogar die Affen von, Baum den unten liegendenanstarrenden Krokodisien zu ? Wober der Glaubeder Griechen und Römer an den giftigen Einflußgewisser Augen? Sogar gelobtet sollen Menschsn-blicke haben (***).
§. 8 .
M a g n e t i si e r e n durch Wollen.
Auch an der Erscheinung, daß der magnetischeArzt durch sein blvses Wollen, ohne äußeres Kör-xerinittel, den Kranken einzuschläfern vermag,läßt sich der Wnndernebel zertheilen, oder wenig-stens dem andern Wunder nahe bringen, welchesMenschen und Thiere täglich verrichten. Hebt derblvse Wille den Arm und die Last an ihm empor,so glaubt ihr das Wunder aufzulösen durch dieNerven, auf welche, als auf Körper, der Willeals Geist einwirkt, und dadurch auf die Muskeln,als ob Geist oder Wille nicht überall gleich wun-derbar weit von der Materie abläge ober abflöge.Hat man aber das Wunder des Willens, welcherKörper bewegen kann, überwunden, so ist es auchkeines mehr, wenn der magnetische Arzt durchden Aetherkreis, der ihn mit dem Kranken gleich-sam in Einen Leib einschließt, blos wollend unddenkend diese» körperlich bewegt und beherrscht.Gibt doch der Zitterfisch durch blvses Wollen demFeinde in der Ferne durch das Wasser den Schlag,ohne Zwischenkörpcr, die ohnehin kein Fortpflan-^ zen der Wirkung erklären, weil sie selber ihr Em-pfangen einer Wirkung nicht erkläre»,i Schon in der ganz gemeinen Erfahrung thut, der Wille sei» Vermöge», ohne Muskeln zu bewe-gen, kund, daß wir ein auf den beide» ungeregtenZeigfingern hängendes Eisen, z. B- einen Schlüs-sel durch blvses Wollen in Drehung oder in Ruhebringen können. Der Wille ist die dunkelste,einfachste, zeitloseste Urkrafl der Seele, der geistigeAbgrund der,Natur; alle Vorstellungen sind mitkörperlicher Begleitung und Bedingung verknüpft;aber den Willen, der jene erst schafft, find'ich vonkeiner bestimmten Körperlichkeit bedungen, wenn> ich ihn weder mit Begehren »och mit Handelnvermengen will. Der Wille bedarf, um sich zusteigern, nichts Aeußeres, sondern nur sich, einewahre Schöpferthat. Er kennt auch keinen än.
L. L. Zeitung isog. S. 6g7.
! t") Aulenrictb in Voigts Magazin, B. 10 . St. i.
(***) Der Abbö Rousseau versichert, in Aegypten vieri Kröten durch Anblicken geködtct zu baden. AIs er es inLuon aber an einer versuchte, blickte unverletzt diese ihnso siechend an, daß er in eine gefährliche Ohnmachtfiel. Unterhaltungen aus der Naturgeschichte. Amphi-bien S. 68.
ßern Widerstand; denn der Wille ist schon voll-endet, noch eh' ein Widerstand eintritt, der ihmdie körperliche Erscheinung im Handeln wehrt.
8- y-
Der m a g n e t i si e r en d e Spiegel.
Die magnetische Wirkung des Spiegels schreibtMeSmer einem Zurückbrechen, oder Zurückprallender magnetischen Materie zu. Bei Wachseherin-neu ließe die Sache sich zum Scherz gern einräu-men aus Wahrheitlieoe. Könnte man ihn abernicht einer GlaSflasche magnetisierte» Wassersähnlicher finde», insofern das Spiegel-Glas diemagnetisierte Quecksilberfolie vor Ableitung be-wahrte? Daher zeigt zwar ein Spiegel, den derArzt vorhängt, wohlthätige Kraft, aber ein frei-hängender (nach einem Beispiel von Kluge) über-thälige.
Wenn nach Kluge (S. 185.) das Magnetisierendes Krankenbildes im Spiegel wirklich den Kran-ke» selber in Krise versetzt; so ließe sich dies leichtaus der sinnlichen Kraft erklären, womit das Bildsowohl den Willen des Aerztes festhält und belebt,als die Empfänglichkeit des Kranken verstärkt.
§. io.
Das magnetische Wasser.
Die große Einwirkung desselben läßt sich erklä-ren, ja leicht künftig verstärken. Wasser ist dasOel aller Sinnenräder; erst Wasser liefert sogardem Ohre die Töne ab, und der Zunge den Ge-schmack Es ist ferner so sehr gleichsam die elektrischeBelegung des Geistes, daß nach Sömmering daSGehirn talenkreicher Menschen viel Wasser, unddas Gehirn der Cretinen keines enthält, und daßnach ihm und Gall kopfwassersüchtige Kinder unge-wöhnliche Kräfte des Geistes verrathen, welcherletzte als Wort in der Sprache nach Klvpstock vonGießen abstammt. Auch ist die Frage, ob dieBäder mehr durch ihre, oft sogar entgegengesetzte,Temperatur heilen und stärke», als durch ihreLebenslust, welche nach Humboldt dem Lustkreisegerade am meiste» aus dem Wasser zuströmt. —Wenn Wicnholt dem unmagnetisierlen Wassernachsagt, daß es der trinkenden Hellseherin Gaum-weh und Krämpfe gebe, so hat er zuvor zu beant-worte», ob nicht jedes Wasser durch das Handha-ben der Zuträger unwissend schon auf eine gewisseWeise ein maqnetisiertes geworden, und ob nichteben dadurch ein solches von fremden, widrigen,nicht in Annäherung (Rapport) gesetzten Men-schen geladnes Wasser bösartig das einfache schöneSchlummer- Dasei» unterbreche.
Das magnetische A n -, W eit - undVorausschauen.
Der wahre abstoßende Pol der Magnetmenschc»oder Menschmagnete ist bisher für unser glaub-loses Zeitalter, welches auf seinem Pünktchen