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D opp elwörter
?ene Fürwort wegen ist? — Wollte man dasFür- oder Nachwort halber oder wegen ge-gen die ganze Natur eine» Dopvelwortes zu ei-nem Grundwerte adeln: so hätte man auf derStelle ein neues deutsches Zwillinglexikon gezeugtund in der Hand; da wegen ja hinter jedesSubstantiv des adelungischen Wörterbuchs zu se-tzen ist. —
»Bei Zusammensetzungen nun aus einem Haupt-»wort und einem andern haben die Sprachen nicht»genug, das nackte Hauptwort voranzustellen,»einen Begriff an den andern anzuschieben,»sondern ste bringen, wo möglich, eine nähere»Verbindung zwischen beiden zu Stande, und»zwarentwederdurchZu rü ckfüh rung des Haupt-worts auf seinen Stamm, wodurch es seine»Selbstständigkeit verliert und allein ohne das! »andere, dem es soll vereint werden, nicht mehr! »bestehen kann oder Lurch Beugung und An-j »gäbe der Beziehungsfälle (essus). Letz-tere Zusammensetzung ist weit vorzüglicher, weil^ »durch die Beugung zugleich die Art der Bezie-! »hung angegeben wird, in der beide Wörter, aus»denen das zusammengesetzte entsprang, zu einan-»der stehen, welche Beziehung im ersten Falle, ei-»nes Zeichens ermangelnd, nur geschlossen werden"kann."
— Verehrtest«! Den inten September I8t8gab das Morgenblatt das Ende meiner Ab-handlung, und den lyten H. Thiersch mir schonden Brief darüber; — daraus also läßt sich dieSache erklären, da ein Zeitblatt doch erst einigePostzeit zum Ankommen und einige Umlauf-zeit unter den Lesern bedarf und mein Geg-ner folglich meine Behauptungen mehr ausGesprä-chen — wie der Briefanfang selber zu verstehengibt—und das noch reisende Ende gar nicht kennenkonnte,Warans, sag' ich, läßt sich die Sache erklä-ren. Denn sonst wüßl' ich auf keine Weise zubegreifen, wie er in den vorigen Zeilen unterj den verschiedenen Ehen oder Kvpulierweisen derWörter gerade die einzige allgemeine und von mirals die rechtmäßigste vertheidigte ausgelassen undnur zwei andere anerkennt, wovon die eine dieseltenste und die andere die verbotene ist. Wiekonnt' er sagen: »den Sprachen ists nicht genug.Las nackte Hauptwort (das Bestimmwort) voranzu stellen.»? Die deutsche (wie sogar die römischezuweilen, z. B. in puerpsi-a, in svktMum)stellt es ja eben in Einem fort in den unzähligenWörtern meiner ersten, zweiten, dritten, vierten,sechsten, siebenten, achten, ja neunten Klasse nacktvoran. Die eine und erste von ihm gebilligteKopulierweise ist, daß das Bestimmwort seineZweige abwirft und nur mit dem Stamme sich demGrundwort einverleibt; z. B. sagt er weiter un-ten, aus Liebe wird Lieblosigkeit, aus Sprache^ Sprach-kunde. Ich setze noch dazu, daß ich diesenwenigen Fällen der elften Klasse noch in derzwölften die Fälle der Zeitwörter, welche ihrInfinitiv - en verschlucken, hinzugesetzt. Aber ebendie elfte (wie zum Theil die fünfte) führt geradeeine Ueberzahl von Wörtern auf, welche anstattdes Cntäußerns vielmehr sich vergrößern und be-
reichern, — nämlich mit dem Wohllaut - n — umsich zu verbinden, z. B. Blumenblatt, Nasenspitze rc>Und wohin will er die ausgespreizten sperrigenWörter verstecken, welche wie Wahr-haft-ig-keit-s-Liebe anstatt mit einem abgeschälten Stamme sichgar mit einem ganzen Busch von Aesten und Blätternan das Grundwort pflanzen?— Gegen die zweiteArt von Wörterehen, zu welchen die Beugezeichendie Mvrgengabe bringen sollen, ist in meinenBriefen und — seit dem schlechten Wetter — inden Postskripten derselben das Nöthigste schon auf-getreten.
»Um mich deutlich zu machen, muß ich mich ne-»ben dem Deutschen auch ein wenig des Griechi-»schen bedienen, und sie werden das um so mehr»erlauben, da beide Sprachen auch rück,sichtlich der»Bildung ihrer zusammengesetzten Wörter sehr»nahe verwandt sind und die Griechische häufig die»Sprachformen rein ausgeprägt enthält, wo die»Deutsche in der BeugMigsfähigkeit hinter ihr un-»ermeßlich weit zurücktretend nur leise und gleich-»sam in einem und dem andern Zuge andeutet. —»Dagegen verspreche ich, die Sache mit so wenig»Beispielen als möglich abzuthun, und bitte nur,»im Fall der Brief etwa in ein Abend- oder»Morgenblatt wandern sollte, im Voraus, daß»mit den griechischen Wörtern recht säuberlich um-»gegangen wird; denn es ist zum Erschrecken»wie das Griechische oft zugerichtet wird.»wenn es zufällig in ein Blakt gerät!), in»welches es eigentlich nicht gehöret. — Zu-»rückführung auf den Stamm findet Statt in»Sprach künde, Lieblosigkeit, wo in die«Zusammensetzung nur sprach, lieb, die Stäm-»me von Sprache, Liebe, aufgenommen sind in, STr).sLqx>i, wo in die Zusammensetzung»ebenfalls nur x-)--, die Stämme von
aufgenommen sind — Häufig geschieht es im»Griechischen, daß wenn die Sylbe, welche beide»Wörter verbindet, zu schwach lautet oder auch im»Allgemeinen als ein Bindungsmittel das S: ein-»tritt, z. B. in aus -«X- und
»s° (s-°) den Stämmen von , Sir;.»
— Gnädige Frau ! Sie sollen hier selber ent-scheide» , ob ich überflügelt bin, wenn ein paarSigmata als zischende Feldschlangen gegen michabgelassen werden, da ich jede Minute den llncke.xdes Scapulu aufmachen kann, wo so viele TausendOmikron's (auch einige Omega's) und viele Iota s(die Römer stellen von letzten noch mehre) sich inden Fugen und Ritzen der Doppelwörter aufhal-ten, welche mir alle stündlich durch bloses lautesGeschrei — es ist zugleich Sieggeschrei—zu Hülfe
kommen können.-Aber ich höre Sie vollends
sagen : das Deutsche ist ja ohnehin nur der jün-gere Bruder des Griechischen und bat so manchesnicht geerbt, wie die 2 Loristos, die 3 Futura, diekartieipia und Meäia, und die ganze Vielbeug-samkeit eines Verbi; warum soll es ihm allesnachmachen wollen — blos der Verwandtschaft we-gen ? — Dies kann ich herrlich gegen H. Thierschgebrauchen, wenn er so fortfährt:
»Sie glauben vielleicht, daß ich dadurch ei«