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Kleine Bücherschau.
satz der das Wesen der Kunst in Nachahmungder Wirklichkeit setzt, die Frage thut: «le Pre-mier lies arls , lu musigue, <zu inule - l - il ? äe lousIss äons äs lu vivinüe cepeuäaul e'esl le plus ms-Znlllguv , ear il semüle , pour sinsi äire , superllu.1.6 soleil uous eclaire , uous resplrous I'uir äu sielsererrr, loule s les Ueuulss äe lu nuiure serveut euguelgue ku^'oii s I'Iwmmv; so musiczue seule es, ä'unonudle inulilils , el e'esl pour celu quelle nous emeuts! prokonäsurenl ; plus eile erl lein äe loul hul ,plus eile SS rupproclre äe celle souree inliluv äe nsspensees gus kapplieslion s uu olsset guelcougue res-serr e äuus son cours.»
Eden so ist sie die Schutzgöttin der höherenEmpfindungen in der Liebe; und der ganzesechste Baue ist ein Altar der Religion, wel-cher den« Gallischen Pantheon nöth'g wäre. Obsie gleich eine Bekennen» der neuen poetischenSchule sein will, so ist sie doch eins milde Richte-rin der Empfindsamkeit ('k. V. c!>. ig), und ohne-hin kann sich vor ihr nicht, wie etwa vordieser Schule, die unsittliche Freiheit der Dar-stellung durch die Kunst derselben entschuldigen.Daher ihre einseitige Erzürnung über GoethensFaust und dessen Ottilie. So macht sie ih-ren gerechten Zorn gegen die untreu schwel-gende Liebe in Goethens Stelln ssl'. V. cl, .17)zu einem ungerechte» gegen Jacobs s Wvl-demar, weil sie in diesem das Ringen desHelden nach einer von allen Formen entbun-denen freischwebenden Freundschaft verwechseltmit der Herzens - Schwelgerei der Schwäche.Doch bleibt die begleitende Stelle (S. iSo) wahr
und schön: «ur> ne äoil pur SS msNre pur.son elioixäansune snualiou vü lu mors!« st lu sensibilile »osontpus ä ueeorä ; cur es czui est involonlairs est si üeuu,czu'il est ullreux ä'slre conäumne » se commanäer lou-tes ses aclions si u vivre uveo soi-msme cumme uvvcsa viclime.»
Sie wohnt so sehr im Herzen , wie die Bieneim Blutenkelche, daß sie, wie diese, sich vonden Tulpenblätlern verschließen und verdunkelnläßt; daß sie nicht blos der Gelebrsamkeit( d. l>. der Harmonik und Enharmvnik ) derdeutschen Musik abhold ist, sondern auch demdeutschen Parallelismus zwischen Klang undWork, der deutschen Jutividuazion der Klängeund Worte. Schon Instrumentalmusik ist ihrzuviel Rsfl.xion, Wort und Gelehrsamkeit;sie will nur Stimmen, nicht Worte (kom. IV.>>. 125 ,»,d 128). — Aber die Seelen, welcheden reinen Eindruck der Töne ohne Kenntnißder Sprache empfangen, wohnen in Thieren.Muffe» wir denn nicht immer den Tönen geheimeTexte, ja sogar Landschaften unterlegen, damit ihrNachklang in uns stärker kei, als ihr Vorklangaußen? Und kann unser Herz anders empfin-de» , als 'angesprochen und nachsprechend? So»'erden Gemälde während der Musik nicht nur vonZuschauern feuriger und tiefer erfaßt, sondernauch von manchen Meistern selber leichter ge-schaffen. Alle Schönheiten dienen ohne Eifersuchteinander; denn alle gemeinschaftlich erobern denMenschen.
Da Fiau von Stael ihr->D eutsch l a n d« fürFrankreich geschrieben und zugeschnitten: so wird
man nicht begreifen, wie sie bei diesem mitihrer Tiefe der Empfindung Zweck und Glückerreichen könne. Aber Nez. antwortet: der weib-lichen Hälfte wird sie rein und unvermitteltgefallen, der männlichen aber durcb die zwei-fache Vermittlung der Kunst und des Spottes.Erstlich durch die der Kunst. So gleichgültig derPariser auch gegen die Religion und tiefeEmpfindung auf dem festen Boden der Zim-mer ist, so gern sieht er sie auf den flüch-tigen weichen Wolken der Knust gelagert, wiedie Hoswelt Bauern gern auf der Bühne,Holländereien auf Gemälden , und Schweizereienauf den Spiegclplatten der Schangerickke; jasie haben Götter »och nöthiger und lieber alsGott, der erst durch die Kunst sich unter dieGötter erhebt. Hohe Gesinnungen und tiefeEmpfindungen, welche der Hof an der Abend-tafel als wirklich auszusprechen sich bedenkenmüßte , dürfen vorher auf dem Hoflheater lautund ungescheut sprechen. Auch wird, was nicktzu verkennen ist, durch gemäßigte Gleichgül-tigkeit und Entfremdung von wahrhaften Ge-fühlen mehr freier Raum und Wechsel für leichteDarstellung und Schein derselben geöffnet; sowie etwa der Kaiser Konstantin zuerst dieStrafe des "Kreuzes abschaffte, aber die Zei-chen des Kreuzes überall an Kirchen und Bildernanhäufte.
Wenn man will, kann man es noch alseine» Nebenvortheil anschlagen, da ß gewisse hö-here und reinere Empfindungen den wahren irdi-sche» z» «iner gute» Folie dienen ; so wie etwa— wenn ein weit mehr für eine Satire alsfür eine Rezension passendes Gleickniß verstattetist — durch die zarten Blumen der derbe Schin-ken . oder Lurch die Zitrone im Rüssel derEberkopf mehr gewinnt als verliert.
Und wäre alles dies nicht, so wird immer derreligiöse Enthusiasmus der Verf. den Weltmannund Pariser mit einen, zweiten Reize, nämlichmit dem ächte» Stoffe besteche», welcher darin sogut wie in einer Tragödie für ihn liegt zur gesel-ligen Parodie. Denn religiöse, altgläubige, em-pfindsame Gesinnungen müssen, da die Persiflagederselben scholl etwas zu alltägliches nnd verdienst-lofes ist — diese müssen, wenn Sckerz darüberGeist verrathe» soll, von neue», aufgewärmt da-stehe», durch eine» Schriftsteller, aber „och bes-ser durch eins Schriftstellerin von Geist.
Mit dem Reize der Empfindsamkeit verbindet,wie oben gedacht, die treffliche deutsche Lobredue-riu noch eine» Vorzug, der die Pariser für siegewinnen kann, nämlich den Vorzug eures wah-re» französischen — nicht deutschen — Geschmacksau französischer Poesie.
Sie>nuß, hofft Rez. dem unparteiischen Pari-ser schon durch das allgemeine Urtheil genug thun:(ck. IV. P.86) «I.e grunä avunlugs cju'on psut lireräe I'sluäe äe I» lillerulure allsinunäe, e'esl le mou-vsmsnl ä'emulution gu'ells äonne; il faul x clierclieräos korces pour composer soi-msme plulol gue äesourruges loul hüls gu'on puisss lrruisporler uilleurs.»Diesen Gedanken, den sie S. 45. kürzer so aus-gesprochen : « es sora presgue loujours un cllek-ä cruvre «zu'uue invsnlivn elrungere urrunzsv pur uu