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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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Mit diesem Worte wollte der Prinz sammt demAdjutanten sich entfernen, allein Schaller vertrat ihnenentschieden und mit einer furchtbaren Kälte den Weg.Der erste Schritt, den Sie aus dem Zimmer thun, gehtüber meine Leiche," sagte er, indem er beide Pistolen ge-spannt hervorzog.Fahren Sie nicht zurück, Prinz, nichtSie, mein Herr Major; Sie sind beide sicher! Zu einemMeuchelmorde läßt sich diese Hand nicht herab. Sie,mein Prinz, raubten mir meine Ehre; schlagen Sie mirdie Genugthuung ab, die Sie, abgesehen von allen Ver-hältnissen und Unterschieden, mir schuldig sind, so neh-men Sie mir das Leben."Unsinniger, verlangen Sie,daß Seine Hoheit mit Ihnen sich schlage? Hier stehe ich,nehmen Sie an mir . . -Halt, mein Herr Major,"

gebot Edmund.Mit Ihnen habe ich nichts, sparen SieIhren voreiligen Muth für eigene Bedürfnisse."Ruhig,"rief der Prinz, der mittlerweile einmal im Zimmer auf-und abgegangen war,keinen Zank in meiner Nähe! Siewollen Satisfaction?" fragte er Schaller fest und mitfürstlichem Anstande.Ich will."Wohlan, meinHerr! Ich brauchte sie Ihnen nicht zu geben; nach denGesetzen meines Standes und meines Hauses frevle ichsogar, wenn ich es thue."War die Frau Ihrer hoch-fürstlichen Liebe ebenbürtig, wird es der Mann hoffentlichauch Ihrer fürstlichen Ehre sein," knirschte Schaller.Sie sind ein . . ." Der Prinz verschluckte ein hartes, un-prinzliches Wort.Ich könnte," fuhr er gemessen fort,einen Galanterie-Degen zur Hälfte aus seiner friedlichenScheide ziehen und mich gegen Sie verneigen; das wäreeine Genugthuung, wie sie sonst ein Fürst feinen Unter-

Dingelstedt'S Werke. IV. 14