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Fragen wurden: Wann kommt er wieder? oder: Wastrieb ihn fort? oder: Wcß ist seine Seele schuldig, daßes die meinige nicht geduldig auf sich nähme? — OAbgrund aller Gottseligkeit und Liebe, in welcher derEgoismus versinkt wie ein Gespenst des Nebels!
Ein Tag nach dem andern ging dahin, einer stetslänger als der andere, nicht dem sehnsüchtigen Mädchenallein, sondern auch in Wirklichkeit. Schon wallte dasKorn in hohen, grünen Wogen um die einsame Kirch-gängerin, und in den dunklen Tannen des Mariasteinsverstummte eine Nachtigall nach der andern. Auch inDörekens Seele ward es immer einsylbiger und stummer;nun wich sie dem Vater aus, damit er nicht forschendund bekümmert auf ihre bleichenden Wangen blickte. IhrGlaube wankte nicht und nicht ihre Liebe — Wohl aberdie dritte im heiligen, dreieinigen Bunde, die Hoffnung.
Es war eines schwülen Sommermittages, daß Dorotheaspinnend auf ihrer engen Hausflur saß. Der Vater warmit eingefahren. Ein Junge aus der Nachbarschaft kommtplötzlich hereingesprungen mit der Botschaft: „JungferObersteigerin, es sind Fremde im Dorfe." — Erschrecktfährt Döreken auf, der Faden zerreißt ihr. — „Eben an-gefahren, ein ganzer Wagen voll." — „Warum meldest Dumir das, Dietrich?" So fragt sie, indem ihr das Herz-klopfen fast die Stimme erdrückt. — „Nun, damit Siesich ein bischen mit dem vornehmen Volke abgibt; dieMutter versteht sich so nicht darauf, und bei uns habensie gesucht und geexaminirt, der Henker weiß, was."
Döreken warf in Hast ein Tuch über ihr grauleinenesKleidchen, zog die Hausthüre hinter sich zu und stellte