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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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geleiten.Der ist im Schacht, mein lieber Herr!"Nun, so rufe ihn heraus, oder bringe mich hinunter!Hier kann doch unmöglich lange unseres Bleibens sein."

Damit reichte er seiner Schwiegertochter den Arm,und beide folgten dem sinnend vor ihnen herschreitendenMädchen. Dieses verstand nichts von dem französischgeführten Gespräch hinter ihr; aber dennoch wußte sieaus ihrer Bangigkeit und aus tausend anderen Kleinig-keiten, daß von ihr die Rede sei, und daß das Gesprächnichts Angenehmes für sie enthalte.

Vor dem Hause der Wittwe, welche Felix ausge-nommen hatte, blieb sie stehen.Das ist," sagte sie um-gewendet,seine Wohnung gewesen," und als ihre Augenhinausflogen an die kleinen Fenster und weder sein liebesAntlitz noch eine seiner Blumen ihren stillen Gruß er-widerte, füllte sich die glänzende Tiefe ihrer klaren, blauenSterne mit einer beißenden Thräne, die sie wehmüthigzerdrückte.

Llontous!" sagte Felicia zu dem Freiherrn, undbald standen sie in den verwaisten Räumen, deren SchwelleDorothea kaum zu überschreiten wagte, eben so sehr ausZartgefühl, um die Empfindungen der Fremden undderen Ausdruck nicht zu stören, als aus eigener Ueber-wältigung. Seit Felix' Krankheit hatte sie dieses Heilig-thum nicht mehr betreten.

Die Wittwe erklärte mit einer furchtbaren Bered-samkeit, nur unterbrochen von ihrem Schluchzen, alleDetails der engen, unfreundlichen Zelle, welche Feliciabei ihrem Eintritt nur den Ausruf: ,,ln, guollo llvrreur!"hatte entreißen können.Hier er zu Nacht," seufzte