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eingefaßt mit einem Kranz von Rofen. Er hat es ge-schrieben, flüsterte sie, und ihre Lippen hauchten leise, leisedas kühle Glas an, worauf die Hand, vielleicht auch insehnlicher Dämmerstunde der Mund des Geliebten ge-ruht hatte.
Schwindelnd klimmte sie die enge Stiege ihres Him-mels wieder hinab, hinter den gleichgiltig forteilendenFremden drein. Sie barg ihren Raub an der Brust undlächelte seelenvergnügt in sich. Ein frommer, schönerLiebesglaube sagt: Wenn Du den Handschuh — aberWohl zu merken, den linken — Deines Liebsten immerbei Dir trägst, kann sein Herz nicht von Dir lassen, selbstwenn es möchte. Und — o Wunder! — war denn dasnicht just der linke? Sie überzeugte sich noch einmaldavon und drückte ihn dann mit schwärmerisch spielenderInbrunst noch fester an das keusche, treue, große Herz.
Angekommen am Schachte rief Dorothea ihren Vaterdurch das gewohnte Zeichen einer Glocke, die hinunterging,heraus. Bis der alte Gnom dem finsteren Schlundeseiner unterirdischen Welt entstieg, standen droben dieFremden und sein Mädchen wortkarg und in allseitigerVerstimmung zusammen. Die Kammerfrau mit demschönen Kinde war auch nachgekommen. Zu ihr geselltesich Dorothea, belobte den Knaben, fragte schüchtern diewie eine vornehme Mamsell sich geberdende Zofe undwar froh, ein Mittel gefunden zu haben, um den Blickenund Stirnfalten der hohen Frau zu entweichen.
Es dauerte nicht gar lange, bis der Obersteiger inseiner Werktracht aus der Kaue trat und sich dem Frei-herrn als der Verlangte vorstellte. Mit ihm wiederholte