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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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Wußte nicht recht, sich am Rande des blassen, sternklarenHimmels ausreckte. Der Berg gleicht, wie Du ausDeinem flüchtigen Weilen Dich erinnerst, einem Sarge,die Bauern sagen einem Heusuder. Warum mußte sichmeine Phantasie an das erste Bild halten? Ich saß ausder Bank vor der Thür der Schenke. Da stand der un-geheure Sarg, und die kleinen sreundlichen Kandelaberdes Himmels brannten herab zu ihm; unten auf denWiesen flogen und ballten sich graue Nebel, wie einLeichentuch zum Sarge. Das winzige Dorf hatte sichvertrauend daran gebaut, gelehnt. Wie oft reicht dasarglose, ahnungslose Leben dem Tode eine Hand?

Das Hausmädchen störte mich in meinen Träumereien.Sie wurde mein gastlicher Engel. Die interessanteSchwermuth oder das buntseidene Halstuch an mir müssenihr gefallen haben, ich weiß nicht. Sie verkündete mir,sie hätte neben an, bei dem Bruder des Wirthes, einStübchen für mich ausgemacht, hübsch sauber und still;es schliefen oft Herrschaften drin, wenn's bei ihnen voll.Ich wäre ihm gern um den Hals gefallen, dem bravenKinde, allein es war zu dunkel dazu, man wußtenicht, wohin man fiel! Meine Dankbarkeit beschränktesich auf minder gefährliche Ausbrüche. Sie nahm meineTasche in die Hand, das Nachtessen für mich in einemKorbe unter den Arm, und so schritten wir zusammenzum Nachbar, ich herzlich froh, Ruhe zu finden.

Der Nachbar War seines Zeichens ein Schneider.In dem ganz sreundlichen Stübchen lagen Ballen undReste Tuch umher, an den Wänden hingen halbfertigeBeinkleider, dazwischen Schäferstücke,vapbnis 6t Oklos,"