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gigantische Federdecke auf meinen Gliedern. Draußen istes jetzo frisch, hell, kühl, wie es nur im Walde, imBerge, bei Sonnenaufgang fein kann. Zu dem Brunnenunten kommen Kühe, mit großen, schönen Augen sich um-sehend. Auch ein junges Bauernmädchen machte ebenziemlich ungenirt, wie eine indische Bajadere, ihre ersteToilette in dem Troge, und ich liege im Fenster, horchedem rieselnden Wasser, schlürfe bald den köstlichen Athemdes Maimorgens ein, bald meinen Kaffee. In wenigAugenblicken muß der Führer erscheinen, der mich in dasGebirge leiten soll, dann geht's wieder bergauf, bergab,zunächst zur Milseburg. Laß mich einstweilen meinTagebuch zumachen. Noch einen Blick auf das Titel-kupfer — aber nein. Du gleichst Dir doch nicht. DeineHand hat Dich übel getroffen. Ja, wenn ich malenkönnte! —
ll.
Den 21. Mai.
Mit Bleifeder — nur drei Zeilen, am Kreuz obenauf der Milseburg geschrieben. Wenn Schneider richtiggemessen hat, bin ich jetzo zweitausend vierhundert Fußüber der Meeresfläche erhaben. Dort wohnst Du, — wodie Sonne heute niedergehen wird. Sie sieht Dich vonihrer Höhe. Warum kann ich's nicht? Meine Grüßeziehen vor ihr her, über Wald, Strom und Berg, —weiter — noch weiter — ach, warum so gar weit? —Du Ewig-Nächste!