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Franz Dingelstedt's Sämmtliche Werke : Erste Gesammt-Ausgabe in 12 Bänden
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nerie ist bewundernswürdig. Nicht allein, daß er diePhysiognomie deutscher Städte und Länder im Kopfe undin den Fingern hat, wie kaum ein zweiter (wie treffendschildert er Hamburg, Köln, Westphalen); nein, seineDecorationsverwandlungen sind auch mit der weisestenUmsicht geordnet und dem Grundgedanken des Werksangepaßt. Um den Zauber Roms zu entfalten, stellt eruns nicht etwa gleich aus die Höhen des Vatikans; erzeigt, nach einem Vorspiel in Kurhessen, das nur derEinführung der Heldin gewidmet ist, diesen Zauber Romszuerst in seiner Spiegelung in Norddeutschland, gebrochendurch den Kampf mit der Staatsgewalt, dann in seinenReflexen in einer homogenen Sphäre, in Wien, und zuletzterst, fast zu spät, jedenfalls zu kurz, im Mittelpunkte, inItalien. Höchst karrieristisch sind Land' und Leute inden verschiedenen Kreisen geschildert. Die berühmterotheErde," von Jmmermann poetisch urbar gemacht und seit-dem ungemein fruchtbar an dorfgeschichtlichen Hofschulzen,erscheint in Produkten und Originalen von dergestalteigenthümlicher Art, so dicht von Weih- und Höhenrauchumhüllt, daß wir an der Wahrheit der Schilderung zu zwei-feln geneigt sein würden, wenn uns nicht ein Seitenblick,zum Beispiel in diekatholischeFraction" gewisser Kammern,diese Wahrheit schlagend bewiese. Was Wien betrifftHier fiel die Excellenz ein, lebhaft, beinahe leiden-schaftlich.Was Wien betrifft," sagte sie,so erlaubenSie wohl mir ein letztes Wort. Das Gemälde von Wienim siebenten Bande ist, bei guten einzelnen Zügen, nichtähnlich, oder vielmehr, es ist nicht umfassend, nicht er-schöpfend. Gutzkow hat uns allezeit stiefväterlich behan-